„Wer Rassist ist, kann kein Touristiker sein.“

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Die AfD hat den Vorsitz des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages übernommen. Der Proporz macht es möglich, dass der AfD-Mann Sebastian Münzenmaier einen der höchsten touristischen Posten im Land innehat. Gegen ihn ist ein Verfahren wegen eines Hooligan-Überfalls anhängig. Tourismuspolitische Position sucht man bei der Partei bislang vergebens. Jetzt bekam Münzenmaier seine erste große Bühne. Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin sei der Vorsitzende des Tourismusausschusses höflich aufgetreten, hätte interessierte Nachfragen gestellt und auf Typ „guter Schwiegersohn“ gemacht. Im Wahlkampf propagierte Münzenmaier als Spitzenkandidat der rheinland-pfälzischen AfD eine „Verabschiedungskultur“ statt einer Willkommenskultur.

Die relevanten Verbände unterstreichen zaghaft, dass Fremdenfeindlichkeit in der Branche nichts zu suchen habe. Der Deutsche Tourismusverband spricht von einer „Belastungsprobe“ für die Tourismusbranche. Die Gewerkschaft NGG kündigt Widerstand an. Ein Mitglied des Tourismusausschusses im Bundestag formuliert laut Zeitung „Die Welt“ recht deutlich: „Wer Rassist ist, kann kein Touristiker sein.“
 

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