Wolfgang Bosbach für 2G im Karneval

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Wolfgang Bosbach (69) plädiert dafür, im Karneval nur Geimpfte und Genesene zu Saalveranstaltungen zuzulassen. «Für das Feiern in geschlossenen Veranstaltungen bin ich mir sehr sicher, dass es weit überwiegend wenn nicht gar ausnahmslos nur mit 2G geht und darüber hinaus auch mit strikten Einlasskontrollen», sagte der frühere CDU-Politiker und bekennende Karnevalist am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Köln. «Regeln machen nur Sinn, wenn ihre Einhaltung auch kontrolliert wird», betonte er.

Vorbild für ihn seien die strikten Einlasskontrollen am Fußballstadion in Köln. «Ich musste sogar schmunzeln, weil der Ordner am Eingang gesagt hat: "Herr Bosbach, schön Sie zu sehen! Ich brauche Ihren Personalausweis!" Da habe ich gesagt: "Hören Sie mal, Sie haben mich doch grad mit Namen begrüßt!" - "Ja, trotzdem!" Also musste ich meinen Impfnachweis zeigen und den Personalausweis.»

Im Karneval müsse man im Übrigen unterscheiden: «Wegen der Sitzungen würde ich mir nicht so große Sorgen machen wie wegen der Bälle.» Damit das Gedränge dort auf der Tanzfläche nicht zu groß werde, empfehle es sich möglicherweise, nicht so viele Karten zu verkaufen wie sonst, riet der frühere Experte für Innenpolitik und Bundestagsabgeordnete.

Interessant sei, dass einige Wirte in der Kölner Innenstadt am 11.11. gar nicht erst öffnen wollten. Vor den Bühnen etwa in der Kölner Altstadt gelte auch unter freiem Himmel 2G, was er für absolut richtig halte. Der organisierte Karneval sei bisher sehr verantwortungsbewusst mit Corona umgegangen, sagte Bosbach. «Wir haben ja voriges Jahr alles abgesagt.» Jetzt sei die Lage aber anders, da die Mehrheit der Bevölkerung geimpft sei.

Für ihn selbst gelte: «Ich verhalte mich zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch genauso wie zwischen Aschermittwoch und dem 11.11. auch, nämlich sehr vernünftig und verantwortungsbewusst auf der einen Seite, aber ich habe auch nicht vor, mein Leben allein durch Corona bestimmen zu lassen.» Weil er Risiko-Patient sei, sei er mittlerweile schon zum dritten Mal geimpft. «Ich bin kein Bruder Leichtfuß, aber ich bin auch weit von jeder Panik entfernt.» (dpa)


 

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