Wirtschaftsministerium erwartet weiterhin Rezession im Winter

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Trotz eines unerwarteten Wachstums der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal hält die Bundesregierung an ihren gedämpften Konjunkturerwartungen fest. Unter dem Strich bestätige sich das Bild der Herbstprojektion, nach der die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr noch um 1,4 Prozent wachsen dürfte, hieß es im am Montag veröffentlichten Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums. «Im Winterhalbjahr 2022/2023 dürfte die deutsche Wirtschaft dann in eine Rezession rutschen.»

Für das kommende Jahr 2023 wird als Folge im Jahresdurchschnitt ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die anhaltend hohen Energiepreise, die steigende Inflation und die damit verbundenen Kaufkraftverluste belasteten zunehmend die deutsche Wirtschaft, schrieb das Bundeswirtschaftsministerium.

Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes war Europas größte Volkswirtschaft im Zeitraum Juli bis einschließlich September um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Trotz der hohen Inflation, die inzwischen 10 Prozent überschritten hat, trugen dazu vor allem die privaten Konsumausgaben bei. Ökonomen hatten angesichts der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges im Schnitt mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet.


 

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