AccorHotels nutzt Biometrie fürs Marketing

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Geht es um die Nutzung biometrischer Daten in der Reisebranche, handelt es sich meistens um Sicherheitsmaßnahmen wie Software zur Gesichts- oder Iriserkennung. Dadurch können zum Beispiel Passagiere ihre Gates erreichen, ohne ihren Pass vorzuzeigen. Eine etwas andere Form der Nutzung kommt laut Skift nun bei AccorHotels zum Einsatz, um die Fusion des eigenen Treueprogramms mit denen von Raffles, Swissotel und Fairmont zu vermarkten. 

Potenzielle AccorHotels-Gäste können dazu ihre eigenen Biometrie-Tests per Handy oder PC durchführen, um so zu erfahren, wohin sie reisen und welches Hotel sie auswählen sollen. So soll das sogenannte Seeker-Programm nicht nur erkennen, an was die Urlauber gerade denken, sondern auch, was sie gerade fühlen.


Für die Tests wird die Webcam oder die Kamera eines Smartphones genutzt, um die Herzfrequenz und den Puls einer Person zu messen. So soll herausgefunden werden, welche Art von Reisender der Nutzer ist. Dazu werden zum Beispiel heiße und kalte Destinationen verglichen und die Reaktion der Person gemessen.  

Bei der Durchführung der Tests arbeitet das Unternehmen mit Mike Manh von der Kreativagentur The Mill zusammen. So soll sichergestellt werden, dass die wissenschaftliche Basis der Tests auch korrekt ist. Biometrie sei zwar sehr genau und zuverlässig, erklärte der Entwickler. Da sie jedoch zum ersten Mal zur Erkennung von Reisepräferenzen eingesetzt werde, gebe es allerdings keine langfristigen Studien als Beweis. 

Das mit dem ersten Mal ist natürlich ein wenig geflunkert. Expedia und die Tourismusorganisation von Hawai hatten mit "Discover Your Aloha" bereits vor zwei Jahren eine Kampagne aufgelegt, die ebefalls die Kameras in Computern und Smartphones nutzte, um Reiseempfehlungen zu geben.

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