Das war der Camping-Sommer 2021

| Tourismus Tourismus

Das auf Campingurlaube spezialisierte Internetportal www.camping.info hat die Sommermonate ausgewertet. In den Ferienmonaten Juli und August verbuchte die Campingbranche in Deutschland über 17.461.438 Übernachtungen. Das ist ein leichtes Minus von 1,47 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bemerkenswert ist mit 94 Prozent der hohe Anteil an inländischen Campingurlaubern. 16.421.388 Nächtigungen (+ 1,41 Prozent) stammen von inländischen Gästen. Weiterhin bleiben die ausländischen Gäste aus. In den Sommermonaten Juli und August waren es nur mehr 1.040.050 Nächtigungen. Ein Minus von 32 Prozent, nach einem Minus von 53 Prozent im letzten Jahr. Im Jahr 2019 freute sich die Campingbranche noch über rund 3,3 Millionen Nächtigungen, die von Campern aus dem Ausland stammten.

Campingurlaube zählen zu den sichersten Urlaubsformen

"Urlaube auf einem Campingplatz zählen in Zeiten der Corona-Pandemie wohl zu den sichersten Urlaubsformen", weiß Maximilian Möhrle, Geschäftsführer des Reise- und Buchungsportals camping.info mit Sitz in Berlin. "Social-Distancing ist für Camper kein Problem, da sie ihr Zuhause auch unterwegs dabeihaben." Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Campingurlauben, die auch dadurch begründet ist, dass immer mehr Reisemobile und Wohnwagen auf den Straßen unterwegs sind, rät Möhrle zu einer rechtzeitigen Reservierung von Campingplätzen. "Gerade in der Hauptsaison sind die gefragtesten Campingplätze schon sehr früh ausgebucht."

Die Übernachtungszahlen der Ferienmonate Juli und August 2021 im Vergleich zum Vorjahr:

Deutschland : 17.461.438 Übernachtungen, - 1,47 Prozent
aus dem Inland: 16.421.388 Übernachtungen, + 1,41 Prozent
aus dem Ausland: 1.040.050 Übernachtungen, - 32 Prozent

Baden-Württemberg: 1.917.828 Übernachtungen, - 2,57 Prozent
Bayern: 3.053.543 Übernachtungen, + 0,95 Prozent
Berlin: 39.787 Übernachtungen, - 16,5 Prozent
Brandenburg: 839.077 Übernachtungen, - 6,15 Prozent
Bremen: 30.964 Übernachtungen, + 24,72 Prozent
Hamburg: 41.364 Übernachtungen, + 6,3 Prozent
Hessen: 525.563 Übernachtungen, - 5,35 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 3.056.163 Übernachtungen, - 3,23 Prozent
Niedersachsen: 2.498.048 Übernachtungen, + 11,33 Prozent
Nordrhein-Westfalen: 802.592 Übernachtungen, - 0,58 Prozent
Rheinland-Pfalz: 789.291 Übernachtungen, - 40,22 Prozent
Saarland: 64.034 Übernachtungen, - 21,08 Prozent
Sachsen: 457.368 Übernachtungen, - 11,36 Prozent
Sachsen-Anhalt: 296.553 Übernachtungen, - 7,44 Prozent
Schleswig Holstein: 2.757.540 Übernachtungen, + 13,9 Prozent
Thüringen: 291.723 Übernachtungen, - 2,85 Prozent

Übernachtungszahlen auf Deutschlands Campingplätzen im Jahr 2020:

Deutschland: 33.953.049 Übernachtungen, - 5,04 Prozent

1. Bayern: 5.625.474 Übernachtungen, - 12,61 Prozent
2. Mecklenburg-Vorpommern: 5.570.239 Übernachtungen, + 9,87 Prozent
3. Schleswig-Holstein: 4.667.381 Übernachtungen, + 8,84 Prozent
4. Niedersachsen: 4.602.379 Übernachtungen, - 11,99 Prozent
5. Baden-Württemberg: 3.880.718 Übernachtungen, - 16,54 Prozent
6. Rheinland-Pfalz: 2.667.094 Übernachtungen, - 5,96 Prozent
7. Nordrhein-Westfalen: 1.790.286 Übernachtungen, - 10,39 Prozent
8. Brandenburg: 1.529.957 Übernachtungen, + 10,02 Prozent
9. Hessen: 1.059.301 Übernachtungen, - 14,41 Prozent
10. Sachsen: 963.237 Übernachtungen, + 14,73 Prozent
11. Sachsen-Anhalt: 640.964 Übernachtungen, + 23,88 Prozent
12. Thüringen: 581.066 Übernachtungen, - 15,80 Prozent
13. Saarland: 130.506 Übernachtungen, - 23,06 Prozent
14. Hamburg: 81.637 Übernachtungen, - 49,01 Prozent
15. Bremen: 81.537 Übernachtungen, - 25,81 Prozent
16. Berlin: 81.273 Übernachtungen, - 39,16 Prozent
 
2020: 33.953.049 Übernachtungen, - 5,04 Prozent
2019: 35.756.382 Übernachtungen, + 3,47 Prozent
2018: 34.557.794 Übernachtungen, + 11,29 Prozent
2017: 31.051.262 Übernachtungen, + 1,86 Prozent
2016: 30.484.844 Übernachtungen, + 4,30 Prozent
2015: 29.216.105 Übernachtungen, + 4,81 Prozent
2014: 27.876.272 Übernachtungen, + 7,23 Prozent
 
Höchster Wert: 35.756.382 Übernachtungen (2019)
Tiefster Wert: 19.916.840 Übernachtungen (1998)
Aufzeichnungen seit 1992

Bestand Reisemobile und Wohnwagen:

2020: 674.697 Reisemobile + 14,5 Prozent / 722.516 Wohnwagen + 3,4 Prozent
2019: 589.355 Reisemobile / 698.596 Wohnwagen
2018: 532.687 Reisemobile / 674.676 Wohnwagen
2017: 486.893 Reisemobile / 654.073 Wohnwagen
2016: 417.297 Reisemobile / 616.373 Wohnwagen
2015: 392.003 Reisemobile / 601.161 Wohnwagen

Bestand Freizeitfahrzeuge (Reisemobile und Wohnwagen):

2020: 1.397.213 Freizeitfahrzeuge, + 8,5 Prozent
2019: 1.287.951 Freizeitfahrzeuge, + 6,7 Prozent
2018: 1.207.363 Freizeitfahrzeuge, + 5,8 Prozent
2017: 1.140.966 Freizeitfahrzeuge, + 10,4 Prozent
2016: 1.033.670 Freizeitfahrzeuge, + 4,1 Prozent
2015:  993.164 Freizeitfahrzeuge, + 3,8 Prozent

Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen:

2020: 78.055 Reisemobile + 44,76 Prozent / 29.148 Wohnwagen + 8,19 Prozent
2019: 53.922 Reisemobile + 15,07 Prozent / 26.941 Wohnwagen + 10,75 Prozent
 


Zurück

Vielleicht auch interessant

Schlösser, Natur, zweisprachiges Theater: Polnische Touristen haben Brandenburg als Urlaubsregion entdeckt. Welche Orte besonders gefragt sind und was sie dort anzieht.

Die deutsche Fluggesellschaft Condor ist auf der Suche nach neuen Eigentümern. Ihr Chef kann sich auch einen Verkauf an Airlines vom Golf vorstellen.

Mehr als 29.400 Beschwerden in nur sechs Monaten: Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr meldet einen Rekord – vor allem Flugreisende fordern Entschädigung nach Ausfällen und Verspätungen.

Trotz inflationsbedingter Belastungen plant die Mehrheit der Hamburger eine Sommerreise, achtet dabei jedoch verstärkt auf Rabatte und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der klassische Strandurlaub bleibt dabei die beliebteste Urlaubsform.

Mittelgebirge, Städte, Freizeitparks: Sachsen hat im Sommer viel für einen abwechslungsreichen Urlaub zu bieten. Die Tourismusbranche rechnet mit weiteren Buchungen in den kommenden Wochen.

Eine aktuelle Umfrage von SAP Concur zeigt, dass deutsche Geschäftsreisende touristische Hotspots zunehmend meiden. Hohe Kosten, überfüllte Innenstädte und eingeschränkte Verfügbarkeiten beeinflussen demnach die Reiseplanung.

Klinik und Bett statt Strand: Für ein Paar endete der Traumurlaub auf Mauritius schon auf dem Hinflug - mit gebrochenen Wirbeln und Schmerzen. Im Nachgang klagen sie gegen den Reiseveranstalter.

Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber hat eine neue Initiative zur strategischen Neuausrichtung des Tourismus gestartet. Grundlage der kommenden Beratungen sind die Ergebnisse einer branchenweiten Umfrage mit über 1.100 Teilnehmern.

Zum Start der Sommerferien hat ECPAT Deutschland eine Kampagne gegen Kindesmissbrauch im Tourismus gestartet. Gemeinsam mit Behörden und Reiseveranstaltern sollen Reisende für Zivilcourage sensibilisiert werden.

Eine aktuelle Auswertung von Airbnb identifiziert die beliebtesten deutschen Strandorte für den Sommer 2026. Dabei dominieren vor allem Ziele an der Ostseeküste das Ranking der Suchanfragen.