Digitalisierung: FTI nimmt Gebühr für gedruckte Reiseunterlagen

| Tourismus Tourismus

FTI setzt auf papierlosen Urlaub: Der Veranstalter erhebt ab dem 4. November für gedruckte Reiseunterlagen drei Euro Gebühr. Man wolle die Kunden noch stärker zu papierlosen Unterlagen animieren, um einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit zu leisten, erklärte FTI auf Anfrage. Rund 70 Prozent der Kunden bevorzugten schon jetzt digitale Reisedokumente.

Keine Gebühr fällt weiterhin bei bestimmten Reisezielen wie etwa Kuba an. Auf der Karibikinsel sei das Booklet für die vorgeschriebene Touristenkarte (Cuba Card) nötig. Auch bei teuren Reisen ab 4500 Euro sind die gedruckten Unterlagen weiter inklusive.

Immer mehr Reiseveranstalter verabschieden sich von Reisedokumenten auf Papier. Bei Tui gibt es seit Ende 2016 keine gedruckten Unterlagen mehr. Thomas Cook nahm von Ende November 2018 an ebenfalls drei Euro für die Papiervariante. Der Veranstalter mit Marken wie Neckermann musste Ende September 2019 Insolvenz anmelden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der dritte European Travel Trend Report der Dertour Group belegt das wachsende Interesse an Slow Travel, digitalen Auszeiten und Solo-Reisen. Besonders in Deutschland gewinnen entschleunigte Reiseformen und Alleinreisen stark an Bedeutung.

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.