Streaming-Dienste im Hotel - Eingeloggte Konten von Gästen bergen Sicherheitsrisiken

| Technologie Technologie

Der Hotelverband Deutschland macht auf Sicherheits- und Datenschutzrisiken aufmerksam, die entstehen, wenn Hotelgäste vor ihrer Abreise vergessen, sich aus ihren privaten Streaming-Diensten auf dem Smart-TV im Zimmer abzumelden. Nach Angaben des Verbands berufen sich die Hinweise auf einen Bericht des Magazins Der Spiegel. Melde sich ein Gast nicht ab, verbleibe der Zugang zu Portalen wie Netflix, Amazon Prime Video oder YouTube auf dem Endgerät aktiv. Nachfolgende Übernachtungsgäste könnten das Konto dadurch unbeabsichtigt weiterverwenden.

Unbefugte Nutzung kann zusätzliche Kosten verursachen

Die Weiternutzung eines fremden Kontos beeinträchtige nicht nur den persönlichen Empfehlungsalgorithmus des Nutzers, sondern berge bei Anbietern wie Amazon Prime Video auch finanzielle Risiken. Auf noch angemeldeten Profilen könnten nachfolgende Personen kostenpflichtige Inhalte oder zusätzliche Kanalabonnements auslösen. Der Hotelverband verweist darauf, dass bei modernen Übertragungstechnologien wie Google Cast, Apple AirPlay oder Miracast das direkte Einloggen am TV entfalle. Die Inhalte werden dabei kabellos vom Mobilgerät des Gastes übertragen, wodurch keine Zugangsdaten auf dem Hotelfernseher gespeichert werden.

Technische Schutzmaßnahmen und Abmeldung am TV-Gerät

Spezielle Hotel-TV-Systeme setzen Gastkonten und App-Zugänge im Rahmen des Check-outs automatisch zurück. Diese Lösungen bieten Datenschutz und reduzieren zugleich den Betreuungsaufwand für das Hotelpersonal. Für die direkte Abmeldung am Fernsehgerät biete YouTube im Kontoauswahlbildschirm oder über ein Zahnrad-Symbol entsprechende Optionen an. Bei Netflix befinde sich die Funktion im Einstellungsmenü oder im Bereich Hilfe, während Amazon Prime Video die Abmeldung ebenfalls in den Einstellungen bereitstelle.

Ausloggen aus der Ferne

Sollte die Abmeldung vor Ort vergessen worden sein, könnten abgereiste Gäste den Zugriff nachträglich über die Geräteverwaltung im Internetbrowser beenden. Netflix bietet hierfür die Funktion aus allen Geräten ausloggen auf der Seite Zugriff und Geräte verwalten an. Bei Anbietern wie YouTube, Disney+, Wow oder Apple stünden ebenfalls entsprechende Hilfeseiten und Verwaltungsmenüs zur Verfügung, um verknüpfte TV-Geräte aus der Ferne zu trennen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Technologieunternehmen Amadeus migriert Teile seiner Plattform in die Google Cloud und nutzt künftig generative Künstliche Intelligenz. Die Kooperation soll die globale Reichweite ausbauen und die Effizienz optimieren.

American Express plant die Übernahme der Restaurantreservierungsplattform TheFork von Tripadvisor. Der Kaufpreis soll bei 700 Millionen US-Dollar liegen, der Abschluss wird bis Ende 2026 angestrebt.

Die spanische Datenschutzbehörde AEPD hat gegen das Technologieunternehmen Amadeus eine Strafe von 14,4 Millionen Euro verhängt. Grund ist die unzulässige Verknüpfung von Buchungs- und Hoteldaten zur Profilerstellung ohne Einwilligung der Reisenden.

Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass 36 Prozent der Deutschen ungern um Hilfe bei technischen Problemen bitten, obwohl die große Mehrheit Unterstützung nutzt. Besonders bei jüngeren Menschen und Männern ist die Hemmschwelle hoch.

IHG Hotels & Resorts hat eine Anwendung in ChatGPT gestartet und kündigt die Einführung einer KI-gestützten Gesprächssuche auf seiner Website und in der IHG-One-Rewards-App an. Die neuen Funktionen sollen die Hotelsuche und Buchung vereinfachen.

Google hat erstmals offiziell Stellung zu Generative Engine Optimization (GEO) bezogen. In einem neuen Leitfaden erklärt das Unternehmen, dass die Optimierung für KI-Suchfunktionen aus seiner Sicht weiterhin klassische Suchmaschinenoptimierung ist.

Manna Air Delivery hat eine neue Partnerschaft mit Uber angekündigt und will sein Drohnenliefernetz in den USA und Europa ausbauen. Bereits heute arbeitet das Unternehmen mit Plattformen wie Deliveroo, Just Eat und DoorDash zusammen.

Mews und SiteMinder haben eine integrierte Vertriebslösung für Hotels vorgestellt. Gleichzeitig präsentierte Mews weitere neue Anwendungen für Preisgestaltung, Gästekommunikation, Automatisierung und Finanzprozesse innerhalb einer gemeinsamen Plattform.

Mews und Uber planen die Integration von Fahrtenbuchungen in Hotelsoftware. Hotels sollen Uber-Fahrten künftig direkt über die Plattform von Mews verwalten und abrechnen können.

Starbucks hat die Nutzung eines Programms auf KI-Basis zur automatisierten Erfassung von Warenbeständen in den USA wieder eingestellt. Berichten zufolge wies die Anwendung erhebliche Mängel auf.