Kabinett bringt „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ auf den Weg

| Politik Politik

Das Bundeskabinett hat den Entwurf des Bundesinnenministeriums für das „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ beschlossen. Dieses Gesetz hat das Ziel, eine effektivere Durchsetzung der Ausreisepflicht, insbesondere von abgelehnten Asylbewerbern, zu erreichen. Für das Gastgewerbe ist dieses Gesetz insbesondere aufgrund des unmittelbaren politischen Zusammenhangs mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) relevant.

Der DEHGOA Bundesverband weist darauf hin, dass die Union den Start der parlamentarischen Beratungen zum FEG an die Bedingung eines vorherigen Kabinettsbeschlusses zum „Geordnete-Rückkehr-Gesetzes“ geknüpft hatte. Schon allein deshalb sei es aus DEHOGA-Sicht zu begrüßen, dass die Ressorts einem Kompromiss näher gekommen sind. Es bleibe zu hoffen, dass damit die Beratungen zum FEG zügig weitergeführt werden können und das Gesetz wie geplant zum 1. Januar 2020 in Kraft treten kann. 

Der Gesetzentwurf zum „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ sieht u.a. vor, in der Gruppe der Geduldeten stärker zu unterscheiden, ob die Gründe der Nichtausreise in der geduldeten Person liegen oder nicht. Das ist nach Auffassung der Arbeitgeber auch arbeitsmarktpolitisch grundsätzlich richtig, denn es kann von Geduldeten erwartet werden, dass sie mitwirken, um z. B. ihre Identität zu klären. Zentral dabei ist, dass die zu unternehmenden Anstrengungen für die Betroffenen auch "leistbar" und die Anforderungen transparent sind. Ausreisepflichtige mit ungeklärter Identität, die das Abschiebehindernis durch falsche Angaben selbst herbeigeführt haben oder bei der Passbeschaffung nicht mitgewirkt haben, erhalten z.B. keine Beschäftigungserlaubnis. Die Ressortabstimmung zu dieser Frage ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Weiter sollen im Asylbewerberleistungsgesetz Anspruchseinschränkungen bei der Verletzung von Mitwirkungspflichten (z. B. Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen oder Integrationskurse ablehnen) eingeführt werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

McDonald's Deutschland setzt das Format Burger Dialog fort. In Kooperation mit dem Musiker Eko Fresh und Vertretern aus der Bundespolitik thematisiert das Unternehmen zum Auftakt der neuen Runde das Ehrenamt und gesellschaftliches Engagement.

Die Gewerkschaft NGG droht in Hessen mit den "größten Streiks, die diese Branche in der Bundesrepublik jemals erlebt" habe. Vorabankündigungen wie bei der Bahn werde es laut NGG nicht geben.

Ein Pariser Gericht hat eine Immobiliengesellschaft zu einer Geldstrafe von 585.000 Euro verurteilt, weil ein Gebäude im 9. Arrondissement ohne Genehmigung in Touristenunterkünfte umgewandelt wurde. Wie die Stadt Paris laut Mitteilung erklärte, handelt es sich um die bislang höchste verhängte Strafe in einem solchen Fall.

Die Bundesregierung plant die Einführung einer «Zuckerabgabe». Zur Konsolidierung des Haushalts ist daneben eine Erhöhung der Alkohol- und Tabaksteuer sowie der Abbau von Finanzhilfen geplant, wie es aus Kreisen des Finanzministeriums hieß. 

Mehr Transparenz auf der Speisekarte – oder mehr Bürokratie in der Küche? Die geplante Tierhaltungskennzeichnung spaltet die Branche. Zwischen politischem Anspruch und betrieblicher Realität geht es um mehr als nur ein Label. Ein Kommentar von Marc Schnerr.

Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Rheinland-Pfalz ist gegen die Einführung einer Bettensteuer. Der Verband plädiert dagegen für einen zweckgebundenen Gästebeitrag.

Die Europäische Union hat sich vorläufig auf eine Reform der Koordinierung der Sozialversicherungssysteme verständigt. Wie aus einer Mitteilung des Geschäftsreiseverbades BT4Europe hervorgeht, betrifft die Einigung insbesondere die Abschaffung der A1-Bescheinigung für kurzfristige grenzüberschreitende Geschäftsreisen.

Caroline von Kretschmann äußert sich zur Entlastungsprämie und nennt eine Beispielrechnung: Für die Auszahlung an alle Mitarbeiter wären 3,3 Millionen Euro zusätzlicher Umsatz erforderlich. Auch der DEHOGA Hessen kritisiert das Maßnahmenpaket der Bundesregierung.

Als Reaktion auf gestiegene Kosten durch den Iran-Krieg ermöglicht die Koalition eine steuerfreie Krisenprämie für Arbeitnehmer. Die Wirtschaft hat aber schon verhalten reagiert.

Der Kanzler hat mit einer Äußerung zur gesetzlichen Rente für Empörung gesorgt. Auf dem CDA-Kongress versucht er, die Gemüter zu beruhigen. Und er hat eine Botschaft für den Koalitionspartner.