Hotelverband legt DSGVO-konformes Meldeschein-Muster vor

| Politik Politik

Das Inkrafttreten der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) zum 25. Mai 2018 sollte für jeden Hotelier Anlass sein, auch die Gestaltung des Hotelmeldescheines einer Überprüfung zu unterziehen. Schließlich sollen trotz der neuen und komplexen Vorgaben der DSGVO die von den Gästen auf dem Hotelmeldeschein gemachten Angaben nach Möglichkeit auch rechtskonform für Zwecke des Marketings und der Kundenbindung eingesetzt werden können. „Wir haben hierzu für unsere Mitglieder ein Meldeschein-Muster entwickelt, um etwaigen Missverständnissen in der Formulierung von Einwilligungen vorzubeugen, wenn neben den Pflichtangaben auch zusätzliche Informationen von den Gästen angefragt bzw. gespeichert werden sollen. Dieses Meldeschein-Muster stellen wir allen Hoteliers in Deutschland kostenfrei zur Verfügung“, erklärt Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA).
 
Das Hotelmeldeschein-Muster kann auf der Homepage des Hotelverbandes unter www.hotellerie.de/go/hotelmeldeschein als Word-Dokument in deutscher und englischer Sprache heruntergeladen werden. Das Hotel muss das Muster dann noch an die eigenen Bedürfnisse anpassen und alle Angaben [in eckigen Klammern], wie bspw. die Betriebsgesellschaft oder die Kontaktdaten für die Wahrnehmung von Betroffenen-rechten auf der Rückseite des Meldescheins eintragen.
 
Der Abschnitt „Datenschutzrechtliche Einwilligung zu freiwilligen Angaben“ enthält relevante Informationen, die in der betrieblichen Praxis von vielen Hotels angefragt bzw. abgespeichert werden: Kfz-Kennzeichen für die Parkplatz-Nutzung, Newsletterversand („Sonderangebote“), Geburtstage etc. Falls das Hotel von diesen Optionen keinen Gebrauch machen will, können diese Informationen selbstverständlich auch gestrichen werden.
 
Das Hotelmeldeschein-Muster entspricht dem besten Wissensstand des Hotel-verbandes, Da es bislang aber weder gerichtliche oder behördliche Entscheidungen zu Umsetzungsdetails der DSGVO gibt, kann der Hotelverband keine Gewähr oder Haftung für das Verbandsmuster übernehmen.

Hier die Muster-Meldescheine kostenfrei herunterlanden.
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die NGG unterstützt die Empfehlungen der Rentenkommission zur Abschaffung des Sonderstatus von Minijobs. Der DEHOGA warnt dagegen vor erheblichen Folgen für rund 1,1 Millionen geringfügig Beschäftigte im Gastgewerbe.

Im Supermarkt greifen viele Menschen zu veganen oder vegetarischen Produkten. Bald müssen sie sich an neue Namen gewöhnen: Bestimmte Begriffe, die an Tiere denken lassen, sind dann nicht mehr erlaubt.

Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf zur Erhöhung der Alkoholsteuer vorbereitet. Nach einem Medienbericht sollen Spirituosen, Sekt und Alkopops ab dem 1. Januar 2027 um 20 Prozent höher besteuert werden.

Die Bundesregierung hat die Frist zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpasst. Nach derzeitiger Planung soll das Gesetz erst Anfang 2027 in Kraft treten, während Berichtspflichten und Auskunftsansprüche ab Juni 2028 greifen sollen.

Eine eigene Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds hat eine Alternative zu den Reformplänen der Regierung erarbeitet. Das Konzept verspricht ziemlich viel. Wie soll es finanziert werden?

Arbeiten bei mehr als 30 Grad, vielleicht sogar körperlich? Das ist nicht nur anstrengend, sondern kann auch gefährlich werden. Gewerkschaften setzen sich für mehr Schutz ein.

Mit Ernst Fischer verliert das deutsche Gastgewerbe eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten. Der langjährige Präsident und spätere Ehrenpräsident des DEHOGA Bundesverbandes ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Sein Wirken reicht weit über seine Amtszeit hinaus.

Die Diskussion um die mögliche Abschaffung oder deutliche Einschränkung von Minijobs wird derzeit mit erstaunlich vielen Emotionen geführt – und erstaunlich wenig über die eigentlichen Auswirkungen. Ein Kommentar von Marc Schnerr.

Die Rentenkommission hat eine Reihe von Vorschlägen zur Zukunft der Alterssicherung vorgelegt. Vom Renteneintrittsfenster bis zur Kapitalrente – das steckt hinter den ungewohnten Begriffen.

Der DEHOGA kritisiert Pläne der Rentenkommission, den Sonderstatus von Minijobs künftig auf Schüler zu beschränken. Der Verband warnt vor erheblichen Folgen für die Personalplanung in Hotellerie und Gastronomie.