Nach Krawallen in Frankfurt: DEHOGA fordert Konsequenzen für Gewalttäter

| Politik Politik

Der Handelsverband Hessen hat nach den Ausschreitungen und Plünderungen von Geschäften in Frankfurt rasche Unterstützung für geschädigte Ladenbesitzer gefordert. «Jetzt muss es zunächst darum gehen, den betroffenen Händlerinnen und Händlern schnell zu helfen und die Folgen der entstandenen Schäden bestmöglich zu begrenzen», teilte der Verband in Frankfurt mit. Es brauche auch eine sorgfältige Analyse und Aufarbeitung. Man sei bestürzt über das Ausmaß an Gewalt, Sachbeschädigung und mutwilliger Randale.

Auch der Hotel- und Gastronomieverband (Dehoga) in Hessen zeigt sich bestürzt. Viele mittelständische Betriebe stünden seit mehreren Jahren vor massiven wirtschaftlichen Herausforderungen, schufen und sicherten trotzdem wichtige Arbeits- und Ausbildungsplätze, hieß es in einer Mitteilung. 

«Die Demonstrationen der jungen Generation und ihr Ausdruck von Frust oder Sorgen sind legitim und müssen in einer demokratischen Gesellschaft Gehör finden», sagte der Präsident des Landesverbands, Robert Mangold. «Wirtschaft ist das Fundament für ein gutes und soziales Leben in unserer Stadt und in unserem Land – sie wird auf der einen Seite lautstark gefordert und hier auf der Straße mit Füßen getreten und zerstört.» Es gelte, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. 

«Existenzielle Folgen»

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) versprach rasche und unbürokratische Hilfe der Landesregierung. «Die widerwärtigen Gewaltangriffe von Linksextremen und einem aggressiven Mob in der Frankfurter Innenstadt haben teilweise existenzielle Folgen für dortige Einzelhändler, Gewerbetreibende und den Mittelstand», sagte er. «Wir lassen die Betroffenen nicht im Stich.» Man sei dazu bereits im Austausch mit dem Handelsverband.

Dieser betonte, dass es bei den Geschehnissen am Samstagabend wichtig sei, zu differenzieren. «Die überwiegend friedliche Demonstration der Schülerinnen, Schüler und Jugendlichen ist von den späteren Ausschreitungen und Gewalttaten zu trennen.» Es habe eine Gewalt- und Zerstörungswut gegeben, «die nicht mehr primär aus politischem Protest heraus geschieht, sondern aus einer beinahe berauschenden Freude am Randalieren und Zerstören selbst. Dafür darf es in unseren Innenstädten keinen Raum geben.»


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die geplante stärkere Besteuerung alkoholischer Getränke stößt einer Umfrage zufolge bei einer großen Mehrheit der Bürger auf Zustimmung. Knapp zwei Drittel gaben in der Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa an, dass sie diesen Vorstoß der Bundesregierung für sinnvoll halten.

Die Bundesregierung plant, die Mittel für die Tourismusförderung im Bundeshaushalt 2027 um 449.000 Euro zu reduzieren. Die Grünen kritisieren die Kürzung und fordern Änderungen im weiteren Haushaltsverfahren.

Was steht oben, wenn Nutzer WM-Spiele, Hotels oder Routen googeln? Zu oft nur Googles eigene Angebote, urteilt Brüssel. Die Millionenstrafe könnte US-Präsident Donald Trump verärgern. Der Hotelverband freut sich, dass die Kommission Zähne zeige.

Die EU hat den Weg für die Destillation von Rot- und Roséweinen freigemacht. Damit kann aus Wein Industriealkohol werden. Der wird unter anderem für Reinigungsmittel verwendet.

Die Chefin der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, Gitta Connemann, hat sich gegen die vom Bundesfinanzministerium geplante Erhöhung der Schaumweinsteuer gestellt. Das Bundeskabinett hat jüngst auch ein Paket zur Anhebung von Verbrauchsteuern auf alkoholhaltige Getränke auf den Weg gebracht.

Wer die Korken knallen lassen will, muss nach den Plänen des Bundeskabinetts und Finanzminister Klingbeil kommendes Jahr höhere Steuern zahlen. Aus der Union kommt Widerstand.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verteidigt die Pläne der schwarz-roten Koalition, die verpflichtende Krankschreibung ab dem ersten Tag einzuführen und die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Es sei zwar das Ende der telefonischen Krankschreibung vereinbart, nicht aber die Möglichkeit eines Attests per Video. 

Die Stadt Bamberg will die Umwandlung von Wohnraum in Ferienwohnungen in weiten Teilen des Stadtgebiets künftig verhindern. Neue Bebauungspläne und Veränderungssperren sollen den Wohnungsmarkt langfristig schützen.

Mit den Worten „Die Minijobs bleiben“ hat sich CSU-Chef Markus Söder klar gegen eine Abschaffung der geringfügigen Beschäftigung ausgesprochen. Seine Aussage erfolgt wenige Tage nach einem Brandbrief von Wirtschaftsverbänden und vor der für den Herbst angekündigten Entscheidung der Bundesregierung.

Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden, darunter der DEHOGA, hat die Bundesregierung eindringlich davor gewarnt, Minijobs im Zuge der geplanten Sozial- und Rentenreformen faktisch abzuschaffen oder deutlich zu verteuern. In einem Brandbrief fordern sie den Erhalt der Minijobs in ihrer heutigen Form.