3.000 Euro für Wildpinkeln am Ballermann

| Tourismus Tourismus

Der Bürgermeister von Palma, Jaime Martínez, hat eine drastische Maßnahme angekündigt, um „unzivilisiertes Verhalten“ in der Öffentlichkeit einzudämmen. Die neue Verordnung sieht Bußgelder von bis zu 3.000 Euro für schwerwiegende Verstöße vor, darunter Graffiti-Sprühen, Wildpinkeln und exzessive Trinkgelage.

Martínez hatte bereits Anfang März auf der Tourismusmesse ITB in Berlin angekündigt, gegen exzessiven Alkoholkonsum vorgehen zu wollen. Er betonte, dass dies keine leere Absichtserklärung sei, sondern tatsächlich umgesetzt werde. Dafür würden bei der Polizei sogar neue Stellen geschaffen werden. Ziel sei es, aus der Playa de Palma ein ganzjährig nachhaltiges und familienfreundliches Ziel zu machen, wie er laut einem Bericht des „Spiegel“ ankündigte.

Die neuen vorgeschlagenen Bußgelder zielen auch auf exzessiven Alkoholkonsum ab, insbesondere auf Gruppentrinkgelage, die als störend für das gesellschaftliche Zusammenleben angesehen werden. Verstöße in dieser Kategorie könnten mit Geldstrafen von bis zu 1.500 oder 3.000 Euro geahndet werden.

Die neue Bußgeldverordnung ist damit der nächste Schritt, um den Sauftourismus weiter einzudämmern. Allerdings soll die Regelung das gesamte Stadtgebiet von Palma umfassen und ist nicht nur auf Touristenzentren wie den Ballermann 6 beschränkt. Bürgermeister Martínez plant, die Verordnung bis zum Sommer in Kraft treten zu lassen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.

Urlaub in Schleswig-Holstein steht bei vielen Deutschen weiter hoch im Kurs. Doch wegen der höheren Lebenshaltungskosten zögern viele mit einer Buchung. Die Touristiker beobachten das mit Sorge.

Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Veranstaltungen verändern nach Angaben der Initiative Chefsache Business Travel die Planung von Geschäftsreisen. Unternehmen bündeln Reisen stärker und richten sie gezielter auf konkrete geschäftliche Ziele aus.

Mehr als dreimal so viele Touristen wie griechische Einwohner strömten 2025 in das Urlaubsland. Auf Jetset-Inseln wie Santorini oder Mykonos bringt der Rekord-Tourismus die Infrastruktur ans Limit.

Eine aktuelle Auswertung von Fit Reisen analysiert das Suchinteresse für Ayurveda-Angebote in Europa. Dabei zeigt sich eine starke Präferenz für deutsche Regionen sowie eine Verschiebung hin zu mediterranen Zielen infolge der Iran-Krise.

Eine Studie des Technologieunternehmens Amadeus sieht weltweit eine hohe Offenheit vieler Reisender gegenüber künstlicher Intelligenz und digitalen Mobilitätsdiensten. Gleichzeitig bleiben Sprachbarrieren, Zusatzkosten und unzureichende Informationen häufig genannte Probleme im Reiseverkehr.

Fast die Hälfte der Passagierflüge, die auf deutschen Hauptverkehrsflughäfen starten oder landen, sind auf Kurzstrecken unterwegs. Die häufigste Verbindung war 2025 die zwischen Frankfurt/Main und London-Heathrow.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein: Bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern.

Der Plattformbetreiber Airbnb plant den Ausbau zu einem umfassenden Dienstleistungsmarktplatz nach dem Vorbild von Amazon und integriert im Sommer 2026 neben tausenden Boutique-Hotels auch Mietwagen, Gastronomieangebote zur Fußball-Weltmeisterschaft sowie neue KI-Werkzeuge in seine Anwendung.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.