Modernisierungsprogramm: Bayern fördern Wirte finanziell

| Politik Politik

Der Startschuss für das bayerische Gaststätten-Modernisierungsprogramm ist gefallen. Hier können Gastgeber Fördermittel für Umbau- und Erweiterungs- oder Sanierungsmaßnahmen ihrer Betriebe erhalten. Aufgrund der hohen Resonanz ist das Antragskontingent allerdings bereits ausgeschöpft. Sollte noch Geld übrig sein, wird ein zweiter Förderaufruf gestartet. 

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verkündet zu diesem Anlass: „Mit dem Programm fördern wir gezielt kleinere gastronomische Betriebe insbesondere in ländlichen Regionen. Das Gastgewerbe ist das Rückgrat des Tourismus und Arbeitgeber für viele Menschen. Mit dem Programm unterstützen wir die bayerische Wirtshauskultur und zahlreiche Existenzen.“

Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, gab den Anstoß zu diesem Programm und ist von dessen Bedeutsamkeit für das bayerische Gastgewerbe überzeugt: „Eine Investition und damit ein qualitativer Sprung aus eigener Kraft ist für die meisten gastgewerblichen Betriebe im ländlichen Raum aufgrund der anhaltend niedrigen Jahresumsätze nicht möglich. Dieses Programm ist für unsere Wirtshäuser eine Initialzündung, die es den Wirten erlaubt, in die Zukunft ihres Betriebes zu investieren.“

Förderinteressenten können sich bereits seit zwei Wochen online über die Fördermodalitäten vor Programmbeginn informieren. „Das bisherige Interesse ist überwältigend“, so der Minister.

Mit dem Gaststätten-Modernisierungsprogramm soll die Finanzkraft der Gaststätten zur Unterstützung bei Modernisierungs­maßnahmen stärken und damit zu einer lebendigen Wirtshauskultur in allen Teilen Bayerns, vor allem im ländlichen Raum, beitragen, sagt das Ministerium. Die für den bayerischen Tourismus wesentliche bayerische Wirtshauskultur solle möglichst flächendeckend auch in der Zukunft erhalten bleiben.

Auf der Webseite schreiben die Beamten: „Aufgrund der hohen Resonanz ist das Antragskontingent des Gaststättenmodernisierungsprogramms im ersten Förderaufruf bereits ausgeschöpft und das Antragsportal daher geschlossen. Nach Auswertung der tatsächlichen Antragssummen werden wir in den nächsten Wochen mit dem verbleibenden Mittelvolumen möglichst zeitnah einen zweiten Förderaufruf starten. Wir werden ihn mit ausreichendem Vorlauf auf unserer Webseite bekannt geben. Bitte informieren Sie sich daher regelmäßig auf unserer Webseite.“

Mehr Informationen: https://www.stmwi.bayern.de/service/foerderprogramme/modernisierung-von-gaststaetten-in-bayern/

Sollte Wirten darüber hinaus der Schuh drücken, können sein in Bayern jetzt auch ganz einfach E-Mails an das Wirtschaftsministerium schicken. Die Behörde schreibt dazu: „Wir wollen Sie als Wirt in Ihrer Arbeit unterstützen und haben ein offenes Ohr für Sie. Sie haben Fragen oder Anregungen, wie man die Situation für Ihre Branche verbessern kann? Schreiben Sie uns! Wir prüfen Ihre Anliegen und lassen Ihre Vorschläge in den politischen Entscheidungsprozess einfließen.

Als Gastwirt können Sie sich direkt über unsere „Wirtemail“ an uns wenden: wirtemail@stmwi.bayern.de“


 

 

 

 

 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.

Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Verbot der Bettensteuer durch den Freistaat Bayern vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Zuerst muss aber noch der Stadtrat zustimmen.

Die Idee einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke stößt in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge auf große Zustimmung. 60 Prozent der Befragten bewerten eine Steuer positiv, deren Höhe mit dem Zuckergehalt des Getränks steigt.

Während 60,4 Millionen Übernachtungen über Portale den Wohnraum unter Druck setzen, warnt Hotelier Marco Nussbaum vor der Lobby-Macht der Plattformen. Der Hotelverband IHA liefert mit einem neuen Leitfaden die Werkzeuge für Kommunen, um für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.

Die Ära der kleinen Kosmetikfläschchen in Hotelzimmern geht zu Ende. Ab 2030 untersagt eine neue EU-Verordnung Einwegverpackungen für Hygieneartikel im Beherbergungssektor. Während Hotels auf nachfüllbare Spendersysteme umstellen, bleibt der Verkauf von Reisegrößen im Einzelhandel vorerst erlaubt.

Die erste Tarifrunde für die Beschäftigten im niedersächsischen Gastgewerbe endete in Hannover ohne Abschluss. Während der Dehoga eine zweistufige Erhöhung um insgesamt 5 Prozent anbot, lehnte die Gewerkschaft NGG die Vorschläge ab. Die Verhandlungen werden im März fortgesetzt.

Die stellvertretende NGG-Vorsitzende Claudia Tiedge kritisiert Forderungen nach einer Aufweichung des Acht-Stunden-Tags und warnt vor negativen Folgen für die Gleichstellung von Frauen.

Das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt sieht die seit Jahresbeginn geltende Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen zwar als spürbare Entlastung, schätzt die aktuelle Lage aber dennoch weiter als angespannt an.

Der DEHOGA setzt sich mit einer Kampagne für die Ablösung der täglichen Höchstarbeitszeit ein. Durch eine Umstellung auf die Wochenarbeitszeit sollen Betriebe sowie deren Beschäftigte von mehr Flexibilität profitieren. Die Bundesregierung braucht der Verband allerdings nicht mehr zu überzeugen. Die wöchentliche Höchstarbeitszeit ist längst in Planung.