Zwei Drittel der Bundesbürger nutzen Smartphone oder Smartwatch zum Bezahlen

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Zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland nutzen laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom mittlerweile das Smartphone oder die Smartwatch für Zahlvorgänge. In den vergangenen zwölf Monaten haben 66 Prozent der Befragten ab 16 Jahren mindestens einmal auf diese Weise kontaktlos bezahlt. Vor drei Jahren lag dieser Anteil nach Angaben des Verbandes noch bei 51 Prozent.

Steigende Nutzungshäufigkeit im täglichen Zahlungsverkehr

Die Häufigkeit der Nutzung variiert innerhalb der Bevölkerung deutlich. Wie der Verband mitteilt, bezahlt inzwischen jeder Zehnte mehrmals täglich mit einem mobilen Endgerät an der Kasse. Weitere 22 Prozent nutzen Smartphone oder Smartwatch täglich für ihre Einkäufe. Einen mehrmaligen Einsatz pro Woche geben 23 Prozent der Umfrageteilnehmer an, während 7 Prozent einmal wöchentlich und 4 Prozent seltener auf diese Technik zurückgreifen.

Laut Alina Bone-Winkel, Expertin für Digital Finance beim Bitkom, erfreuen sich diese Methoden wachsender Beliebtheit, da sie einen sicheren, schnellen und bequemer Weg an der Kasse darstellen würden. Die Akzeptanz digitaler Zahlungsmittel ist dabei weiterhin von der Altersstruktur abhängig. Während bei den 16- bis 29-Jährigen bereits 78 Prozent bereits über das Smartphone oder die Uhr bezahlen, liegt dieser Anteil in der Altersgruppe ab 65 Jahren bei 33 Prozent.

Bezahlen mit Karten erreicht nahezu die gesamte Bevölkerung

Wird neben mobilen Endgeräten auch die klassische Kredit- oder Bankkarte berücksichtigt, nutzen insgesamt 97 Prozent der Deutschen zumindest hin und wieder die kontaktlose Bezahlfunktion. In diesem Bereich sind die Unterschiede zwischen den Generationen geringer ausgeprägt. Nach Angaben der Studie zahlen auch unter den Senioren ab 65 Jahren mit 95 Prozent fast alle Personen auf die eine oder andere Weise kontaktlos. Bei den jüngeren Teilnehmern zwischen 16 und 29 Jahren liegt dieser Wert bei 99 Prozent.

Die statistische Auswertung zur Gesamthäufigkeit aller kontaktlosen Bezahlformen zeigt, dass 16 Prozent der Bundesbürger mehrmals täglich Karte, Smartphone oder Uhr an das Lesegerät halten. 39 Prozent tun dies täglich und 33 Prozent mehrmals pro Woche. Nur eine kleine Minderheit von 7 Prozent nutzt die Funktion einmal wöchentlich, während 2 Prozent seltener kontaktlos bezahlen.

Forderung nach flächendeckender Akzeptanz

Angesichts der hohen Nutzungsraten verweist der Verband auf die Rahmenbedingungen im Handel. Bone-Winkel wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: „Ob Karte, Uhr oder Handy – wer digital bezahlen möchte, muss dies auch überall tun können. Die Bundesregierung sollte ihr Vorhaben zur verpflichtenden flächendeckenden Akzeptanz von mindestens einer digitalen Bezahlmethode schnellstmöglich umsetzen.“

Für die Erhebung wurden im Auftrag des Bitkom insgesamt 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren befragt. Die Ergebnisse unterstreichen den Trend zur Digitalisierung des Geldbeutels, wobei die klassische Karte im Vergleich zur mobilen Variante in der älteren Generation weiterhin die dominierende Rolle bei kontaktlosen Transaktionen spielt.


 

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