Metro übernimmt Kassenhersteller Eijsink

| Technologie Technologie

Die Metro AG baut ihr Angebot an digitalen Lösungen für das Gastgewerbe aus. Mit der Übernahme von Eijsink macht der Konzern einen weiteren Schritt in Richtung Multichannel-Lösungsanbieter.

Ein nahtlos integrierter POS ist das Herzstück der Prozesse in der Gastronomie und damit eine Schlüsselkomponente. Er ermöglicht die Anbindung an das Bestellsystem und den Lieferservice von Metro. Das vor mehr als drei Jahrzehnten gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in den Niederlanden bietet mit seinem Produkt booq ein cloudbasiertes, geräteunabhängiges POS-System an. Das Unternehmen hat derzeit rund 8.000 Kunden und 200 Mitarbeiter.

In den letzten Jahren hat Eijsink booq erfolgreich auf dem Benelux-Markt eingeführt. Durch die Partnerschaft mit Metro's Tech-Einheit Hospitality Digital kann booq an bestehende DISH-Lösungen wie DISH Order angeschlossen werden. booq soll voraussichtlich pro Jahr in zwei europäischen Ländern eingeführt werden.

„Im Rahmen seiner sCore-Strategie und des Multichannel-Geschäftsmodells treibt Metro die Digitalisierung der Kernprozesse seiner Kunden weiter voran. Die Übernahme von Eijsink zahlt auf diese Strategie ein. Mit booq können wir unseren Kunden ein umfassendes Paket digitaler Werkzeuge anbieten. Metro ist mit seiner breiten Länderpräsenz, dem direkten Zugang zum Gastgewerbe und 6.750 Außendienstmitarbeitern ein starker Partner für Eijsink, um die internationale Markteinführung von booq zu beschleunigen. Metro wird von der geplanten Integration von Kernprozessen wie Lieferung und Nachschub in booq profitieren“, erklärt Dr. Steffen Greubel, Vorstandsvorsitzender der Metro AG.

Dr. Volker Gläser, CEO von Hospitality Digital: „Unsere Hospitality-Kunden wünschen sich cloudbasierten Point-of-Sale-Lösungen, die Services wie Reservierung oder Abholung und Lieferung integrieren. Durch die Kombination der Stärken von booq und DISH werden wir in der Lage sein, ein hochattraktives Angebot zu machen. Ich freue mich darauf, mit unserem neuen Partner gemeinsam als ein großartiges Team unsere Ziele zu verfolgen.“

Ferenc Birkenhäger, Geschäftsführer von Eijsink: „Mit rund 200 Mitarbeitern an 6 Standorten und einem erwarteten Jahresumsatz von mehr als 25 Millionen Euro im Jahr 2022 hat sich Eijsink seit seiner Gründung im Jahr 1984 zu einem bekannten Anbieter von POS-Systemen auf dem Benelux-Markt entwickelt. Wir freuen uns über die Partnerschaft mit Metro und Hospitality Digital. Sie bietet uns neue Möglichkeiten, unser Geschäft zu erweitern und den europäischen HoReCa-Sektor weiter zu innovieren.“

Eijsink wird weiterhin auf dem niederländischen Markt aktiv sein. Metro bekennt sich klar zu den Mitarbeitern von Eijsink und den aktuellen Standorten. Die derzeitigen Eigentümer von Eijsink werden in führenden Managementfunktionen die Einführung von booq und die Integration in die digitalen Tools von HD weiterhin unterstützen. Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Analyse beleuchtet die schwindende Marktmacht von Booking.com im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: Da die Auswahl der Hotels künftig verstärkt durch Algorithmen von Google und OpenAI erfolge, könnte das Portal Kontrolle über die digitale Sichtbarkeit einbüßen, so eine Analyse.

Die Anzahl der von Google gelöschten Rezensionen ist bis Ende 2025 massiv gestiegen. Während global vor allem 5-Sterne-Bewertungen gelöscht werden, verschwinden in Deutschland aufgrund der Rechtslage vermehrt negative Kritiken.

Die Partnerschaft zwischen Apple und Google bringt die Gemini-KI voraussichtlich direkt auf das iPhone. Laut einer Analyse von Skift könnte dies Siri zum zentralen Werkzeug für die Reise- und Hotelbuchung machen und damit den direkten Kundenkontakt für klassische Anbieter erheblich erschweren.

Digitale Lösungen sind im Hotel- und Gastronomiebetrieb längst kein Zusatz mehr, der nach Belieben eingesetzt wird, sondern ein fester Bestandteil der täglichen Abläufe. Buchungen laufen automatisiert ein, Abrechnungen entstehen im Hintergrund, Dienstpläne werden digital gepflegt und Auswertungen versprechen Transparenz in Echtzeit.

Die US-amerikanische Pizzakette Papa Johns hat in Kooperation mit Google Cloud die Einführung eines neuen, KI-basierten Bestellsystems bekanntgegeben. Die Lösung basiert auf dem KI-Modell Gemini und ermöglicht Bestellungen sowohl per Sprache als auch per Text.

Der Deutsche Reiseverband positioniert sich zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Tourismusbranche. Das neue Grundsatzpapier beleuchtet Chancen für Effizienzsteigerungen, definiert ethische Leitlinien und formuliert klare Forderungen an Politik und Unternehmen.

Anzeige

Die Antwort liegt in Ihren Buchungsdaten der letzten Jahre. Der Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie Sie die Nachfrage realistisch einschätzen und mit klaren Regeln für Preise, Mindestaufenthalte und Stornierungen mehr Kontrolle über Auslastung und Erlöse gewinnen.

Auf Nichtwohngebäuden wie Hotels lastet besonders in der Winterzeit ein hoher Druck von wachsenden Energiekosten. Wie sich auch kurzfristig substanzielle Energie- und damit Kosteneinsparungen erzielen lassen, zeigt jetzt der Spezialist für intelligentes Wärmemanagement, Betterspace, mit den sieben größten Hebeln zur Heizkostensenkung.

Digitale Geschäftsmodelle wirken nach außen oft leichtfüßig. Ein Klick, eine Zahlung, ein Paket auf dem Weg. Hinter den Kulissen sieht es anders aus. Daten springen zwischen Systemen, Zahlungen warten auf Freigaben, Loyalitätsprogramme verstauben in abgeschotteten Datenbanken.

OpenAI öffnet die ChatGPT-Schnittstelle für alle Reiseanbieter. Diese können nun ihre eigene Anwendungen direkt in die Benutzeroberfläche integrieren und in einem zentralen Verzeichnis listen lassen.