Österreichische Hoteliervereinigung begrüßt Programm der Kurz-Regierung

| Politik Politik

ÖHV-Präsidentin Reitterer begrüßt die Pläne für den Tourismusstandort: AfA-Reparatur, Fachkräfte-Offensive, Lohnnebenkostensenkung und Registrierungspflicht für Sharing-Hosts.

„Mit dem Tourismuskapitel im Regierungsprogramm legt Türkis-Grün einiges vor“, erklärt Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Viele zentrale Impulse sind darin enthalten, ist man bei deren Umsetzung genauso ambitioniert, sind laut Reitterer die Weichen für den Tourismusstandort Österreich in Richtung Zukunft gestellt.

Betriebe: Entlastungen und Erleichterungen

Als besonders positiv, aber auch längst überfällig, sieht Reitterer die angepeilte Reparatur der Abschreibungsdauer: „Das ist ein ganz zentraler Punkt. So geben wir den Betrieben wieder die Freiheit für Investitionen zurück und schaffen Wertschöpfung vor Ort.“ Ebenso wichtig: die Erleichterungen bei den Betriebsübergaben im familiären Umfeld und die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen: „Da gibt es viel Luft nach oben, ich hoffe die wird zur Gänze ausgeschöpft.“

Mitarbeiter: Lohnnebenkostensenkung, Fachkräfte-Offensive

Dass der Faktor Arbeit entlastet werden muss, steht für die ÖHV-Präsidentin außer Frage: „Unseren Mitarbeitern muss am Ende des Tages mehr Netto vom Brutto im Börserl bleiben. Der Weg dorthin kann nur über eine Lohnnebenkostensenkung führen, da sind sich alle Experten einig.“ Als positiv bewertet Reitterer auch die Impulse für die anhaltenden Herausforderungen am Arbeitsmarkt: Attraktivierung und Modernisierung der Ausbildung, Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte wie auch den Ausbau der Kinderbetreuung.

Standort: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

An modernen Regelungen für die digitale Welt führen für die Branchensprecherin kein Weg vorbei. Immer öfter zeigt sich leider, dass die Gesetzgeber nicht mit den internationalen Tech-Multis Schritt halten können: „Mit der Registrierungspflicht für Sharing-Hosts ist damit Schluss. Keine Grauzonen mehr, sondern gleiche Voraussetzungen für alle.“ Das weitere Vorantreiben der Digitalisierungsstrategie, die Weiterentwicklung der ÖW wie auch die stärkere Bedeutung des Faktors Nachhaltigkeit streicht Reitterer ebenfalls hervor.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stadt München sieht trotz freiwilliger Vereinbarungen keine spürbare Entlastung im Univiertel. Oberbürgermeister Dominik Krause kündigt an, bei ausbleibender Verbesserung das Verkaufsverbot für Flaschenbier bereits ab 22 Uhr wieder einzuführen.

Die NGG unterstützt die Empfehlungen der Rentenkommission zur Abschaffung des Sonderstatus von Minijobs. Der DEHOGA warnt dagegen vor erheblichen Folgen für rund 1,1 Millionen geringfügig Beschäftigte im Gastgewerbe.

Im Supermarkt greifen viele Menschen zu veganen oder vegetarischen Produkten. Bald müssen sie sich an neue Namen gewöhnen: Bestimmte Begriffe, die an Tiere denken lassen, sind dann nicht mehr erlaubt.

Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf zur Erhöhung der Alkoholsteuer vorbereitet. Nach einem Medienbericht sollen Spirituosen, Sekt und Alkopops ab dem 1. Januar 2027 um 20 Prozent höher besteuert werden.

Die Bundesregierung hat die Frist zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpasst. Nach derzeitiger Planung soll das Gesetz erst Anfang 2027 in Kraft treten, während Berichtspflichten und Auskunftsansprüche ab Juni 2028 greifen sollen.

Eine eigene Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds hat eine Alternative zu den Reformplänen der Regierung erarbeitet. Das Konzept verspricht ziemlich viel. Wie soll es finanziert werden?

Arbeiten bei mehr als 30 Grad, vielleicht sogar körperlich? Das ist nicht nur anstrengend, sondern kann auch gefährlich werden. Gewerkschaften setzen sich für mehr Schutz ein.

Mit Ernst Fischer verliert das deutsche Gastgewerbe eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten. Der langjährige Präsident und spätere Ehrenpräsident des DEHOGA Bundesverbandes ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Sein Wirken reicht weit über seine Amtszeit hinaus.

Die Diskussion um die mögliche Abschaffung oder deutliche Einschränkung von Minijobs wird derzeit mit erstaunlich vielen Emotionen geführt – und erstaunlich wenig über die eigentlichen Auswirkungen. Ein Kommentar von Marc Schnerr.

Die Rentenkommission hat eine Reihe von Vorschlägen zur Zukunft der Alterssicherung vorgelegt. Vom Renteneintrittsfenster bis zur Kapitalrente – das steckt hinter den ungewohnten Begriffen.