Thomas Bareiß: "Es wird keine "Zero-Covid-Strategie" geben können"

| Politik Politik

Nachdem die Bundesregierung die Reisewarnung für mehr als 80 Corona-Risikogebiete aufgehoben hat, ist der Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), trotz der Ausbreitung der Delta-Variante in Europa optimistisch, dass die Inzidenzen in Deutschland nicht wieder ansteigen. Gerade die letzten paar Monate hätten gezeigt, dass "die Einreiseverordnung funktioniert und dass wir sicheres Reisen gewährleisten können", so Bareiß am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin.

"Die Regionen, die auch wirklich wenig Gefahren aufweisen, haben wir relativ stark geöffnet, haben Reisen möglich gemacht. (...) Und dort, wo Gefahren bestehen, haben wir klare Vorgaben, auch was Tests angeht, was Quarantänevorschriften angeht, und dadurch schaffen wir eine flexible Lösung, die Reisen möglich macht, Freiheiten gewährt, aber dennoch eine hohe Schutzfunktion für die Bürger hat."

Die aktuell niedrigen Inzidenzen seien "ein gutes Signal", aber "wir müssen auch mit dem Virus leben können. Wir können auch darauf reagieren, wenn es wieder schwieriger wird, wir haben gelernt, damit umzugehen." Perspektivisch müsste man sich im Tourismus mit der Pandemie arrangieren, denn "es wird keine 'Zero-Covid-Strategie' geben können. Wir werden nicht ohne Krankheit leben in den nächsten Jahren", so der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Berliner Restaurants, Cafés und Kneipen sollen ihre Gäste in Zukunft länger auch vor der Türe bedienen dürfen. Das steht im Entwurf eines Gaststättengesetzes, den der Senat auf den Weg brachte.

Fernsehen, Spitzenküche - und jetzt auch noch Kommunalpolitik für Alexander Herrmann? Die Wählerinnen und Wähler im oberfränkischen Landkreis Kulmbach haben entschieden.

Das neue Tariftreuegesetz trifft die Hotellerie im Kern: Zimmerkontingente und Tagungen für den Bund hängen künftig an strikten Tarifvorgaben. Der Dehoga warnt trotz Nachbesserungen vor einem enormen Prüfaufwand für die Betriebe.

Unter welchen Namen dürfen Burger und Schnitzel ohne Fleisch in der EU verkauft werden? Nach viel Wirbel gibt es eine Einigung. Komplett glücklich ist der deutsche Minister damit nicht.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger spricht sich für einen Karenztag bei Krankheit aus. Lohn soll es dann erst ab dem zweiten Krankheitstag geben. Was er sich davon verspricht.

Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden fordert in einem Brandbrief den Stopp der Potsdamer Verpackungssteuer. Sie warnen vor Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent und bezweifeln den ökologischen Nutzen der Abgabe.

Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.

Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Verbot der Bettensteuer durch den Freistaat Bayern vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Zuerst muss aber noch der Stadtrat zustimmen.

Die Idee einer Steuer auf zuckerhaltige Getränke stößt in der Bevölkerung einer Umfrage zufolge auf große Zustimmung. 60 Prozent der Befragten bewerten eine Steuer positiv, deren Höhe mit dem Zuckergehalt des Getränks steigt.