Gastrofix und Betterspace verknüpfen Kasse mit digitaler Gästemappe

| Technologie Technologie

In einem Gemeinschaftsprojekt zur Modernisierung des Room Service haben Gastrofix und Betterspace eine Schnittstelle entwickelt, mit der sich die digitale Gästemappe erstmals an ein Kassensystem koppeln lässt. Dadurch gehen Zimmer-Bestellungen der Hotelgäste nicht mehr über mehrere Stationen, sondern auf direktem Wege ins Restaurant. Erste Tests seien vielversprechend verlaufen, die Schnittstelle werde demnächst offiziell zur Verfügung stehen, erklärten die Unternehmen.

Und so funktioniert es: Der Gast wählt seine Bestellung aus dem Menü des Hotel-Restaurants aus, das entweder auf dem In-Room-Tablet oder in der App auf dem eigenen Smartphone gespeichert ist. Anschließend erscheint die Order im Kassensystem des Restaurants, ohne dass sie von der Rezeption weitergeleitet werden muss. Der Kellner im Restaurant gibt sie mit einem Klick frei, um den Bondruck an der Bar oder in der Küche auszulösen. 

„Die Verzahnung von Gästemappe und Kassensystem ist in Deutschland einzigartig und ein Quantensprung für den Room Service der Zukunft“, meint Stefan Brehm, Geschäftsführer von Gastrofix und Mitinitiator des Gemeinschaftsprojektes. „Hotels mit angeschlossenem Restaurant können künftig spürbare Mehrumsätze pro Gast erzielen.“ Ähnlich sieht es Betterspace-Mitgründer Benjamin Köhler: „Ein traditionell fehleranfälliger und personalintensiver Prozess in der immer noch unterdurchschnittlich digitalisierten During-Stay-Phase wird endlich optimiert und die Kommunikation mit dem Gast auf ein ganz neues Level gebracht. So begeistert man seine Kunden und macht sie zu Botschaftern seines Hauses. Ganz nebenbei wird auch das eigene Personal entlastet – ein in Zeiten des Fachkräftemangels nicht ganz unwichtiger Aspekt.“ Getestet wurde die neue Verknüpfung im Parkhotel Emstaler Höhe in Nordhessen. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Bitkom-Studie belegt gravierende Lücken in der Krisenvorsorge der deutschen Wirtschaft. Bei einem Ausfall des Internets könnten viele Unternehmen ihren Betrieb nicht einmal einen vollen Tag aufrechterhalten.

OpenAI testet in den USA Werbeplatzierungen innerhalb von ChatGPT und schafft damit einen neuen Marketingkanal für die Reisebranche. Die Integration gesponserter Inhalte in den Dialogprozess könnte die Gästegewinnung und die digitale Sichtbarkeit von Hotels künftig nachhaltig verändern.

Pressemitteilung

Auf der INTERGASTRA 2026 präsentiert DIRS21 seine neue Hotel-App DIRS21 Live, die entwickelt wurde, um operative Hotelprozesse zu vereinfachen und Servicequalität messbar zu steigern. Besucherinnen und Besucher können die App vom 7. bis 11. Februar 2026 am DIRS21-Stand in Halle 4, Stand 4C45 erleben.

Noch unschlüssig, wohin es in den Ferien gehen soll? Wie Künstliche Intelligenz bei der Planung des nächsten Urlaubs an der Nordseeküste helfen kann - und in welche Falle Reisende nicht tappen dürfen.

Der DEHOGA geht digital in die Offensive: Mit der neuen DEHOGA-App erhalten Mitgliedsbetriebe Zugriff auf Expertenwissen und rechtliche Vorlagen. Eine integrierte Künstliche Intelligenz soll die Recherche im Gastgewerbe beschleunigen und die Verbandsarbeit modernisieren. Nicht alle Landesverbände machen mit.

Accor macht sein Hotelangebot über ChatGPT durchsuchbar. Nutzer können Preise und Verfügbarkeiten abrufen, die eigentliche Buchung erfolgt jedoch weiterhin ausschließlich über die Plattform des Konzerns.

Accor weitet die eigene digitale Präsenz aus und integriert ihre Buchungs- und Loyalitätsplattform ALL in das KI-System ChatGPT. Damit ermöglicht das Unternehmen die Suche und Auswahl von Hotelunterkünften direkt über den Chatbot.

Rückblickend auf das Jahr 2025 legt Betterspace seine Zahlen vor, die eindrucksvoll verdeutlichen, wie wachstumsorientiert sich das Unternehmen wirtschaftlich und strukturell in die Zukunft bewegt. Die Spezialisten für wegweisendes Energiemanagement in Gewerbegebäuden konnten ihren Umsatz verdoppeln.

Das Hotel-Betriebssystem Mews sichert sich 300 Millionen US-Dollar neues Kapital. Mit einer Bewertung von 2,5 Milliarden US-Dollar will das Unternehmen nun massiv in künstliche Intelligenz investieren, um die Automatisierung in der weltweiten Hotellerie voranzutreiben.

Eine aktuelle Analyse beleuchtet die schwindende Marktmacht von Booking.com im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: Da die Auswahl der Hotels künftig verstärkt durch Algorithmen von Google und OpenAI erfolge, könnte das Portal Kontrolle über die digitale Sichtbarkeit einbüßen, so eine Analyse.