Tschechien: Lockerungen für Gastronomie und Einzelhandel bis Ende April

| Politik Politik

Tschechiens Regierung rechnet mit ersten Lockerungen für die Gastronomie und den Einzelhandel bis Ende des Monats. «Vorausgesetzt, dass alles gut geht, könnten Ende April schrittweise Dienstleistungsbetriebe, Geschäfte und Restaurant-Außenbereiche öffnen», sagte Innenminister Jan Hamacek am Dienstag der Zeitung «MF Dnes.»

Die meisten Geschäfte sind wegen der Corona-Pandemie - abgesehen von einer kurzen Unterbrechung vor Weihnachten - seit Oktober geschlossen. Ausgenommen sind Läden für den täglichen Bedarf wie Supermärkte und Drogerien.

Hamacek bekräftigte erneut, dass der Corona-Notstand in Tschechien nicht mehr verlängert werden soll. Der Ausnahmezustand läuft in der Nacht vom 11. auf den 12. April aus. Damit endet die nächtliche Ausgangssperre sowie das Verbot, den eigenen Wohnbezirk zu verlassen.

Andere Maßnahmen dürften nach dem neuen Pandemie-Gesetz weitergeführt werden. Es trat Ende Februar in Kraft und ähnelt dem Infektionsschutzgesetz in Deutschland.

Die dritte Corona-Welle hat Tschechien hart getroffen, doch die Lage bessert sich stetig. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich nach aktuellen Zahlen noch rund 350 Menschen je 100 000 Einwohner an. In Deutschland lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 123.

Seit Pandemiebeginn gab es in Tschechien mehr als 1,5 Millionen bestätigte Infektionen und 27 169 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der DEHOGA kritisiert Pläne der Rentenkommission, den Sonderstatus von Minijobs künftig auf Schüler zu beschränken. Der Verband warnt vor erheblichen Folgen für die Personalplanung in Hotellerie und Gastronomie.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat ein neues Landesgaststättengesetz beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem längere Öffnungszeiten für die Außengastronomie in künftig festzulegenden Ausgehvierteln.

Die Rentenkommission will beitragsfreie Minijobs künftig auf Schüler beschränken. Besonders das Gastgewerbe könnte von der geplanten Änderung betroffen sein: Jeder zweite Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie arbeitet auf Minijob-Basis.

München will die Vermietung von Ferienwohnungen künftig stärker kontrollieren. Der Sozialausschuss des Stadtrats hat eine Registrierungspflicht beschlossen und weitere Änderungen bei der Zweckentfremdung von Wohnraum auf den Weg gebracht.

Die Chefin der «Wirtschaftsweisen» wirbt für einen Abbau von Subventionen. Steigende Preise und Kosten könnten nicht immer wieder abgefedert werden. Deutschland lebe auf Pump. insbesondere fordert Monika Schnitzer die Rücknahme der Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie.

Die Chefin der «Wirtschaftsweisen» wirbt für einen Abbau von Subventionen. Steigende Preise und Kosten könnten nicht immer wieder abgefedert werden. Deutschland lebe auf Pump.

50 Cent extra pro Einwegbecher? Die Wirtschaft in Potsdam reagierte verärgert. Jetzt soll die Verpackungssteuer auf Einweggeschirr in der Landeshauptstadt später kommen als vorgesehen.

Der Entwurf zur Reform des Arbeitszeitgesetzes sorgt für Kritik aus Wirtschaft, Hotellerie und Politik. Streitpunkt sind vor allem die geplante Tarifbindung bei flexibleren Arbeitszeiten sowie die verpflichtende elektronische Zeiterfassung. Branchenvertreter des Gastgewerbes sind auf der Zinne.

Die Arbeitszeitregeln sollen gelockert werden, das hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart. Wie sehr, ist noch offen. Ein erster Entwurf hält grundsätzlich am Achtstundentag fest.

Das Europäische Parlament hat neue Vorgaben für die Bezeichnung pflanzlicher Lebensmittel gebilligt. Während Begriffe wie „Veggie-Burger“ erlaubt bleiben sollen, könnten Bezeichnungen wie „Veggie-Hühnchen“ oder „veganer Speck“ künftig untersagt werden.