Google plant Anpassungen der Suchergebnisse für Hotels und Gastronomie

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Angesichts drohender Milliardenstrafen durch die Europäische Union bereitet Google Änderungen an der Darstellung seiner Suchergebnisse vor. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, sollen Konkurrenzangebote in den Bereichen Hotels, Flüge und Restaurants künftig prominenter platziert werden. Damit reagiert der Mutterkonzern Alphabet auf Vorwürfe der EU-Kommission, eigene Dienste in der Suche bevorzugt zu behandeln.

Hintergrund der Anpassungen unter dem Digital Markets Act

Seit März vergangenen Jahres steht Google im Visier der EU-Wettbewerbshüter. Dem Unternehmen wird ein Verstoß gegen den Digital Markets Act (DMA) vorgeworfen. Bisherige Vorschläge von Google zur Gleichbehandlung von Wettbewerbern wurden von betroffenen Branchenvertretern, insbesondere vertikalen Suchdiensten (Vertical Search Services, VSS), als unzureichend kritisiert.

Der Konflikt betrifft vor allem spezialisierte Suchportale für das Gastgewerbe sowie Direktanbieter wie Hotelketten und Fluggesellschaften. Diese werfen dem Technologiekonzern vor, durch die prominente Platzierung eigener Google-Dienste den Wettbewerb zu verzerren.

Neue Struktur der Suchergebnisse in Europa

Die geplanten Änderungen sehen vor, dass sowohl Ergebnisse spezialisierter Suchmaschinen als auch Google-eigene Resultate angezeigt werden. Laut dem Insider sollen hochgelistete vertikale Suchmaschinen standardmäßig angezeigt werden.

Für die Hotellerie und Gastronomie bedeutet dies: Angebote von Hotels, Restaurants und Transportdienstleistern, die Echtzeitdaten über Feeds bereitstellen, werden künftig entweder oberhalb oder unterhalb der Liste der vertikalen Suchmaschinen positioniert.

Rollout startet im Beherbergungssektor

Die Umsetzung dieser Maßnahmen soll in Kürze in ganz Europa beginnen. Den Anfang machen nach Informationen der Quelle Suchanfragen im Bereich Unterkünfte. Später sollen die Anpassungen auf Flüge und weitere Dienstleistungen ausgeweitet werden. Die Europäische Kommission lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten bislang ab.

Finanzielle Risiken für Alphabet

Für Google steht viel auf dem Spiel: Verstöße gegen den Digital Markets Act können mit Bußgeldern von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden. Seit 2017 wurden gegen das Unternehmen in Europa bereits Kartellstrafen in Höhe von insgesamt 9,71 Milliarden Euro verhängt. Die strengere Regulierung von Big-Tech-Konzernen durch die EU sorgt zudem für zunehmende Spannungen im transatlantischen Verhältnis.


 

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