HOGA Campus - Berlin plant zentralen Bildungsstandort für das Gastgewerbe

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Vertreter des Berliner Senats und des Dehoga haben das Konzept für die Errichtung des Hoga Campus in Berlin-Tempelhof vorgestellt. Das Projekt soll auf einem rund 34.000 Quadratmeter großen Grundstück im Bereich Attilastraße und Röblingstraße realisiert werden, um Ausbildung, Weiterbildung, Praxis und Austausch an einem Ort zu verknüpfen. Das Land Berlin beabsichtigt, das Areal zu erwerben und der zu diesem Zweck gegründeten Genossenschaft im Erbbaurecht zur Verfügung zu stellen.

Genossenschaft übernimmt Entwicklung und Betrieb

Nach den vorliegenden Planungen soll eine eigens von dem Dehoga Berlin und neun weiteren Mitgliedern ins Leben gerufene Genossenschaft die Trägerschaft für das Vorhaben übernehmen. Der Campus sieht unter anderem die Ansiedlung eines Oberstufenzentrums für das Gastgewerbe, eines Übungshotels sowie diverser Fach- und Hochschulangebote vor. Ergänzt werden diese Einrichtungen durch Räumlichkeiten für Fort- und Weiterbildungen, ein Verbände- und Innovationszentrum sowie Wohnangebote für Auszubildende. Zudem sind Flächen geplant, auf denen Gründer neue gastronomische Konzepte erproben können.

Langfristig sollen mehr als 3.000 Auszubildende und Studierende an dem Standort lernen und sich qualifizieren. Zusätzlich prognostizieren die Projektverantwortlichen 500 bis 600 Arbeitsplätze auf dem Areal. Die beteiligten Politiker verweisen in diesem Zusammenhang auf die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismussektors in der Hauptstadt. So erwirtschafte die Branche mit über 12 Millionen Gästen und mehr als 29 Millionen Übernachtungen jährlich einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro und sichere rund 225.000 Arbeitsplätze.

Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privater Initiative

Die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, hebt hervor, dass die Einrichtung als führende Ausbildungsstätte für das Gastgewerbe in Deutschland und Europa etabliert werden soll. Die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch, betont, dass durch die engere Verzahnung von Schule und Wirtschaft die Berufsorientierung junger Menschen gestärkt werden müsse.

Der Staatssekretär für Finanzen, Wolfgang Schyrocki, erklärt, dass das Vorhaben ein kooperatives Modell aus öffentlichem Liegenschaftseinsatz und privatem Investment darstelle. Der Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Jörn Oltmann, bezeichnet das Projekt als bedeutendes Vorhaben für den Bezirk. Der Hauptgeschäftsführer des Dehoga Berlin, Gerrit Buchhorn, führt aus, dass mit dem Campus ein zentraler Ort zur Vernetzung von Betrieben, Beschäftigten, Wissenschaft und Verbänden entstehen soll.

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