Blick in die Zukunft beim virtuellen DZT Knowledge Day 2020

| Tourismus Tourismus

Beim Knowledge Day 2020 informierte die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) ihre Mitglieder über aktuelle technologische Trends sowie praktische Anwendungen digitaler Tools im Tourismus. Aufgrund der zurzeit geltenden Kontaktbeschränkungen fand der diesjährige Knowledge Day als virtuelle Veranstaltung statt, bei der sich über 100 Teilnehmer zugeschaltet hatten.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT: „Digitalisierung ist Trumpf bei der Bewältigung der Corona-Krise. Unsere Knowledge Days haben sich als starkes Format etabliert, um unser Knowhow und unsere Vernetzung in allen Dimensionen der Digitalen Transformation mit den DZT-Mitgliedern zu teilen. Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) oder das Thema Open Data sind Bereiche, in denen wir heute bereits über wertvolle praktische Erfahrungen verfügen. So können wir unsere Partner im Deutschlandtourismus wirkungsvoll beim Recovery-Prozess und den kommenden Herausforderungen im internationalen Wettbewerb unterstützen.“

Als Key Note Speaker konnte die DZT mit Fabian Westerheide einen der bekanntesten Protagonisten der deutschen KI-Szene gewinnen. Der Experte, Investor und Organisator der Fachkonferenz ‚Rise of AI‘ analysierte die Learnings aus der Corona-Krise. Auf dem Knowledge Day stellte Westerheide acht Thesen vor, die KI in Beziehung zu aktuellen Entwicklungen im Tourismus setzen. „Die Welt gehört den B-to-C-Plattformen, die mit KI die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden detailliert analysieren können“, ist der Experte überzeugt. KI-Anwendungen könnten beispielsweise den Kunden helfen, das gewünschte Maß an Privatsphäre auf Reisen zu erhalten, und den Anbietern, maßgeschneiderte Produkte zu entwickeln.

Darüber hinaus präsentierte die DZT beim Knowledge Day verschiedene praktische Anwendungen zukunftsorientierter Technologien. Dazu zählten Perspektiven, eine Zwischenbilanz sowie die geplanten nächsten Schritte in der Realisation des Open Data-/Knowledge Graph-Projektes der deutschen Tourismusbranche, das von der DZT koordiniert wird.

Für die Anwendung von KI steht der Chatbot der DZT, der während der Corona-Krise entwickelt und auf dem Facebook-Kanal sowie der Microsite zu Corona implementiert wurde, um automatisiert Konsumenten-Fragen rund um die Uhr direkt und persönlich zu beantworten. Impulse durch den Einsatz von Augmented Reality (AR) während der Pandemie sowie Travel Insights von Facebook Deutschland waren weitere Themen beim Knowledge Day.

Alle Themen und Inhalte zum Knowledge Day gibt es hier.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.

Urlaub in Schleswig-Holstein steht bei vielen Deutschen weiter hoch im Kurs. Doch wegen der höheren Lebenshaltungskosten zögern viele mit einer Buchung. Die Touristiker beobachten das mit Sorge.

Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Veranstaltungen verändern nach Angaben der Initiative Chefsache Business Travel die Planung von Geschäftsreisen. Unternehmen bündeln Reisen stärker und richten sie gezielter auf konkrete geschäftliche Ziele aus.

Mehr als dreimal so viele Touristen wie griechische Einwohner strömten 2025 in das Urlaubsland. Auf Jetset-Inseln wie Santorini oder Mykonos bringt der Rekord-Tourismus die Infrastruktur ans Limit.

Eine aktuelle Auswertung von Fit Reisen analysiert das Suchinteresse für Ayurveda-Angebote in Europa. Dabei zeigt sich eine starke Präferenz für deutsche Regionen sowie eine Verschiebung hin zu mediterranen Zielen infolge der Iran-Krise.

Eine Studie des Technologieunternehmens Amadeus sieht weltweit eine hohe Offenheit vieler Reisender gegenüber künstlicher Intelligenz und digitalen Mobilitätsdiensten. Gleichzeitig bleiben Sprachbarrieren, Zusatzkosten und unzureichende Informationen häufig genannte Probleme im Reiseverkehr.

Fast die Hälfte der Passagierflüge, die auf deutschen Hauptverkehrsflughäfen starten oder landen, sind auf Kurzstrecken unterwegs. Die häufigste Verbindung war 2025 die zwischen Frankfurt/Main und London-Heathrow.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein: Bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern.

Der Plattformbetreiber Airbnb plant den Ausbau zu einem umfassenden Dienstleistungsmarktplatz nach dem Vorbild von Amazon und integriert im Sommer 2026 neben tausenden Boutique-Hotels auch Mietwagen, Gastronomieangebote zur Fußball-Weltmeisterschaft sowie neue KI-Werkzeuge in seine Anwendung.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.