Alpenverein zieht Hüttenbilanz - «nicht die beste Saison»

| Tourismus Tourismus

Auf vielen Hütten habe die Saison später begonnen, wegen der Corona-Maßnahmen konnte oft nicht die volle Bettenkapazität genutzt werden, teilte der Deutsche Alpenverein (DAV) am Freitag mit. Zudem hätten unterschiedliche Corona-Bestimmungen in den Ländern zu Verwirrungen geführt. Auch das Wetter drückte auf die Besucherzahlen. «Unterm Strich war diese Saison nicht die beste für unsere Hütten», sagte Miriam Roth vom DAV. Die Gäste hätten sich in der Regel an die Corona-Regeln gehalten und Verständnis für die Situation gehabt.

Manche Hütte profitierte offenbar davon, dass viele Urlaub im eigenen Land machten. «Das Ausflugserlebnis «Berg» scheint durch die Pandemie an Beliebtheit zu gewinnen», zitierte der DAV die Wirte vom Bodenschneidhaus im Mangfallgebirge. Die Buchungslage sei besser gewesen als im Vorjahr. Vermehrt hätten Nicht-Mitglieder übernachtet.

«Die Pandemie ist und bleibt die maximale Katastrophe für den Tourismus», bilanzieren die Wirte Gernot und Thomas Auer von der Höllentalangerhütte (1387 Meter) im Zugspitzgebiet. Das schlechte Wetter, die Pandemie und eine dreiwöchige Sperrung der Klamm nach einer Sturzflut hätten sie gezwungen, Mitarbeiter vorzeitig zu entlassen. «Leider nicht die beste Saison», sagte Gernot Auer. Mitte August hatte eine Flutwelle in der Klamm zwei Menschen mitgerissen. Die Frau wurde tot entdeckt, der Mann wurde noch nicht gefunden.

«Was ich über diese Sommersaison bisher sagen kann, klingt leider nicht so prickelnd, ist aber leider Realität», sagte Hüttenwirt Uwe Gruber von der Albert-Link-Hütte im Spitzinggebiet. «Im Vergleich zum Vorjahr haben wir dieses Jahr miserable Umsätze verzeichnet.» Grund: schlechtes Wetter und schlechte Erreichbarkeit wegen Baustellen. Die Hütte verkauft inzwischen an mehreren Orten ihr Holzofenbrot. «Die Bäckerei hat vieles abgefedert.» Man hoffe auf den Herbst. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung von Urlaubstracker zeigt große regionale Unterschiede bei kostenfreien Attraktionen auf europäischen Inseln. Während Malta die höchste Gesamtdichte an kostenlosen Angeboten aufweist, punkten andere Destinationen mit umfangreichen Strand- oder Wanderwegenetzen.

Four Seasons hat die Flugrouten der Private Jet Experience für das Jahr 2028 vorgestellt. Die Reisen kombinieren Langstreckenflüge im Privatjet mit Aufenthalten in neuen und bestehenden Hotels von Four Seasons.

Fit Reisen hat europäische Urlaubsorte auf ihre Gräserpollen-Belastung untersucht. Während Tórshavn auf den Färöern und nordische Regionen nahezu pollenfrei sind, verzeichnen das portugiesische Alentejo und Standorte in der Schweiz die höchsten Werte.

Der Deutschland-Tourismus verzeichnete im Winter 2025/2026 mit 117,2 Millionen Übernachtungen das zweitstärkste Ergebnis seiner Geschichte. Trotz steigender Auslastung in der Hotellerie leidet das Gastgewerbe unter einem deutlichen Zuwachs bei den Insolvenzen, während die Konsumzurückhaltung auch den Tagestourismus bremst.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass persönliche Interessen und Empfehlungen aus dem Umfeld die Urlaubsplanung in Deutschland dominieren. Nur fünf Prozent der Befragten lassen sich bei der Auswahl ihrer Reiseziele von Trends aus sozialen Netzwerken leiten.

Die Zahl der Passagiere, die von deutschen Häfen aus eine Hochseekreuzfahrt antreten, ist im Jahr 2025 auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Auch im EU-weiten Vergleich gab es deutliche Zuwächse, wobei Italien und Spanien die Liste anführen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass drei Viertel der Österreicher ihre Urlaubsplanung an die gestiegenen Mobilitätskosten anpassen. Während viele auf nähere Ziele oder das Auto ausweichen, verzichten zwölf Prozent vollständig auf eine Reise.

Sachsen hat unter dem Slogan „Alles auf einen Augenblick“ eine neue Ganzjahreskampagne gestartet. Die Marketingmaßnahmen konzentrieren sich auf die UNESCO-Welterbestätten des Freistaates und umfassen neben dem deutschsprachigen Raum auch internationale Zielmärkte.

Spanien und Griechenland statt östliches Mittelmeer: Der Iran-Krieg verändert das Reiseverhalten vieler Urlauber. Beim Reisekonzern Tui wird die Sommerreise kurzfristiger gebucht.

99,99 Euro für fünf Personen – hin und zurück, egal wohin im Land. Was hinter dem neuen Familienangebot der Bahn steckt. Und wie sich generell beim Reisen auf der Schiene sparen lässt.