Von Malware bis Passkey – so gut kennen sich die Deutschen mit digitaler Sicherheit aus

| Technologie Technologie

Eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren hat ergeben, dass viele Bürger fundamentale Begriffe der digitalen Sicherheit nicht genau erklären können. Wie der Verband mitteilte, sei der Begriff Cyberangriff am bekanntesten. Drei Viertel der Befragten (75 Prozent) gaben an, zu wissen, was damit gemeint sei, während weitere 18 Prozent den Begriff zwar schon gehört hätten, ihn jedoch nicht erklären könnten.

Anlass der Veröffentlichung ist der anstehende Digitaltag am 26. Juni 2026. Dieser bundesweite Aktionstag stehe in diesem Jahr unter dem Fokusthema „Digitale Sicherheit: Verstehen. Vermitteln. Vertrauen.“ und umfasse über 2.000 Aktionen zur Stärkung digitaler Kompetenzen.

Bitkom fordert mehr Aufklärung über konkrete Schadprogramme

Konkrete Angriffsformen und Schadprogramme wie Malware seien deutlich weniger bekannt. Nur 35 Prozent der Befragten wüssten, dass es sich dabei um Schadsoftware handle, die Geräte infizieren, Daten ausspähen oder Systeme lahmlegen könne. Weitere 33 Prozent hätten das Wort zwar schon gehört, könnten es aber nicht genau erklären.

Etwas bekannter sei die Betrugsform Phishing, bei der Menschen über gefälschte E-Mails oder Webseiten zur Preisgabe sensibler Daten wie Passwörter verleitet werden. Hierbei gaben 43 Prozent an, den Begriff erklären zu können, und 34 Prozent hätten zumindest davon gehört. Der Leiter Sicherheit beim Bitkom, Felix Kuhlenkamp, erklärte hierzu, dass Begriffskenntnis nicht automatisch zu sicherem Handeln führe und es mehr Aufklärung sowie niedrigschwellige Schulungsangebote brauche.

Verschiedene Vorkehrungen für den Datenschutz

Zur Absicherung digitaler Daten im Alltag seien verschiedene Schutzvorkehrungen im Einsatz. Einen Passwort-Manager, der Zugangsdaten verschlüsselt speichert, könne rund die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) erklären. Weitere 22 Prozent hätten zumindest schon davon gehört.

Eine Mehrheit von 60 Prozent der Befragten wisse zudem, worum es sich bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung handle, bei welcher der Login durch einen zweiten Faktor wie einen App-Code abgesichert wird. Ein weiteres Viertel, exakt 25 Prozent, habe den Begriff zumindest schon einmal gehört.

Neue Technologien erfordern verständliche Erklärungen

Die passwortlose Login-Methode über sogenannte Passkeys sei der Bevölkerung am wenigsten geläufig. Lediglich 28 Prozent der Deutschen könnten erklären, was damit gemeint sei, während ein Drittel, genau 33 Prozent, den Begriff nur vom Hören kenne. Bei dieser Methode erfolgt die Anmeldung per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN.

Felix Kuhlenkamp betonte, dass Passkeys Logins einfacher und sicherer machen könnten, da kein klassisches Passwort mehr entwendet oder durch Phishing abgegriffen werden könne. Damit sich solche Technologien durchsetzen, müssten sie jedoch verständlich erklärt und breit nutzbar gemacht werden.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mews und Uber planen die Integration von Fahrtenbuchungen in Hotelsoftware. Hotels sollen Uber-Fahrten künftig direkt über die Plattform von Mews verwalten und abrechnen können.

Starbucks hat die Nutzung eines Programms auf KI-Basis zur automatisierten Erfassung von Warenbeständen in den USA wieder eingestellt. Berichten zufolge wies die Anwendung erhebliche Mängel auf.

Google erweitert seine KI-Suche um neue Buchungs-, Zahlungs- und Informationsfunktionen. Branchenberichte sehen mögliche Folgen für Sichtbarkeit, Vertrieb und Reichweite von Hotels und Reiseanbietern.

Eine neue Smart-Host-Studie unter 87 Hotels aus der DACH-Region zeigt deutliche Unterschiede zwischen strategischen Zielen und operativer Umsetzung bei Gästebindung, Zusatzumsätzen und Direktbuchungen.

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von a&o zeigt, dass viele europäische Reisende Künstliche Intelligenz als Unterstützung bei der Buchung befürworten. Vollständig automatisierte Buchungsprozesse werden hingegen mehrheitlich abgelehnt.

Google erweitert sein Universal Commerce Protocol um Hotelbuchungen via KI. Während OTAs tief eingebunden bleiben und große Ketten direkte Schnittstellen nutzen wollen, wächst der Druck auf eigenständige Hotels: Ihre Sichtbarkeit hängt künftig wohl davon ab, wie präzise KI-Agenten die eigenen Datenstrukturen auslesen können.

Haften Chatbot-Betreiber für unwahre KI-Aussagen? Ja, sagt das OLG Hamm in einem aktuellen Urteil zu einer Klinik. Auch das LG Hamburg hatte im Zusammenhang mit Chatbot Grok schon so entschieden.

Das Südtiroler Unternehmen Profitize hat eine Seed-Finanzierung über 1,4 Millionen Euro abgeschlossen. Das Kapital soll laut Mitteilung in den Ausbau der Plattform und die Expansion in weitere europäische Märkte fließen.

25 Prozent aller Unternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr auf Künstliche Intelligenz zurückgegriffen. In zwei Jahren hat sich dieser Anteil verfünffacht. Die große Mehrheit der Betriebe nutzte dabei frei zugängliche Software.

Das Branchen-Event Hotelrizon 2026 findet am 18. Juni 2026 am Blackfoot Beach statt. Veranstaltet wird das Treffen von DIRS21 und ibelsa, die das Format zum dritten Mal ausrichten. Die Veranstaltung richtet sich gezielt an Hoteliers und Entscheider aus der Privathotellerie, insbesondere an inhabergeführte und mittelständische Betriebe. Auch der DEHOGA ist mit an Bord.