Außer Kontrolle: Kreuzfahrtschiff MSC Opera rammt Kaimauer und Touristenboot in Venedig

| Tourismus Tourismus

Ein außer Kontrolle geratenes Kreuzfahrtschiff hat in Venedig ein Touristenboot und einen Anleger gerammt. Nach Medienberichten wurden mehrere Menschen verletzt. Das Unglück ereignete sich am zentralen Kanal von Giudecca an der Haltestelle San Basilio, wie die Feuerwehr mitteilte. Handy-Videos zeigen die Wucht der Karambolage. 

Auf einem Video ist zu sehen, wie das Kreuzfahrtschiff MSC Opera mit lautem Sirenengeheul Richtung Anlegestelle fährt und Menschen an Land in Panik davonlaufen. Dann schrammt das Schiffe über viele Meter an der Kaimauer entlang und stößt mit dem Ausflugsschiff River Countess zusammen, auf dem rund 130 Menschen gewesen sein sollen. Einige Passagiere des Flusskreuzfahrtschiffs konnten sich in letzter Sekunde über die Gangway an Land retten. 


[Keine Nachricht mehr verpassen: Jetzt Tageskarte auf LinkedIn, XINGoder Facebook folgen.]


Laut Davide Calderan, Präsident der Schlepperfirma „Rimorchiatori Uniti Panfido“ war der Grund für den Crash ein Motorschaden, der dazu geführt habe, dass die Schiffsmaschine beschleunigt habe, statt abzubremsen. Zwei Begleit-Schlepper hätten noch versucht, die Fahrt zu bremsen, doch seien die Schleppketten dabei gerissen. Der Kanal von Giudecca liegt am historischen Zentrum der Stadt. 

MSC spricht in einem ersten Statement von technischen Problemen beim Manövrieren. Die Untersuchungen zur genauen Ursache des Unfalls liefen und MSC arbeite bei den Untersuchungen mit den lokalen Behörden zusammen.

Die Kollision löste neue Diskussionen nach Einschränkungen für Kreuzfahrtschiffe in der Lagunenstadt aus. Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, erklärte, das Unglück sei „der x-te“ Beweis, dass in dem Kanal keine Kreuzfahrtriesen mehr fahren könnten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ist das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern zu teuer geworden? Immer mehr Urlauber sind einer Umfrage zufolge unzufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Start ins Tourismusjahr 2026 ist trotzdem vielversprechend ausgefallen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sieben von zehn Österreichern trotz wirtschaftlicher Unsicherheit eine Sommerreise planen. Die gestiegenen Lebenshaltungskosten führen jedoch zu reduzierten Budgets, vermehrten Urlauben im Inland und einer sensibleren Sicherheitsplanung.

Seit seiner Eröffnung 1992 fehlt dem Münchner Flughafen ein Fernbahnhof. Die Hoffnungen auf eine Behelfslösung haben sich zerschlagen. Eine Prüfung ergab, dass ICE-Züge nicht auf der bestehenden Trasse für S-Bahnen und Regionalzüge fahren können.

Der Reiseveranstalter Dertour verzeichnet für den Sommer 2026 eine starke Reiselust der Deutschen bei stabilen Preisen trotz gestiegener Kerosinkosten. Neben frühzeitigen Buchungen für klassische Sonnenziele und Fernreisen gewinnt das Last-Minute-Segment an Dynamik.

Eine Cover-Analyse zeigt die beliebtesten Urlaubsregionen deutscher Fachredaktionen über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass gedruckte Reisemagazine verstärkt auf naturnahe Rückzugsorte und Bergregionen abseits des Massentourismus setzen.

Das Städtische Klinikum Wolfenbüttel rät Allergikern mit Anaphylaxie-Risiko zur Mitnahme eines ärztlich verordneten Notfallsets im Reisegepäck. Für den Transport von Adrenalin im Flugzeughandgepäck ist eine mehrsprachige ärztliche Bescheinigung erforderlich.

Die DDR-Marineplattform Ostervilm vor Rügen wurde an ein österreichisches Fertighausunternehmen versteigert. Die neuen Eigentümer planen den Umbau der maroden Ostsee-Station zu einem exklusiven, ökologischen Hotel- und Veranstaltungsort.

Eine Untersuchung von Klarna belegt einen deutlichen Wandel im deutschen Urlaubsverhalten hin zu häufigeren und kürzeren Reisen im Jahr 2026. Dies bringt veränderte Anforderungen an die kontinuierliche Finanzplanung und das persönliche Reisebudget mit sich.

Millionen Fans werden zur Fußball-WM in Nordamerika erwartet. Die USA rechnen mit dem bestbesuchten Turnier der Geschichte. Für die Gastgeber geht es um weit mehr als Sport.

Fünf deutsche Gemeinden von den Alpen bis zur Ostsee bewerben sich bei der Welttourismusorganisation um die Auszeichnung als beste Tourismusdörfer der Welt. Die Orte folgen auf die Vorjahressieger Bad Hindelang und Schiltach.