Bodensee-Tourismusunternehmen melden überwiegend guten Saisonstart

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Die großen Freizeit- und Tourismusunternehmen am Bodensee ziehen zum bisherigen Verlauf der Saison mehrheitlich eine positive Bilanz. Wie der Verband der Tourismuswirtschaft Bodensee (VTWB) , habe das frühe Osterfest den Saisonstart nicht belastet. Vor allem das sonnige Wetter habe vielerorts für hohe Nachfrage gesorgt.

Besonders zufrieden äußern sich laut Mitteilung die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) der Stadtwerke Konstanz sowie die Schweizerische Schifffahrt Untersee und Rhein (URh). Die BSB hätten bis Ende April rund 30.000 Fahrgäste mehr als im Vorjahreszeitraum gezählt. Die URh spricht nach eigenen Angaben von einem Plus von 24 Prozent gegenüber dem Jahr 2023, das wegen vergleichbarer Wetter- und Wasserstandsbedingungen als Referenz herangezogen werde.

Der niedrige Wasserstand des Bodensees stelle die Schifffahrt allerdings weiterhin vor Herausforderungen. Nach Angaben der BSB müssten Schiffe langsamer fahren und größeren Abstand zum Ufer halten. Zudem seien die Zugänge zu den Schiffen aktuell steiler, wodurch mehr Zeit für Ein- und Ausstieg benötigt werde. Teilweise komme es deshalb zu Verspätungen.

Die BSB haben nach eigenen Angaben in diesem Jahr erstmals den sogenannten „Seepass“ eingeführt. Die Saisonkarte koste 79 Euro für den Untersee und 219 Euro für sämtliche Linien einschließlich Obersee und Vorarlberg Lines. Die URh kündigte für diese Saison mehrere Kunstfahrten und Veranstaltungen unter dem Titel „hänne und dänne – Der Untersee als Kunstraum“ an.

Mainau und Bergbahnen melden stabile oder steigende Besucherzahlen

Auch die Insel Mainau berichtet laut VTWB von stabilen Besucherzahlen. Björn Graf Bernadotte erklärte: „Dank des sonnigen Wetters und vieler Erlebnisangebote konnten wir sehr gute Ergebnisse erzielen und liegen bei den Besucherzahlen insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres, obwohl Ostern diesmal vergleichsweise früh war.“

Zu den neuen Angeboten der Insel zählen laut Mitteilung sieben lebensgroße Dinosauriermodelle, ein Maislabyrinth sowie erstmals geplante Rosenwochen vom 13. bis 28. Juni.

Die Burg Meersburg meldet ebenfalls Besucherzahlen auf Vorjahresniveau. Nach Angaben von Laura Naeßl-Doms seien die Eintrittspreise seit Jahren nicht erhöht worden. Zudem gebe es Rabatte für Familien.

Positiv äußern sich auch die Pfänderbahn in Österreich und die Säntis-Bahn in der Schweiz. Die Pfänderbahn habe im März und April zwar einen Rückgang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, dennoch handle es sich laut Vorstand Thomas Kinz um das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Die Säntis-Bahn meldet für denselben Zeitraum einen leichten Fahrgastanstieg.
 

Pfahlbaumuseum und Affenberg Salem registrieren weniger Tagesgäste

Zurückhaltender fällt die Bilanz beim Pfahlbaumuseum Unteruhldingen und beim Affenberg Salem aus. Museumsdirektor Gunter Schöbel erklärte, die Besucherzahlen des Pfahlbaumuseums hätten bis Ende April 15 Prozent unter Vorjahresniveau gelegen. Bis Mitte Mai habe sich das Minus auf 10 Prozent reduziert. Als Gründe nennt Schöbel laut Mitteilung sinkende Tagesgastzahlen und eine seit Mitte 2025 verstärkt beobachtete Zurückhaltung bei Museumsbesuchen.

Das Museum habe seine Investitionen im Rahmen des UNESCO-Masterplans fortgesetzt. Nach der Eröffnung des „Neuen Museums“ mit dem „Archaeorama“ im Jahr 2024 werde nun ein neuer Entdeckerparcours für Familien eröffnet. Zudem sei das Museum seit Mai mehrsprachig ausgerichtet worden.

Der Affenberg Salem meldet nach Angaben von Direktor Roland Hilgartner ebenfalls einen Rückgang der Besucherzahlen um knapp 15 Prozent im April. Der Affenberg feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Geplant seien unter anderem ein neu gestalteter Eingangsbereich sowie zusätzliche Angebote für Kinder.

Ferienwohnungsanbieter erwartet hohe Nachfrage nach Inlandsurlauben

Optimistisch äußert sich auch Jochen Kirchhoff, Geschäftsführer des Ferienwohnparks Immenstaad. Er erwartet laut Mitteilung eine hohe Nachfrage nach Unterkünften am Bodensee. Gleichzeitig beobachte das Unternehmen kürzere Aufenthaltsdauern der Gäste. Deshalb investiere der Anbieter verstärkt in Digitalisierung und automatisierte Abläufe bei Buchung und Check-in.


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