Technikprobleme: Über ein Drittel fragt ungern nach Hilfe

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Bei der Bewältigung von Problemen mit digitalen Geräten und Anwendungen greift die Mehrheit der Menschen in Deutschland auf Unterstützung aus dem persönlichen oder beruflichen Umfeld zurück. Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom bitten insgesamt 78 Prozent der Bürger andere Personen um Unterstützung, wenn sie bei digitalen Anwendungen oder Geräten nicht weiterkommen.

Gleichzeitig gaben 51 Prozent der Befragten an, technische Probleme am liebsten eigenständig lösen zu wollen. Mehr als ein Drittel der Befragten, genau 36 Prozent, empfindet es wiederum als unangenehm, andere Personen bei IT-Problemen um Unterstützung zu bitten. Die Daten basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, die im Auftrag des Verbands durchgeführt wurde. Der Anlass für die Veröffentlichung der Ergebnisse ist der bundesweite Digitaltag am 26. Juni 2026.

Jüngere Befragte und Männer mit höherer Hemmschwelle

Die Zurückhaltung bei der Bitte um Unterstützung ist laut der Erhebung je nach Geschlecht und Alter unterschiedlich ausgeprägt. Nach Angaben des Verbands geben 40 Prozent der Männer an, ungern um Hilfe bei digitalen Anwendungen oder Geräten zu bitten. Bei den Frauen liegt dieser Anteil bei 33 Prozent. Die Auswertung nach Alter zeigt, dass die Zurückhaltung zunimmt, je jünger die Befragten sind. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen empfindet es fast die Hälfte, konkret 47 Prozent, als unangenehm, bei Technikproblemen um Unterstützung zu fragen. Bei den Personen ab 65 Jahren beläuft sich dieser Anteil hingegen auf 30 Prozent.

„Digitale Technologien entwickeln sich schnell, und nicht jedes Problem lässt sich auf Anhieb allein lösen. Umso wichtiger ist es, dass Menschen im Alltag verschiedenste niedrigschwellige Unterstützungsangebote finden und ihre digitalen Kompetenzen kontinuierlich weiterentwickeln können. Genau hier setzt der Digitaltag mit seinen vielfältigen Angeboten an“, sagt Leah Schrimpf, Leiterin Digitale Gesellschaft beim Bitkom, laut einer Mitteilung. Zum Digitaltag am 26. Juni 2026 seien bundesweit zahlreiche Aktionen geplant, um die Digitalkompetenzen der Menschen zu stärken.

Unterstützer für andere Personen

Ein beachtlicher Teil der Befragten stuft sich selbst wiederum als Unterstützer für andere Personen ein. Wie der Verband mitteilt, sagen 45 Prozent der Deutschen von sich, anderen Personen bei Fragen zu digitalen Geräten und Anwendungen häufig weiterhelfen zu können. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern fallen in diesem Bereich gering aus. Während 47 Prozent der Männer angeben, häufiger Hilfestellung zu leisten, sind es bei den Frauen 44 Prozent. Deutlichere Abweichungen zeigen sich beim Blick auf die Generationen. Unter den 16- bis 29-Jährigen erklären 52 Prozent, dass sie anderen Personen häufig helfen können. Bei den Befragten ab 65 Jahren liegt dieser Wert laut den Angaben der Untersuchung bei 26 Prozent.


 

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