Kabinett beschließt Weiterbildungsgesetz

| Politik Politik

Zugleich mit der Reform der Fachkräfteeinwanderung hat die Bundesregierung  auch das sog. Weiterbildungsgesetz beschlossen. Ziel der Regierung ist, auch das Potenzial und die Chancen der bereits in Deutschland ansässigen Arbeitskräfte zu stärken. Der Kabinettsentwurf enthalte sehr begrüßenswerte Ansätze zum zur Stärkung von Berufsorientierungspraktika und Einstiegsqualifizierungen, sagt der DEHOGA Bundesverband. Er beinhalte aber auch, angesichts der aktuellen Situation auf dem Ausbildungsmarkt, eher überflüssige Ansätze wie die Ausbildungsgarantie (Tageskarte berichtete).

Diese richte zwar keinen Schaden an. Aber anstatt Jugendliche in außerbetrieblichen Maßnahmen zu „parken“ sollten Bund und Länder besser eine konsequente Offensive für die betriebliche Berufsausbildung starten, so der Verband der verschiedene Maßbnahmen aufzählt: Unterstützung für Ausbildungsbetriebe, bessere Ausstattung der Berufsschulen, Reduzierung der Schüler, die die allgemeinbildenden Schulen ohne Abschluss oder mit rudimentären Kenntnissen im Lesen, Schreiben und Rechnen verlassen, mehr Engagement für das duale Ausbildungssystem. 
Die inhaltlich kontraproduktive und extrem teure vom BMAS geplante Bildungs(teil)zeit sei erfreulicherweise aus dem Entwurf des Weiterbildungsgesetzes gestrichen worden, sagt der Verband.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Europäische Parlament hat neue Regeln für Pauschalreisen beschlossen. Während der Deutsche Reiseverband die Sachlage im Vorfeld überwiegend positiv bewertet, sieht die Hotellerie noch offene Fragen bei einzelnen Vorgaben der Richtlinie.

Weniger Bürokratie, längere Öffnungszeiten: Ein neues Gesetz soll Berlins Gastronomie entlasten und den Service für Gäste verbessern. Was sich für Betreiber und Besucher ändern könnte.

Berliner Restaurants, Cafés und Kneipen sollen ihre Gäste in Zukunft länger auch vor der Türe bedienen dürfen. Das steht im Entwurf eines Gaststättengesetzes, den der Senat auf den Weg brachte.

Fernsehen, Spitzenküche - und jetzt auch noch Kommunalpolitik für Alexander Herrmann? Die Wählerinnen und Wähler im oberfränkischen Landkreis Kulmbach haben entschieden.

Das neue Tariftreuegesetz trifft die Hotellerie im Kern: Zimmerkontingente und Tagungen für den Bund hängen künftig an strikten Tarifvorgaben. Der Dehoga warnt trotz Nachbesserungen vor einem enormen Prüfaufwand für die Betriebe.

Unter welchen Namen dürfen Burger und Schnitzel ohne Fleisch in der EU verkauft werden? Nach viel Wirbel gibt es eine Einigung. Komplett glücklich ist der deutsche Minister damit nicht.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger spricht sich für einen Karenztag bei Krankheit aus. Lohn soll es dann erst ab dem zweiten Krankheitstag geben. Was er sich davon verspricht.

Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden fordert in einem Brandbrief den Stopp der Potsdamer Verpackungssteuer. Sie warnen vor Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent und bezweifeln den ökologischen Nutzen der Abgabe.

Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.

Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.