Immer mehr Länder verzichten auf die Kontaktnachverfolgung in der Gastronomie

| Politik Politik

Immer mehr Länder verzichten auf die Kontaktnachverfolgung in der Gastronomie.  Nachdem bereits viele Bundesländer die Kontaktdatenerfassung nicht mehr vorschreiben, hat auch Baden-Württemberg diesen Schritt angekündigt. Was derzeit in den Ländern gilt, hat der DEHOGA zusammengefasst.

Derzeit verzichten Rheinland-Pfalz, Bayern, Hessen, NRW und Schleswig-Holstein (z.T. mit wenigen Ausnahmen) auf die Kontaktdatenerfassung. Auch Baden-Württemberg hat angekündigt, diesen Schritt im Rahmen der nächsten Verordnungsänderung zu gehen.

Hier sei definitiv ein Trend in die richtige Richtung zu erkennen, sagt der DEHOGA, der sich auf Bundes- wie Länderebene zuletzt immer wieder für diese Veränderung stark gemacht hat. Denn in den Bundesländern, in denen bereits seit längerem auf die Datenerfassung verzichtet würde, habe es keine negativen Auffälligkeiten beim Infektionsgeschehen gegeben.

Zudem führe die Tatsache, dass immer mehr Gesundheitsämter aus Kapazitätsgründen ohnehin auf die Nachverfolgung verzichten, zu erheblichen Zweifeln an der Geeignetheit der Kontakterfassung für die Pandemiebekämpfung. "Es ist überfällig, dass die Kontaktdatenerfassung bundesweit abgeschafft wird", so DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges.  

Informationen zur Kontaktdatenerfassung enthält jeweils die letzte Spalte der Gäste-Tabelle im Downloadbereich aufder Dehoga-Corona-Websitebereit.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sekt oder Bier bei der Konfirmationsfeier oder der Jugendweihe: Das war seit Generationen üblich. Doch die Gefahren durch Alkohol werden inzwischen viel ernster genommen. Der Gesetzgeber reagiert.

Seit dem 12. August gelten erste Vorgaben der europäischen Verpackungsverordnung PPWR verbindlich. Für Hotels und Gastronomiebetriebe kann die eigene Marke auf Verpackungen zusätzliche Verantwortlichkeiten auslösen.

Deutschlands Arbeitgeber pochen auf eine Arbeitszeit-Reform. Sie wollen - aus ihrer Sicht endlich - eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Der DGB warnt vor einem Rückfall ins 19. Jahrhundert.

Höhere Steuern und damit höhere Preise für Brot, Butter und Obst: Darauf zielt ein Vorschlag von Ökonom Clemens Fuest. Er will Einheitlichkeit bei der Mehrwertsteuer und im Gegenzug manche entlasten.

Ab 2027 plant Duisburg die Einführung einer Bettensteuer von drei Euro pro Nacht. Während die Stadt mit Einnahmen zur Haushaltskonsolidierung rechnet, kritisiert die Hotelbranche den zusätzlichen Aufwand und warnt vor Abwanderungseffekten.

Die Europäische Kommission will Mitgliedstaaten und Kommunen mit dem geplanten Affordable Housing Act zusätzliche Instrumente gegen Wohnungsdruck an die Hand geben. Ein Schwerpunkt des Vorhabens sind Maßnahmen im Zusammenhang mit Kurzzeitvermietungen wie Airbnb.

Die geplante stärkere Besteuerung alkoholischer Getränke stößt einer Umfrage zufolge bei einer großen Mehrheit der Bürger auf Zustimmung. Knapp zwei Drittel gaben in der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa an, dass sie diesen Vorstoß der Bundesregierung für sinnvoll halten.

Die Bundesregierung plant, die Mittel für die Tourismusförderung im Bundeshaushalt 2027 um 449.000 Euro zu reduzieren. Die Grünen kritisieren die Kürzung und fordern Änderungen im weiteren Haushaltsverfahren.

Was steht oben, wenn Nutzer WM-Spiele, Hotels oder Routen googeln? Zu oft nur Googles eigene Angebote, urteilt Brüssel. Die Millionenstrafe könnte US-Präsident Donald Trump verärgern. Der Hotelverband freut sich, dass die Kommission Zähne zeige.

Die EU hat den Weg für die Destillation von Rot- und Roséweinen freigemacht. Damit kann aus Wein Industriealkohol werden. Der wird unter anderem für Reinigungsmittel verwendet.