Tourismus in Sachsen hat sich von Pandemie noch nicht erholt

| Politik Politik

Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch sieht die Branche durch die Corona-Pandemie erheblich geschwächt. Die Folgen seien noch längere Zeit spürbar, die Eigenkapitalquote der Betriebe sei geschrumpft, sagte Klepsch am Donnerstag im Landtag.

Die Pandemie habe den Tourismus mit am härtesten getroffen. Auch nachdem die Zugangsbeschränkungen weggefallen sind, erhole sich das Geschäft nicht sofort. Die Branche brauche weiter politische Unterstützung, auch wenn man bereits viel Hilfe auf den Weg gebracht habe.

Klepsch erinnerte daran, dass Mittel für dringende Erhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen mittelfristig oft nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind. Der geschätzte Umsatzverlust der gesamten Branche betrage 40 Prozent, für die Jahre 2020 und 2021 insgesamt sieben Milliarden Euro. Die Übernachtungen von Urlaubern in Sachsen seien 2021 im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 um 37 Prozent eingebrochen, die Besucherzahlen hätten um 47 Prozent unter dem Niveau von 2019 gelegen.

Antje Feiks (Linke) sagte, dass sich durch die Pandemie Ansprüche an das Reisen und den Tourismus verändert hätten. Das werde auch so bleiben. Deshalb sei es sinnvoll, Geld in die Neuausrichtung zu stecken. Es gehe nicht nur um die Bewältigung der Krise, sondern auch um die Zeit danach. Geld allein werde die Wunden nicht heilen können. Auch die Fachkräftefrage müssten strategisch gelöst werden. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Tarifgespräche im Gastgewerbe von Rheinland-Pfalz sind ohne Einigung beendet. Der DEHOGA erklärt die Verhandlungen mit der NGG für gescheitert und empfiehlt den Betrieben eine freiwillige Lohnerhöhung von 3,5 Prozent.

Potsdam plant eine Verpackungssteuer gegen Müllberge noch in diesem Jahr. Andere Städte in Brandenburg zweifeln an der Abgabe: zu hoher Aufwand, zu wenig Wirkung.

Das Europäische Parlament hat neue Regeln für Pauschalreisen beschlossen. Während der Deutsche Reiseverband die Sachlage im Vorfeld überwiegend positiv bewertet, sieht die Hotellerie noch offene Fragen bei einzelnen Vorgaben der Richtlinie.

Weniger Bürokratie, längere Öffnungszeiten: Ein neues Gesetz soll Berlins Gastronomie entlasten und den Service für Gäste verbessern. Was sich für Betreiber und Besucher ändern könnte.

Berliner Restaurants, Cafés und Kneipen sollen ihre Gäste in Zukunft länger auch vor der Türe bedienen dürfen. Das steht im Entwurf eines Gaststättengesetzes, den der Senat auf den Weg brachte.

Fernsehen, Spitzenküche - und jetzt auch noch Kommunalpolitik für Alexander Herrmann? Die Wählerinnen und Wähler im oberfränkischen Landkreis Kulmbach haben entschieden.

Das neue Tariftreuegesetz trifft die Hotellerie im Kern: Zimmerkontingente und Tagungen für den Bund hängen künftig an strikten Tarifvorgaben. Der Dehoga warnt trotz Nachbesserungen vor einem enormen Prüfaufwand für die Betriebe.

Unter welchen Namen dürfen Burger und Schnitzel ohne Fleisch in der EU verkauft werden? Nach viel Wirbel gibt es eine Einigung. Komplett glücklich ist der deutsche Minister damit nicht.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger spricht sich für einen Karenztag bei Krankheit aus. Lohn soll es dann erst ab dem zweiten Krankheitstag geben. Was er sich davon verspricht.

Eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden fordert in einem Brandbrief den Stopp der Potsdamer Verpackungssteuer. Sie warnen vor Preissteigerungen von bis zu 50 Prozent und bezweifeln den ökologischen Nutzen der Abgabe.