Hotelverband aktualisiert Leitfaden zum neuen Datenschutzrecht

| Politik Politik

Die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in die betriebliche Praxis beschäftigt die Hotellerie auch nach dem 25. Mai 2018 weiterhin intensiv. Der Hotelverband unterstützt die Branche mit einem auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Leitfaden, der für die wichtigsten Neuerungen pragmatische Lösungsvorschläge bereithält. Die Verarbeitung der unter anderem während der mehrmonatigen Roadshow des Hotelverbandes zum Datenschutz im Dialog mit hunderten Hoteliers gewonnenen Erkenntnisse hat den Umfang des Leitfadens auf nun über 130 Seiten anwachsen lassen. „Wir haben den IHA-Leitfaden um weitere Checklisten und Vorlagen ergänzt, um die Umsetzung der ebenso herausfordernden wie bürokratischen DSGVO-Materie in den betrieblichen Alltag der Hotellerie zu erleichtern“, erklärt Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA).
 
Die aktualisierte Version des Leitfadens greift zahlreiche Beispiele aus dem Betriebsalltag auf und enthält u.a. Updates zu folgenden Punkten:

•    Verwendung personenbezogener Daten zu Marketingzwecken,
•    Zulässigkeit von Videoüberwachung,
•    Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung,
•    Übersicht zu Löschfristen und
•    Muster eines Datenschutzkonzepts zur Orientierung für notwendige betriebliche Individualisierungen
 
Der Hotelverband verweist in diesem Zusammenhang auch die Notwendigkeit der Überarbeitung der Hotelmeldescheine-Formulare. Ein entsprechendes Muster hat der Hotelverband entwickelt und passt auch dieses fortlaufend an die sich ergebenden 
Erkenntnisfortschritte an. „Hoteliers sollten insbesondere in den nächsten Monaten das Meldeschein-Formular regelmäßig mit dem jeweils letzten Stand des Musters abgleichen“, empfiehlt Otto Lindner. „Auf der Homepage des Hotelverbandes unter www.hotellerie.de/go/hotelmeldeschein steht das Muster allen Hoteliers in Deutschland als Word-Dokument in deutscher und englischer Sprache zum Download kostenfrei zur Verfügung.“
 
Der aktualisierte Leitfaden zum neuen Datenschutzrecht ist als PDF-Dokument im IHA-Shop unter www.iha-service.de zum Preis von 45,00 Euro inkl. USt. erhältlich. Verbandsmitglieder erhalten den Datenschutz-Leitfaden für die Hotellerie kostenfrei über das IHA-Extranet oder den DEHOGA-Shop.
 
Der Leitfaden zum Datenschutzrecht und das Meldeschein-Muster entsprechen dem besten Wissensstand des Hotelverbandes. Da es bislang aber weder gerichtliche oder behördliche Entscheidungen zu Umsetzungsdetails der DSGVO gibt, übernimmt der Hotelverband keine Gewähr oder Haftung für die Informationen und Verbandsmuster.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Bundesregierung hält an ihren Plänen fest, künftig eine wöchentliche statt einer täglichen Höchstarbeitszeit zu ermöglichen. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor, die als Bundestagsdrucksache vorliegt.

Berlin will über den Bundesrat eine bundesweite Pflicht für digitale Zahlungsmittel durchsetzen. Auch im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist eine entsprechende Regelung vorgesehen.

Ein Bündnis mehrerer Branchenverbände spricht sich gegen die geplante Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf die Gastronomie aus. Die Organisationen sehen laut Mitteilung zusätzliche Belastungen und fordern ein Aussetzen des Gesetzesvorhabens.

Das Bundeskabinett hat eine Verordnung beschlossen, die Ausnahmen vom Lärmschutz für Public Viewing während der Fußball-WM 2026 ermöglicht. Städte und Gemeinden sollen dadurch flexibler über Veranstaltungen in den Nachtstunden entscheiden können.

Eine Expertenkommission empfiehlt zur Sanierung der Krankenkassen Steuererhöhungen auf Tabak, Alkohol und Zucker. Während die Berater auf Prävention und Milliardenentlastungen setzen, warnen Verbraucherschützer vor neuen sozialen Barrieren im Gesundheitssystem.

Jugendliche ab 14 Jahren dürfen in Begleitung etwa der Eltern in der Öffentlichkeit Bier, Wein oder Sekt trinken. Die Jugendministerin will das «begleitete Trinken» beenden.

Der Rat der Europäischen Union hat die Reform der Pauschalreiserichtlinie verabschiedet, um für mehr Klarheit bei Reisearten und außergewöhnlichen Umständen zu sorgen. Kritiker bemängeln jedoch die Beibehaltung der 14-tägigen Rückerstattungsfrist und fehlende Instrumente für globale Krisenszenarien.

Berlin führt eine Ausbildungsplatzumlage für Unternehmen ein. Wirtschaftsverbände kritisieren die Abgabe und sprechen von zusätzlichen Belastungen für Betriebe.

Mit gezielten Hilfen für den Tourismussektor hat die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern ein Maßnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts geschnürt.

Die Gewerkschaft NGG und der DEHOGA Niedersachsen haben sich auf einen neuen Entgelttarifvertrag geeinigt, der Lohnsteigerungen in zwei Stufen vorsieht. Auch die Vergütungen für Auszubildende werden bis 2028 schrittweise angehoben.