Tourismuswirtschaft begrüßt EU-Kompromiss für mehr Transparenz

| Politik Politik

Europäisches Parlament, Kommission und Rat haben sich im Rahmen so genannter Trilog-Verhandlungen auf ein Ergebnis zu einem Teil des „New Deal for Consumers“ geeinigt: Mit dem Richtlinienentwurf betreffend die Durchsetzung und Modernisierung der EU-Verbraucherschutzvorschriften wollen die EU-Gremien mehr Transparenz bei Rankings und Algorithmen schaffen, indem die Kriterien, nach denen Online-Marktplätze ihre Ergebnisse listen, im Wesentlichen offengelegt werden müssen.

Damit wird eine wesentliche Forderung der deutschen Tourismuswirtschaft erfüllt, die der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft, der Dehoga-Bundesverband, der Hotelverband Deutschland (IHA) und der Deutsche Reiseverband (DRV) auch in ihrer gemeinsamen Stellungnahme zum Entwurf des New Deal for Consumers im vergangenen Jahr in den Mittelpunkt gestellt hatten.

Weiterhin mit Sorge betrachtet die Tourismuswirtschaft aber die ebenfalls im „New Deal for Consumers“ vorgeschlagene Einführung einer Sammelklage, die in dieser Woche in den EU-Gremien weiter beraten wird.

Dazu erklärt BTW-Generalsekretär Michael Rabe:

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Forderung nach mehr Transparenz bei Rankings im Online-Handel nun tatsächlich in die Tat umgesetzt werden soll. Diese Transparenz ist im Sinne der Unternehmen der Tourismuswirtschaft und ihrer Kunden überfällig und unerlässlich. Verbraucher und Unternehmer müssen sich bislang viel zu häufig fragen, nach welchen Kriterien die Buchungsportale ihre Ergebnisse listen, wie also Rankings zustande kommen. Dass hier mehr Licht ins Dunkel gebracht werden soll, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Für genau diesen Transparenzzuwachs haben wir geworben.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wirtschaftsverbände in Potsdam fordern die Aussetzung der für Juli geplanten Verpackungssteuer aufgrund anhaltender Unklarheiten bei der Umsetzung. Die Allianz warnt zudem vor Wettbewerbsnachteilen und einer mangelnden Lenkungswirkung der Abgabe.

Die Österreichische Hotelvereinigung drängt auf eine gesetzliche Regulierung von Online-Bewertungsplattformen nach italienischem Vorbild. Eine aktuelle Umfrage zeigt eine breite Zustimmung in der Bevölkerung für eine Verifizierungspflicht bei Rezensionen.

Das Rückmeldeverfahren zu frühen Corona-Hilfen, die 2020 an Unternehmen geflossen waren, hatte Debatten ausgelöst. Nun will das Land Hessen die Verwaltungspraxis ändern. Der Dehoga erklärte, man sei damit nicht glücklich, aber zufrieden.

Eine Bitkom-Langzeitstudie zeigt, dass zehn Jahre nach Einführung der Datenschutz-Grundverordnung der betriebliche Umsetzungsaufwand für Unternehmen massiv gestiegen ist.

Die Österreichische Hotelvereinigung kritisiert die geplante Erhöhung der Alkoholsteuer und warnt vor steigenden Kosten für den Tourismus. Verbandspräsident Walter Veit fordert angesichts der allgemeinen Teuerung Entlastungen und Entbürokratisierung statt neuer Steuern.

Rund um die Event-Messe Imex in Frankfurt ist es in Frankfurt zu ersten Warnstreiks im hessischen Hotel- und Gastronomiegewerbe gekommen. Rund 400 Beschäftigte von Hotels und Caterern seien dem Aufruf gefolgt, teilte die Gewerkschaft NGG mit.

Zum Auftakt der Veranstaltungsmesse Imex hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Beschäftigte mehrerer Frankfurter Messe-Hotels zu einem Warnstreik aufgerufen.

Der Acht-Stunden-Arbeitstag gilt seit 1918 in Deutschland. Die Koalition aus Union und SPD will nach den bisherigen Plänen stattdessen einen wöchentlichen Rahmen für die Arbeitszeit einführen, doch es gibt Streit um das Vorhaben.

Die Corona-Pandemie hatte viele Thüringer Unternehmen vor Existenzprobleme gestellt. Der Staat half mit viel Geld. Ein Teil davon wurde zurückgefordert. Das ist der Stand in Thüringen.

Die Bundesregierung hat für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eine befristete Verordnung zu Ausnahmen beim Lärmschutz beschlossen. Damit können Public-Viewing-Veranstaltungen laut Mitteilung teilweise auch bis in die Nacht stattfinden. Wie die Bundesregierung mitteilt, hat inzwischen auch der Bundesrat formal zugestimmt.