Verträge mit Betreibern laufen aus: Hunderte Ukrainer verlassen Hostels in Berlin

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Das Land Berlin will zahlreiche geflüchtete Ukrainer, die zunächst in Hostels untergekommen sind, in andere Bundesländer verteilen. Am Montag begann der Auszug aus einem Hostel in Lichtenberg, wie ein Sprecher des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten sagte. Auch ein Hostel in Mitte sollten die Ukrainer verlassen. Sie würden zunächst mit Bussen zum Ankunftszentrum am Flughafen Tegel gebracht, um von dort weiterverteilt zu werden.

Hintergrund ist nach Angaben des Amts, dass die Verträge mit den Hostelbetreibern auslaufen. Ziel sei es, die Menschen in Regionen zu bringen, wo es mehr Möglichkeiten zur Unterbringung und Arbeit gebe.

Der Berliner CDU-Abgeordnete Danny Freimark warf dem Senat vor, herzlos zu handeln. Die Menschen in dem Lichtenberger Hostel an der Storkower Straße würden vor Ort unterstützt und wollten nicht weg. Nach Angaben des Amts sind dort insgesamt 301 Menschen betroffen. Aus einem weiteren Hostel an der Köpenicker Straße in Mitte sollten 230 Menschen ausziehen. Auch am Sonntag habe es Auszüge aus zwei Hostels gegeben.

Amtssprecher Sascha Langenbach verwies auf die große Zahl von Flüchtlingen, die Berlin erreichen. Mehrere tausend davon seien in Hostels untergebracht worden. Die Stadt könne aber nicht alle dauerhaft aufnehmen. «Wir versuchen, den Leuten das zu erklären.» Ausnahmen gebe es für Ukrainer, die eine dauerhafte Unterkunft oder direkte Verwandte in Berlin haben oder die transportunfähig seien. (dpa)


 

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