Gewerkschaftsbund gegen Absenkung der Raumtemperatur am Arbeitsplatz

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht die Diskussion über eine Absenkung der Raumtemperatur am Arbeitsplatz kritisch. Pauschale Verringerungen seien problematisch, denn die Tätigkeiten und Betriebe unterschieden sich stark, sagte Vorständin Anja Piel am Dienstag.

«Es ist und bleibt Aufgabe der Arbeitgeber, individuelle Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen und daraus wirksame Instrumente abzuleiten, um menschenwürdige und gesunde Arbeit zu garantieren.» Die Bedingungen in Büros, Werkstätten oder großen Werkshallen seien sehr verschieden - und Firmen müssten auch die energetische Sanierung von Gebäuden voranbringen. «Beschäftigten Frieren oder dicke Pullover zu verordnen, ist verantwortungslos.»

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sprach sich wegen der Gaskrise dafür aus, Mindesttemperaturen nötigenfalls zu senken. DIHK-Präsident Peter Adrian sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Jedes Grad zählt. In meiner Lagerhalle muss ich entweder 17 oder 19 Grad garantieren - je nachdem, in welchem Ausmaß dort gelegentlich auch Menschen arbeiten. Das geht vielleicht auch mit etwas weniger.» Man könnte auch in Büros die Heizung leicht herunterdrehen. «Dann muss man sich gegebenenfalls ein bisschen wärmer anziehen.»

Piel meinte in dem Zusammenhang: «Die Debatte um die Frage "Wie kalt geht's am Arbeitsplatz?" ist überflüssig und nicht zielführend.» Maßgeblich seien in den geltenden Arbeitsschutzregeln zur zulässigen Raumtemperatur «flexible Richtwerte für die untere Temperaturgrenze». (dpa)


 

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