Finanzierung - Profitize erhält 1,4 Millionen Euro

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Südtiroler Unternehmen Profitize hat nach eigenen Angaben eine Seed-Finanzierung über 1,4 Millionen Euro abgeschlossen. An der Finanzierungsrunde beteiligen sich laut Mitteilung der Alpine Fund von Redstone und Euregio⁺, der österreichische aws Gründungsfonds sowie mehrere Business Angels aus der Hotelbranche.

Wie das Unternehmen mitteilt, soll das Kapital für den Ausbau der Technologie sowie für die Expansion in weitere europäische Märkte eingesetzt werden. Die Plattform werde derzeit von rund 150 Hotels und Gastronomiebetrieben in Europa genutzt.

Profitize bündelt Daten aus verschiedenen Hotel-Systemen

Nach Angaben des Unternehmens richtet sich die Plattform an Hotels und Gastronomiebetriebe, die Finanz- und Betriebsdaten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen wollen. Dazu zählen laut Mitteilung unter anderem Daten aus Property-Management-Systemen, Buchhaltung, Dienstplanung und Energieversorgung.

Profitize bietet nach eigenen Angaben Funktionen für Forecasts, Budgetplanung, Cashflow-Analysen und KI-gestützte Handlungsempfehlungen.

Simon Falkensteiner gründete zuvor Revenue-Management-System RateBoard

Zum Gründerteam gehören laut Mitteilung Simon Falkensteiner, Michael Gorfer und Technikchef Mark Nardi. Falkensteiner hatte bereits 2015 das Revenue-Management-System RateBoard gegründet, das 2020 an die italienische Zucchetti-Gruppe verkauft wurde.

„Die Hospitality-Branche arbeitet mit enormen Datenmengen, aber oft ohne die Möglichkeit, daraus fundierte Entscheidungen abzuleiten“, sagt Falkensteiner laut Mitteilung. „Bei RateBoard haben wir die Umsatzseite optimiert. Mit profitize gehen wir jetzt an die Kostenseite – denn am Ende zählt, was unterm Strich übrig bleibt.“

Unternehmen nennt Beispiele aus Hotels und Gastronomiebetrieben

Nach Angaben von profitize nutzen Hotels unterschiedlicher Größenordnungen die Plattform, darunter inhabergeführte Einzelhotels sowie Hotelgruppen. Die Anwendungen reichen laut Mitteilung von Budgetierung und Forecasting bis zum Cashflow-Management und Analysen zur Personalproduktivität.

Das Unternehmen nennt zudem ein Beispiel aus einem Ferienhotel mit 40 Zimmern in Südtirol. Dort seien die Personalkosten nach Angaben von profitize um 10 Prozent gesunken. Dies sei durch eine präzisere Steuerung der Dienstpläne auf Basis von Belegungsprognosen erreicht worden.

Investoren verweisen auf Marktpotenzial und Branchenerfahrung

Die Finanzierungsrunde werde von Alpine Fund sowie dem aws Gründungsfonds angeführt, teilt das Unternehmen mit. Darüber hinaus beteiligten sich mehrere Business Angels aus der Branche.

Ben Scheidt, Partner bei Redstone, erklärt laut Mitteilung: „profitize beobachten wir schon lange und sind froh, nun mit an Bord zu kommen. Das Team ist stark im Hospitality Bereich vernetzt und kennt die echten Painpoints der Kunden.“

Lukas Punzet, Investment Manager beim aws Gründungsfonds, wird mit den Worten zitiert: „Die Lösung adressiert einen klaren Need in der Hotellerie, und die bisherige Traktion zeigt, dass der Ansatz im Markt funktioniert.“

Kapital soll in Technik, Personal und Expansion fließen

Wie profitize mitteilt, soll die Finanzierung in den Ausbau der Plattform, anonymisierte Branchenvergleiche sowie zusätzliche Produktivitätsanalysen investiert werden. Außerdem plant das Unternehmen nach eigenen Angaben die Expansion in Italien, Österreich und weitere europäische Märkte sowie den Ausbau der Technologie- und Kundenteams.


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