Deutscher Reisemarkt 2025: Rekordausgaben, mehr Fernreisen und boomende Kreuzfahrten

| Tourismus Tourismus

Die Ausgaben der Deutschen für Urlaubsreisen sind im Jahr 2025 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) gaben die Bundesbürger 87,9 Milliarden Euro für vor Reiseantritt gebuchte Urlaubsreisen mit mindestens einer Übernachtung aus. Die Zahlen stammen aus der aktuellen Datensammlung Der deutsche Reisemarkt – Zahlen und Fakten 2025, die der Verband veröffentlicht hat.

Laut DRV zeigt die Entwicklung, dass die Reisewirtschaft nach den pandemiebedingten Einbrüchen wieder deutlich gewachsen ist. Bereits seit 2023 liegen die Ausgaben über dem Niveau des früheren Rekordjahres 2019. Die Daten basieren unter anderem auf Auswertungen des MobilitätsMonitors von YouGov.

Reiseveranstalter und Reisebüros steigern Umsätze

Die Umsätze der Reiseveranstalter beliefen sich im Jahr 2025 nach Angaben des Verbandes auf 43,4 Milliarden Euro, nach 39,8 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Damit entfällt knapp die Hälfte des Gesamtmarktes auf Veranstalterreisen.

Auch der stationäre Vertrieb bleibt ein wichtiger Bestandteil der Branche. Reisebüros erzielten laut DRV im vergangenen Jahr 21 Milliarden Euro Umsatz. Davon entfielen 14,3 Milliarden Euro auf Privatkunden und 6,7 Milliarden Euro auf Geschäftsreisen.

Nach Angaben des Verbandes gibt es in Deutschland rund 2.300 Reiseveranstalter sowie knapp 8.000 touristische Reisebüros mit stationärem Geschäft. Insgesamt arbeiteten 2025 rund 54.578 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte bei Reisebüros und Reiseveranstaltern.

Mehr Menschen unternehmen längere Urlaubsreisen

Die Zahl der Deutschen, die eine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen Dauer unternehmen, ist laut den Angaben leicht gestiegen. Im Jahr 2025 reisten 57,1 Millionen Menschen auf längere Urlaubsreisen. Die sogenannte Reiseintensität lag bei 80,5 Prozent der Bevölkerung.

Gleichzeitig ging die durchschnittliche Reisedauer etwas zurück. Nach Angaben der Studie lag sie im Jahr 2025 bei 12,4 Tagen, nachdem sie im Vorjahr noch bei 13 Tagen gelegen hatte.

Flugzeug bleibt wichtigstes Verkehrsmittel

Beim Verkehrsmittel dominieren weiterhin Flugreisen. Laut den Daten entfallen 47 Prozent der Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer auf das Flugzeug. Damit ist der Anteil im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. An zweiter Stelle steht das Auto mit 40 Prozent, während Bahn und Bus deutlich geringere Anteile erreichen.

Auch bei den Reisezielen zeigen sich Veränderungen. Der Anteil der Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands lag 2025 bei 22,2 Prozent und damit etwas niedriger als im Vorjahr. Gleichzeitig nahm der Anteil von Fernreisen auf 8,6 Prozent zu.

Zu den beliebtesten Auslandszielen der Deutschen zählen nach Angaben der Reiseanalyse unter anderem Spanien, Italien, Griechenland, Kroatien und die Türkei.

Kreuzfahrten verzeichnen steigende Nachfrage

Der Kreuzfahrtmarkt entwickelte sich laut den Angaben ebenfalls weiter. Insgesamt 4,2 Millionen Passagiere nahmen 2025 an Hochsee- oder Flusskreuzfahrten teil.

Für diese Reisen gaben deutsche Urlauber rund 6,7 Milliarden Euro aus. Bei Hochseekreuzfahrten war die Nordsee das häufigste Fahrtgebiet, gefolgt vom westlichen Mittelmeer sowie dem Atlantikraum mit Kanaren, Madeira und Azoren.

Bei Flusskreuzfahrten entfiel der größte Anteil auf Rhein und Nebenflüsse, gefolgt von der Donau sowie Flüssen in Frankreich.

Tourismus bleibt bedeutender Wirtschaftsfaktor

Der Tourismus hat weiterhin große wirtschaftliche Bedeutung in Deutschland. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes arbeiten rund 2,9 Millionen Menschen in der Branche. Das entspricht etwa sieben Prozent aller Arbeitsplätze.

Im Jahr 2025 wurden zudem 497,5 Millionen Übernachtungen in Deutschland registriert. Davon entfielen 413,7 Millionen auf inländische Gäste und 83,8 Millionen auf internationale Besucher.


Die Reiselust der Deutschen bleibt ungebrochen. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten hat die Reisewirtschaft 2025 erneut Rekordwerte erreicht. Laut der aktuellen Branchenanalyse „Der deutsche Reisemarkt – Zahlen und Fakten 2025“ des Deutschen Reiseverbands (DRV) steigen sowohl die Ausgaben als auch die Zahl der Reisenden weiter an.

Urlaubsausgaben erreichen neues Rekordniveau

Die Deutschen gaben im Jahr 2025 insgesamt 87,9 Milliarden Euro für vorab gebuchte Urlaubsreisen aus – so viel wie noch nie. Damit setzt sich die Entwicklung fort, die bereits seit 2023 über dem Niveau des bisherigen Rekordjahres 2019 liegt.

Auch die Reiseveranstalter profitieren von der starken Nachfrage:

  • 43,4 Milliarden Euro Umsatz erzielten Veranstalter (2024: 39,8 Milliarden Euro)

  • Rund 50 Prozent Marktanteil entfallen weiterhin auf Pauschalreisen

  • 21 Milliarden Euro Umsatz generierten Reisebüros

    • davon 14,3 Milliarden Euro Privatkundengeschäft

    • 6,7 Milliarden Euro Business Travel

Damit bleibt der organisierte Reisemarkt ein zentraler Vertriebskanal der Branche.

Mehr Menschen reisen – aber etwas kürzer

2025 unternahmen 57,1 Millionen Deutsche eine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen. Die Reiseintensität steigt damit leicht auf 80,5 Prozent der Bevölkerung.

Gleichzeitig zeigt sich ein Trend zu kürzeren Aufenthalten:

  • Durchschnittliche Reisedauer: 12,4 Tage

  • Vorjahr: 13 Tage

Kurzreisen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Flugreisen dominieren – Fernreisen nehmen zu

Beim Verkehrsmittel bleibt das Flugzeug unangefochten an der Spitze.

  • 47 Prozent aller längeren Urlaubsreisen erfolgen per Flugzeug

  • 40 Prozent mit dem Auto

  • Bahn und Bus spielen nur eine Nebenrolle.

Parallel dazu steigt die Fernreiselust deutlich:

  • Fernreisen: 8,6 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent)

  • Deutschlandreisen: 22,2 Prozent (Vorjahr: 23,6 Prozent)

Das Mittelmeer bleibt weiterhin die dominierende Urlaubsregion mit über 44 Prozent aller Reisen.

Kreuzfahrten bleiben Wachstumssegment

Der Kreuzfahrtmarkt entwickelt sich weiterhin dynamisch.

  • 4,2 Millionen Passagiere auf Hochsee- und Flusskreuzfahrten

  • 6,7 Milliarden Euro Umsatz (+8 % gegenüber dem Vorjahr)

Beliebteste Hochsee-Regionen:

  1. Nordsee – 37 %

  2. Westliches Mittelmeer – 20 %

  3. Atlantik/Kanaren – 14 %

Bei Flusskreuzfahrten dominieren:

  1. Rhein und Nebenflüsse – 44 %

  2. Donau – 22 %

  3. Frankreichs Flüsse – 14 %

  4. Nil – 9 %

Tourismus bleibt wichtiger Wirtschaftsfaktor

Der Tourismus gehört weiterhin zu den wichtigsten Branchen Deutschlands.

  • 2,9 Millionen Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt vom Tourismus ab

  • 497,5 Millionen Übernachtungen wurden 2025 in Deutschland gezählt.

International bleibt Deutschland ebenfalls ein bedeutendes Reiseziel. Wichtigste Herkunftsmärkte sind:

  • Niederlande

  • USA

  • Schweiz

  • Großbritannien

  • Österreich.

Fazit: Die Branche wächst – trotz Krisen

Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich: Die Nachfrage nach Reisen bleibt hoch. Besonders Pauschalreisen, Flugreisen und Kreuzfahrten treiben das Wachstum. Gleichzeitig verändern sich die Reisegewohnheiten: Fernreisen nehmen zu, während die Aufenthaltsdauer leicht sinkt.

Die deutsche Reisewirtschaft geht damit gestärkt aus den vergangenen Krisenjahren hervor und bleibt eine der dynamischsten Branchen im Dienstleistungssektor.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Dertour Group blickt auf der ITB Berlin optimistisch auf das Reisejahr 2026. Trotz globaler Unsicherheiten steigen die Buchungszahlen für den Sommer, wobei besonders preisattraktive Ziele im östlichen Mittelmeer und Fernreisen im Fokus der Urlauber stehen.

Während Airbnb und der DTV mit einem Millionen-Fonds den ländlichen Tourismus fördern wollen, warnt Hotelunternehmer Marco Nussbaum vor strategischer Einflussnahme. Wie andere Branchenexperten kritisiert die Kooperation als Instrument zum Aufbau politischer Beziehungen durch den Plattform-Konzern.

Die neue Reiseanalyse 2026 belegt einen Rekord bei den Reiseausgaben der Deutschen, während das Inland als Zielregion Marktanteile verliert. Flugreisen und Online-Buchungen setzen ihren Wachstumskurs fort, und auch Künstliche Intelligenz kommt bereits bei jeder fünften Reiseplanung zum Einsat

Österreich präsentiert auf der ITB Berlin 2026 neue Daten zum Ganzjahrestourismus: Mit einem Anteil von 28,1 Prozent an den Übernachtungen gewinnen Frühjahr und Herbst massiv an Bedeutung.

Der Urlaubsmarkt im Nordosten erholt sich. 2025 gab es mehr Übernachtungsgäste, aber seltener aus dem Ausland. Trotz guter Besucherzahlen brauche es frische Ideen, sagt Staatssekretär Jochen Schulte.

Tui rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines nach Deutschland zurückzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel.

Nach dem Kriegsausbruch im Iran sitzen zehntausende deutsche Urlauber im Nahen Osten fest. Während die Bundesregierung Evakuierungen für vulnerable Gruppen vorbereitet und Reisekonzerne wie Tui erste Rückflüge planen, warnen Behörden vor logistischen Engpässen und betrügerischen Umbuchungs-Hotlines.

Die Deutschen buchen ihren Sommerurlaub 2026 so früh wie nie zuvor. Während die Türkei und das Mittelmeer boomen und die Pauschalreise als Sicherheitsgarant gefragt ist, müssen die USA deutliche Einbußen hinnehmen. Der DRV präsentiert zum Start der ITB Berlin die aktuellen Marktdaten.

Die ITB Berlin 2026 startet heute mit rund 6.000 Ausstellern aus über 160 Ländern. Im Mittelpunkt der dreitägigen Fachmesse stehen neben dem Gastland Angola die technologische Transformation durch Künstliche Intelligenz, strategische Wachstumsfelder wie Medical- und LGBTQ+-Tourism sowie ein international besetzter Fachkongress zur Zukunft der Branche.

Während der deutsche Reisemarkt insgesamt stagniert, boomt das Geschäft mit Fernreisen nach Asien. Neue Daten von YouGov und Sinus belegen ein Wachstum von zwölf Prozent für die Fernstrecke Ost und zeigen, welche Milieus den Trend antreiben.