Mehrweg im Gastgewerbe: Neue Praxis-Handreichungen für die Branche

| Politik Politik

Das Thema Abfallvermeidung insbesondere auch durch die Minimierung des Einsatzes von Plastik in Hotellerie und Gastronomie wird im Gastgewerbe seit vielen Jahren großgeschrieben. Ab dem 1. Januar 2023 werden zudem größere Gastronomiebetriebe verpflichtet, ihren Gästen Mehrwegalternativen im Takeaway-Geschäft anzubieten. Wie der Außer-Haus-Konsum möglichst klimafreundlich gestaltet werden kann, war Inhalt der Klimaschutzkampagne des Bundesministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (BMUV) mit dem Titel „Klimaschutz is(s)t Mehrweg“ und des Projekts „Essen in Mehrweg“. Die Kampagne wurde im August 2019 gestartet und nach dreijähriger Tätigkeit nun im Juli 2022 beendet. Zum Projektabschluss veröffentlicht wurden zwei informative Broschüren, auf die der DEHOGA-Bundesverband aufmerksam macht:

1. Die Praxis-Handreichung „Nachfrage steigern enthält für die Take-Away-Gastronomie Tipps und Anregungen, um die Mehrwegnutzung zu fördern.

2. Die Abschlussbroschüre zum Projekt „Klimaschutz is(st) Mehrweg“ enthält Projektmaterialien sowie eine Zusammenfassung von Mehrweg-Erkenntnissen aus den Bereichen Grundlagenwissen, Betriebsakquise, Nachfragesteigerung und Öffentlichkeitsarbeit.

Gleichzeitig weist der DEHOGA sein Merkblatt„Mehrwegverpackungspflicht in der Gastronomie ab 2023“hin, das im DEHOGA-Shop erhältlich ist (kostenfrei für DEHOGA-Mitglieder).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Unter welchen Namen dürfen Burger und Schnitzel ohne Fleisch in der EU verkauft werden? Nach viel Wirbel gibt es eine Einigung. Komplett glücklich ist der deutsche Minister damit nicht.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger spricht sich für einen Karenztag bei Krankheit aus. Lohn soll es dann erst ab dem zweiten Krankheitstag geben. Was er sich davon verspricht.

Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden fordert in einem Brandbrief den Stopp der Potsdamer Verpackungssteuer. Sie warnen vor Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent und bezweifeln den ökologischen Nutzen der Abgabe.

Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.

Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Verbot der Bettensteuer durch den Freistaat Bayern vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Zuerst muss aber noch der Stadtrat zustimmen.

Die Idee einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke stößt in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge auf große Zustimmung. 60 Prozent der Befragten bewerten eine Steuer positiv, deren Höhe mit dem Zuckergehalt des Getränks steigt.

Während 60,4 Millionen Übernachtungen über Portale den Wohnraum unter Druck setzen, warnt Hotelier Marco Nussbaum vor der Lobby-Macht der Plattformen. Der Hotelverband IHA liefert mit einem neuen Leitfaden die Werkzeuge für Kommunen, um für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.

Die Ära der kleinen Kosmetikfläschchen in Hotelzimmern geht zu Ende. Ab 2030 untersagt eine neue EU-Verordnung Einwegverpackungen für Hygieneartikel im Beherbergungssektor. Während Hotels auf nachfüllbare Spendersysteme umstellen, bleibt der Verkauf von Reisegrößen im Einzelhandel vorerst erlaubt.

Die erste Tarifrunde für die Beschäftigten im niedersächsischen Gastgewerbe endete in Hannover ohne Abschluss. Während der Dehoga eine zweistufige Erhöhung um insgesamt 5 Prozent anbot, lehnte die Gewerkschaft NGG die Vorschläge ab. Die Verhandlungen werden im März fortgesetzt.