Legionellen nach der Saisonpause: Was Hotels vor der Wiedereröffnung prüfen lassen sollten

| Technologie Technologie

Die Zimmer sind vorbereitet, die ersten Buchungen stehen fest. Doch während Housekeeping und Rezeption den Saisonstart planen, braucht auch die Trinkwasserinstallation Aufmerksamkeit. In einem länger geschlossenen Hotel wurde an vielen Duschen und Waschbecken kaum Wasser entnommen. Wer die Anlage erst am Anreisetag betrachtet, riskiert Verzögerungen bei der Zimmerfreigabe.

Nach einer Schließzeit können stagnierendes Wasser und ungünstige Temperaturen das Legionellenwachstum begünstigen. Hotels sollten vor der Wiedereröffnung selten genutzte Leitungsabschnitte fachgerecht spülen, Temperaturen kontrollieren und erforderliche Untersuchungen rechtzeitig beauftragen. Die Fachstelle Legionellenschutz, ein Service der Sanquell GmbH, vermittelt passende Fachbetriebe. Endständige Sanquell-Sterilfilter können an einzelnen Duschen als vorübergehender Schutz infrage kommen.

Warum ist die Saisonpause ein Legionellen-Risiko?

Längere Nichtnutzung begünstigt Wasserstagnation; in ungünstigen Temperaturbereichen können sich Legionellen insbesondere in selten durchströmten Leitungen vermehren.

Legionellen sind Bakterien, die in wasserführenden Systemen vorkommen. Ihr Wachstum wird unter anderem durch stagnierendes Wasser, Ablagerungen und Temperaturen im Bereich von etwa 25 bis 45 Grad Celsius begünstigt. Das bedeutet nicht, dass jede geschlossene Anlage belastet ist. Eine längere Pause verändert jedoch die Bedingungen im Leitungsnetz.

In Ferienhotels sind die Nutzungsmuster häufig uneinheitlich. Während Küche oder Personalräume weiter versorgt werden, bleiben Zimmerflügel, Außenduschen und Teile des Wellnessbereichs ungenutzt. Auch nach dem Saisonstart kann ein geringer Wasserverbrauch bei schwacher Belegung dazu führen, dass abgelegene Leitungen nur selten durchströmt werden. Eine Bewertung allein anhand der Temperatur am zentralen Warmwasserspeicher greift deshalb zu kurz. Ebenso sollten lange Stichleitungen, abgeschaltete Gästezimmer und zeitweilig stillgelegte Wellnessanlagen berücksichtigt werden. Gerade die Randbereiche des Netzes unterscheiden sich häufig vom regulär genutzten Hauptstrang. Ob zusätzlicher Handlungsbedarf besteht, ergibt sich aus der Gesamtbetrachtung der Anlage und ihrer tatsächlichen Betriebsweise.

Für die Gesundheit relevant ist vor allem das Einatmen legionellenhaltiger Wassertröpfchen, etwa beim Duschen oder in Whirlpools. Trinken ist nicht der typische Infektionsweg. Ob Wasser belastet ist, lässt sich weder riechen noch sehen. Hinweise zu Legionellen und den Untersuchungspflichten bietet das Robert Koch-Institut. Die europäischen Empfehlungen zur Legionellenprävention behandeln auch Risiken in Beherbergungsbetrieben.

Welche Pflichten haben Hotels nach der Trinkwasserverordnung?

Für Hotels mit untersuchungspflichtigen Großanlagen gilt in der Regel eine jährliche Legionellenuntersuchung; eine Saisonpause ändert diesen Turnus nicht.

Die Trinkwasserverordnung schreibt systemische Untersuchungen insbesondere dann vor, wenn eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung vorhanden ist, Trinkwasser gewerblich oder öffentlich abgegeben wird und Duschen oder andere aerosolbildende Einrichtungen genutzt werden. Als Großanlage gilt unter anderem eine Installation mit mehr als 400 Litern Speicherinhalt oder mehr als drei Litern Wasser in einer maßgeblichen Leitung zwischen Erwärmer und Entnahmestelle; Zirkulationsleitungen zählen für diese Berechnung nicht mit.

Hotels und Pensionen mit wechselndem Gästekreis fallen regelmäßig unter die öffentliche Tätigkeit. Bei untersuchungspflichtigen Anlagen ist deshalb grundsätzlich jährlich auf Legionellen zu untersuchen. Das Gesundheitsamt kann den Abstand unter festgelegten Voraussetzungen auf bis zu drei Jahre verlängern. Der allgemeine Dreijahresturnus betrifft dagegen Anlagen mit ausschließlich gewerblicher Nutzung, beispielsweise Mietshäuser. Die Hinweise des Bundesgesundheitsministeriums zu Legionellen erläutern diese Unterscheidung.

Der technische Maßnahmenwert beträgt 100 koloniebildende Einheiten je 100 Milliliter (KBE/100 ml). Wird er erreicht, sind gesetzlich vorgesehene Prüf-, Informations- und Handlungsschritte einzuleiten. Er ist weder eine Garantie für Risikofreiheit bei niedrigeren Befunden noch mit einem automatischen Duschverbot für das gesamte Hotel gleichzusetzen.

Betreiber müssen Untersuchungen veranlassen, Ergebnisse und Maßnahmen dokumentieren und bei Bedarf mit dem Gesundheitsamt abstimmen. Unterstützung bei der Organisation bietet der Legionellenschutz für die Hotellerie über die Fachstelle Legionellenschutz, ein Service der Sanquell GmbH. Sie vermittelt qualifizierte Dienstleister in Deutschland, führt aber selbst keine Untersuchungen durch.

Was gehört auf die Checkliste vor der Wiedereröffnung?

Ein gestaffelter Vorlauf verknüpft Anlagensichtung, Wasseraustausch, Untersuchung und Zimmerfreigabe mit klaren Verantwortlichkeiten und nachvollziehbaren Nachweisen.

Die folgenden Zeitfenster dienen der betrieblichen Planung. Sie sind keine gesetzlichen Fristen. Große Häuser mit mehreren Gebäuden oder einem Wellnessbereich sollten längere Vorlaufzeiten berücksichtigen. Entscheidend sind Anlagenzustand, bisherige Befunde und die fachlich festgelegte Vorgehensweise.

Sechs bis acht Wochen vorher: Anlage und Termine klären

Die Betriebsleitung lässt Anlagenpläne, Wartungsunterlagen, frühere Laborberichte und Aufzeichnungen aus der Schließzeit zusammentragen. Die Haustechnik markiert wenig genutzte Gebäudeteile: Zimmer, Personalbäder, Spa-Duschen und sonstige Entnahmestellen. Dabei ist auch zu erfassen, ob Warmwasserbereitung und Zirkulation während der Pause durchgehend betrieben wurden.

Anschließend werden Verantwortlichkeiten zugeteilt. Wer koordiniert Fachbetriebe, wer führt Spülprotokolle und wer erhält Laborbefunde? Steht eine Regeluntersuchung an oder gab es bereits Auffälligkeiten, sollten Termine mit der zugelassenen Untersuchungsstelle frühzeitig vereinbart werden. Falls Maßnahmen länger dauern, muss die Betriebsleitung einzelne Zimmer gegebenenfalls später freigeben können. Sinnvoll ist zudem ein zentraler Ansprechpartner, der Termine, Laborberichte und Entscheidungen zusammenführt. So gehen Informationen beim Wechsel zwischen Haustechnik, externer Dienstleistung und Direktion nicht verloren.

Ein bis zwei Wochen vorher: Spülen und Temperaturen prüfen

Ein Spülplan sollte alle betroffenen Entnahmestellen und Leitungsabschnitte abdecken. Pauschal sämtliche Wasserhähne kurz zu öffnen, reicht bei verzweigten Installationen nicht unbedingt aus. Die Haustechnik dokumentiert die Reihenfolge, die zuständigen Personen und den fachgerecht durchgeführten Wasseraustausch. Für lange stillgelegte oder technisch auffällige Anlagen ist das Vorgehen mit qualifizierten Fachleuten abzustimmen.

Parallel werden Warmwasserbereitung, Zirkulation und die maßgeblichen Temperaturen kontrolliert. Messungen am Speicher und an geeigneten Stellen im Leitungsnetz zeigen, ob die Anlage wie vorgesehen arbeitet. Abweichungen müssen fachlich geklärt werden. Eigenmächtige thermische oder chemische Desinfektionen sind kein Ersatz für eine objektspezifische Beurteilung. Nach einem längeren Stillstand kann es erforderlich sein, das Wiederanfahren einzelner Anlagenteile gesondert zu planen. Das gilt insbesondere, wenn Leitungen zeitweise abgesperrt, Speicher außer Betrieb genommen oder Einrichtungen im Spa-Bereich stillgelegt wurden.

Vor dem ersten Gast: Befunde und Betriebsfreigabe abstimmen

Wenn eine Untersuchung fällig oder zur Bewertung erforderlich ist, muss sie mit ausreichend Vorlauf stattfinden. Das Labor benötigt Zeit für Probenahme und Analyse; ein Ergebnis liegt nicht unmittelbar nach der Entnahme vor. Die Probenahmestellen werden fachgerecht festgelegt, nicht durch das Hotelpersonal improvisiert. Für eine systemische Untersuchung sind repräsentative Stellen im Verteilungssystem maßgeblich. Entnahmestellen in nicht bestimmungsgemäß genutzten Räumen sind dafür ungeeignet. Der technische Betriebszustand und der Zeitpunkt der Untersuchung müssen deshalb zur vorgesehenen Fragestellung passen.

Wichtig ist die Abstimmung zwischen Spülplan und Untersuchung: Eine systemische Probenahme erfolgt bei bestimmungsgemäßem Anlagenbetrieb. Zusätzliches Spülen, eine kurzzeitige Temperaturerhöhung oder eine Desinfektion unmittelbar vor der Probenahme dürfen nicht dazu dienen, den Befund zu beeinflussen. Darauf weist die Empfehlung des Umweltbundesamtes zur systemischen Untersuchung hin.

Vor der Belegung sollten Spülprotokolle, Temperaturmessungen, Wartungsnachweise, erforderliche Laborberichte und noch offene Maßnahmen zusammengeführt werden. Rezeption und Housekeeping müssen wissen, welche Zimmer oder Entnahmestellen gegebenenfalls eingeschränkt nutzbar sind.

Aufgabe

Zeitpunkt

Verantwortlich

Nachweis

Anlagenunterlagen und frühere Befunde prüfen

6–8 Wochen vorher

Betriebsleitung, Haustechnik

Anlagen- und Aufgabenübersicht

Fachbetrieb und ggf. Untersuchungsstelle beauftragen

6–8 Wochen vorher

Betriebsleitung

Terminbestätigung

Wenig genutzte Entnahmestellen erfassen und fachgerecht spülen

1–2 Wochen vorher

Haustechnik, ggf. Fachbetrieb

Spülprotokoll

Warmwasserbereitung und Zirkulation kontrollieren

1–2 Wochen vorher

Haustechnik, Fachbetrieb

Mess- und Wartungsprotokoll

Erforderliche Probenahme und Befundbewertung organisieren

Mit ausreichendem Vorlauf

Zugelassene Untersuchungsstelle, Betreiber

Laborbericht, Entscheidung

Personal informieren und betroffene Zimmer freigeben

Vor der Belegung

Betriebsleitung

Übergabeprotokoll

Dieser Countdown soll vor allem verhindern, dass technische Fragen erst mit den ersten Anreisen geklärt werden. Bei auffälligen Vorbefunden oder längerem Stillstand kann eine abweichende Reihenfolge erforderlich sein.

Wer darf eine Legionellenprüfung im Hotel durchführen?

Vorgeschriebene Probenahmen und Analysen gehören in die Hände einer zugelassenen Untersuchungsstelle; Fachbetriebe übernehmen andere technische Aufgaben.

Für eine systemische Untersuchung nach Trinkwasserverordnung beauftragt der Betreiber eine dafür zugelassene Untersuchungsstelle. Probenahme, Probentransport und Analyse erfolgen in deren Verantwortung. Eine selbst abgefüllte Wasserprobe aus dem Gästebad ersetzt diese Untersuchung nicht. Auch die Wahl geeigneter Probenahmestellen gehört zur fachlichen Planung.

Davon zu unterscheiden sind Anlagenbewertung und Sanierung. Qualifizierte Sachverständige können eine erforderliche Risikoabschätzung erstellen; Fachbetriebe setzen technische Maßnahmen um. Welche Arbeiten nötig sind, richtet sich nach dem konkreten Befund und gegebenenfalls behördlichen Vorgaben. Die Gesamtverantwortung bleibt beim Hotelbetreiber.

Wer geeignete Ansprechpartner sucht, kann über die Fachstelle Legionellenschutz, einen Service der Sanquell GmbH, Fachbetriebe für die Legionellenprüfung finden. Die deutschlandweite Vermittlung ist für Auftraggeber kostenfrei; bis zu drei passende Betriebe können Kontakt aufnehmen. Die Fachstelle selbst ist weder Labor noch Sanierungsunternehmen. Für eine vorgeschriebene Untersuchung muss die beauftragte Stelle die erforderliche Zulassung besitzen.

Was tun, wenn der Befund auffällig ist?

Erreicht eine Probe den technischen Maßnahmenwert, muss das Hotel Ursachen klären, vorgeschriebene Schritte veranlassen und Schutzmaßnahmen fachlich abstimmen.

Geht ein auffälliger Laborbericht ein, sollten Betriebsleitung und Haustechnik umgehend die betroffenen Bereiche feststellen. Beim Erreichen von 100 KBE/100 ml sieht die Trinkwasserverordnung insbesondere Untersuchungen zur Ursachenklärung, eine Prüfung der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik und eine Risikoabschätzung vor. Die zuständige Behörde ist unverzüglich zu informieren, soweit dies nicht bereits durch die Untersuchungsstelle geschehen ist. Hinzu kommen die jeweiligen Informationspflichten gegenüber betroffenen Nutzern.

Ob einzelne Duschen gesperrt, alternative Zimmer angeboten oder weitere Schutzvorkehrungen getroffen werden müssen, hängt von Befund, Nutzung und behördlicher Bewertung ab. Ein auffälliger Messwert bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Duschen des Hotels gesperrt sind. Umgekehrt reicht ein zusätzlicher Spülgang allein nicht aus, um eine festgestellte Belastung abschließend zu bearbeiten.

Als befristete Maßnahme können geeignete endständige Sanquell-Sterilfilter an betroffenen Entnahmestellen eingesetzt werden. Die Sterilfilter für die Hoteldusche halten Legionellen mechanisch zurück, bevor das Wasser austritt. Für bestimmte Modelle sind Prüf- oder Zertifizierungsnachweise nach ASTM F838-20 verfügbar; Auswahl und Einsatz müssen zum jeweiligen Duschsystem passen. Die Filter töten Legionellen im Leitungsnetz nicht ab. Sie ersetzen weder die erforderliche Untersuchung noch Spülung, Risikoabschätzung oder Sanierung. Auch die Nutzung einer gefilterten Dusche muss mit den zuständigen Fachleuten und gegebenenfalls dem Gesundheitsamt abgestimmt sein.

Für das Hotelteam ist eine einheitliche Kommunikation wichtig. Rezeption, Housekeeping und Technik sollten dieselben Informationen zu betroffenen Zimmern, Nutzungseinschränkungen und nächsten Schritten erhalten. So lassen sich Gäste sachlich informieren und organisatorische Fehler vermeiden.

Wie lässt sich das Risiko im laufenden Betrieb senken?

Regelmäßiger Wasseraustausch, Temperaturkontrollen und eindeutige Zuständigkeiten sind besonders bei schwankender Zimmerbelegung wichtig.

Mit der Wiedereröffnung verschwinden selten genutzte Leitungen nicht. Auf einer schwach belegten Etage können Duschen über längere Zeit ungenutzt bleiben. Ein Spülplan sollte deshalb auch im laufenden Betrieb gelten und anhand der Belegung angepasst werden. In der Praxis hilft es, die Spülroutinen mit dem Zimmerstatus zu verknüpfen: Bei geschlossenen Etagen, außer Betrieb genommenen Duschen und länger leer stehenden Zimmern muss klar sein, wer den Wasseraustausch veranlasst und die Ausführung überprüft. Housekeeping und Haustechnik benötigen klare Absprachen, damit gesperrte oder unbelegte Zimmer nicht versehentlich aus der Routine fallen.

Ebenso wichtig sind Wartung und Kontrolle von Warmwasserbereitung und Zirkulation. Das DVGW-Arbeitsblatt W 551 gehört zu den maßgeblichen technischen Regelwerken für die Verminderung des Legionellenwachstums in Trinkwasserinstallationen. Temperaturabweichungen, wiederkehrende Störungen oder veränderte Nutzungen sollten zeitnah geprüft und dokumentiert werden – nicht erst zur nächsten Pflichtuntersuchung.

Fazit

Ein geordneter Saisonstart beginnt mit der Bestandsaufnahme der Trinkwasserinstallation und ausreichend Vorlauf für fachliche Entscheidungen.

Hotels sollten wenig genutzte Leitungsabschnitte früh erfassen, den Wasseraustausch dokumentieren und notwendige Untersuchungen rechtzeitig veranlassen. Wer Betriebsleitung, Haustechnik und Untersuchungsstelle aufeinander abstimmt, kann auffällige Befunde bearbeiten, bevor Gäste betroffene Zimmer beziehen. Die Fachstelle Legionellenschutz, ein Service der Sanquell GmbH, erleichtert bei Bedarf die Suche nach passenden Fachbetrieben. Die Verantwortung für die Anlage und ihre sichere Nutzung bleibt beim Hotel.

Häufige Fragen zu Legionellen nach der Saisonpause

Wie lange darf Wasser im Hotel stehen?

Eine allgemein gültige Frist, nach der jede Entnahmestelle automatisch belastet ist, gibt es nicht. Bereits längere Nutzungspausen können einen fachgerechten Wasseraustausch erforderlich machen. Entscheidend sind die Betriebsbedingungen, die Temperaturverhältnisse und der Aufbau des Leitungsnetzes. Deshalb sollten wenig genutzte Zimmer während der Saison ebenso in den Spülplan aufgenommen werden wie nach einer vollständigen Schließzeit.

Wie oft muss ein Hotel auf Legionellen prüfen lassen?

Bei einer untersuchungspflichtigen Großanlage zur Trinkwassererwärmung gilt für Hotels mit wechselndem Gästekreis grundsätzlich der jährliche Turnus. Das Gesundheitsamt kann unter gesetzlichen Voraussetzungen einen längeren Abstand von bis zu drei Jahren zulassen. Nach einem auffälligen Befund oder auf behördliche Anordnung können zusätzliche Untersuchungen nötig sein.

Wie erkennt man eine Legionellenbelastung im Wasser?

Legionellen verändern Geruch, Geschmack und Aussehen des Wassers nicht zuverlässig. Auch klares Wasser kann belastet sein. Verlässliche Ergebnisse liefert die fachgerechte Probenahme und Laboranalyse einer zugelassenen Untersuchungsstelle. Auffällige Temperaturen oder lange ungenutzte Stränge sind Gründe zur Prüfung, aber selbst kein Nachweis für Legionellen.

Was kostet eine Legionellenprüfung im Hotel?

Der Preis richtet sich vor allem nach der Anzahl und Lage der Probenahmestellen, der Anlagenstruktur sowie dem Anlass der Untersuchung. Eine reguläre systemische Untersuchung hat einen anderen Umfang als eine weitergehende Ursachenklärung. Das Hotel sollte sich deshalb ein Angebot geben lassen, in dem Probenahme, Analyse, Bericht und mögliche Folgearbeiten getrennt erkennbar sind.

Was ist bei einer offiziellen Legionellenwarnung zu tun?

Maßgeblich sind die behördlichen Vorgaben und der genaue betroffene Bereich. Die Betriebsleitung muss notwendige Maßnahmen umsetzen, Personal und Gäste entsprechend informieren und die fachliche Ursachenklärung koordinieren. Ob Duschen weiter genutzt werden dürfen, lässt sich nicht allein aus der Überschrift einer Warnung ableiten. Nutzungseinschränkungen und deren Aufhebung sind mit dem Gesundheitsamt abzustimmen.

Können Sanquell-Duschfilter bei einem Befund helfen?

Geeignete endständige Sterilfilter können Legionellen an der jeweiligen Dusche mechanisch zurückhalten und vorübergehend Teil eines Schutzkonzepts sein. Voraussetzung sind die passende Ausführung, ordnungsgemäße Montage und Beachtung der vorgesehenen Nutzungsdauer. Die Filter beseitigen keine Legionellen im Leitungsnetz und machen Untersuchungen oder Sanierungsmaßnahmen nicht entbehrlich.

Wer hilft bei der Suche nach qualifizierten Fachbetrieben?

Die Fachstelle Legionellenschutz, ein Service der Sanquell GmbH, vermittelt in Deutschland geprüfte Gutachter und Fachbetriebe. Auftraggeber können kostenfrei anfragen; bis zu drei passende Betriebe können sich melden. Die vorgeschriebene Probenahme und Analyse muss unabhängig davon durch eine entsprechend zugelassene Untersuchungsstelle erfolgen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mews bündelt Gästenachrichten aus mehreren Kanälen und führt neue Automatisierungen für Hotelabläufe ein. Die Funktionen verbinden KI-gestützte Antworten mit Regeln für wiederkehrende Aufgaben.

Eine Studie des TÜV-Verbands und BSI zeigt Lücken beim Schutz deutscher Unternehmen vor KI-gestützten Cyberangriffen. Gleichzeitig fehlen in vielen Betrieben spezielle Prozesse für Sicherheitsvorfälle rund um Künstliche Intelligenz.

Airbnb ergänzt seine Plattform um KI-Suche, Reiseempfehlungen persönlicher Kontakte und weitere Dienstleistungen. Heise berichtet zugleich über unbeantwortete Fragen zu Serverstandorten und Datenschutzmaßnahmen beim Einsatz von KI-Drittanbietern.

Lola gehört zu Booking Holdings und verbindet als KI-Assistent Empfehlungen mit Buchungen von Hotels, Restaurants und Aktivitäten. Neben einer kostenlosen Mitgliedschaft gibt es zwei kostenpflichtige Varianten mit zwölfmonatiger Bindung.

SIDES hat ein Empfehlungsprogramm für die Vermittlung von Gastronomiebetrieben gestartet. Die Prämie beträgt je nach Größe des neuen Kunden bis zu 1.800 Euro.

 

Stellenanzeigen mit KI schreiben, Bewerbungen automatisch vorsortieren und künftig sogar Bewerbungsgespräche von einer KI führen lassen – fast jedes achte Unternehmen setzt KI im Bewerbungsprozess heute bereits ein, alle anderen können sich dies für die Zukunft vorstellen.

HotelNetSolutions hat eine Schwachstelle beim Zugriff auf Buchungsdaten geschlossen. Ein technischer Hinweis deutet auf einen Angriff spätestens am 20. August 2026 hin.

Accor hat ALL Concierge für die Hotelsuche und Fragen von Gästen eingeführt. Weitere Funktionen rund um Buchungen und Anfragen nach dem Aufenthalt sind angekündigt.

Expedia will Hotels über Metas KI-Agenten Muse buchbar machen. Die Ankündigung folgt auf Kursverluste von Reiseplattformen, die Medien mit Sorgen von Anlegern über Muse in Verbindung brachten. Wann die Buchungsfunktion in den USA startet, ist offen.

BE-A sieht aus wie eine Rezeptionistin, die direkt mit Hotelgästen spricht. Die Arbeit des KI-Systems beginnt aber schon vor der Ankunft: Es beantwortet Nachrichten, nimmt Anrufe entgegen und kann Buchungsanfragen bearbeiten. FLÆ Robotics entwickelt dafür mehrere Produktvarianten – vom schriftlichen Assistenten bis zum Avatar in der Holobox.