Engpässe bei Kerosin: Reicht der Treibstoff für den Flug in den Sommerurlaub?

| Tourismus Tourismus

Große Unternehmen aus der deutschen Luftfahrt- und Tourismus-Industrie haben den Kunden versichert, dass sie im Sommer keine Flugausfälle wegen fehlenden Kerosins fürchten müssten. Man habe an den eigenen Drehkreuzen sowie an weiteren Flughäfen keine Anzeichen dafür, dass die Treibstoffversorgung im Sommer gefährdet sei, erklärte Lufthansa-Vorstandsmitglied Dieter Vranckx in einer Mitteilung. Ausbleibende Treibstoff-Lieferungen durch die Straße von Hormus würden durch Importe aus den USA und Afrika kompensiert. Zudem hätten europäische Raffinerien ihre Kerosin-Produktion auf das maximale Level hochgefahren.

Auch der Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte will den Passagieren die Angst vor Kerosin-Engpässen nehmen. «Ich würde jedem Fluggast klar sagen: Mach dir über deine Buchung derzeit keine Sorge», sagte der Fraport-Vorstandschef dem «Handelsblatt». Selbst wenn es in irgendeiner Region der Welt doch einen Engpass geben sollte, werde man umgebucht oder bekomme sein Geld zurück. «Und die Sorge, dass man irgendwo strandet, ist nach meiner Einschätzung unbegründet. Länder wie Indien oder China gehen sehr professionell durch Anlegen von Reserven mit der Situation um. Ein Flugzeug, das dort landen darf, wird auch wieder zurückfliegen.» 

Bereits am Wochenende hatte der Chef des Veranstalters TUI, Sebastian Ebel, von einer stabilen Versorgung berichtet, bei der man keine Störungen sehe. Zudem versprach er den Kunden in einem LinkedIn-Post eine Preisgarantie auch für Pauschalreisen: «Der Preis, den du gebucht hast, ist der Preis, den du zahlst - keine Überraschungen, keine nachträglichen Erhöhungen.» 

Das hatten auch andere Veranstalter angekündigt. Bei reinen Flugtickets können Airlines in der Regel ohnehin keine Nachforderungen zu einem einmal vereinbarten Ticketpreis stellen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.

Eine Untersuchung von Urlaubstracker zeigt große regionale Unterschiede bei kostenfreien Attraktionen auf europäischen Inseln. Während Malta die höchste Gesamtdichte an kostenlosen Angeboten aufweist, punkten andere Destinationen mit umfangreichen Strand- oder Wanderwegenetzen.

Four Seasons hat die Flugrouten der Private Jet Experience für das Jahr 2028 vorgestellt. Die Reisen kombinieren Langstreckenflüge im Privatjet mit Aufenthalten in neuen und bestehenden Hotels von Four Seasons.

Fit Reisen hat europäische Urlaubsorte auf ihre Gräserpollen-Belastung untersucht. Während Tórshavn auf den Färöern und nordische Regionen nahezu pollenfrei sind, verzeichnen das portugiesische Alentejo und Standorte in der Schweiz die höchsten Werte.

Der Deutschland-Tourismus verzeichnete im Winter 2025/2026 mit 117,2 Millionen Übernachtungen das zweitstärkste Ergebnis seiner Geschichte. Trotz steigender Auslastung in der Hotellerie leidet das Gastgewerbe unter einem deutlichen Zuwachs bei den Insolvenzen, während die Konsumzurückhaltung auch den Tagestourismus bremst.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass persönliche Interessen und Empfehlungen aus dem Umfeld die Urlaubsplanung in Deutschland dominieren. Nur fünf Prozent der Befragten lassen sich bei der Auswahl ihrer Reiseziele von Trends aus sozialen Netzwerken leiten.

Die Zahl der Passagiere, die von deutschen Häfen aus eine Hochseekreuzfahrt antreten, ist im Jahr 2025 auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Auch im EU-weiten Vergleich gab es deutliche Zuwächse, wobei Italien und Spanien die Liste anführen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass drei Viertel der Österreicher ihre Urlaubsplanung an die gestiegenen Mobilitätskosten anpassen. Während viele auf nähere Ziele oder das Auto ausweichen, verzichten zwölf Prozent vollständig auf eine Reise.

Sachsen hat unter dem Slogan „Alles auf einen Augenblick“ eine neue Ganzjahreskampagne gestartet. Die Marketingmaßnahmen konzentrieren sich auf die UNESCO-Welterbestätten des Freistaates und umfassen neben dem deutschsprachigen Raum auch internationale Zielmärkte.

Spanien und Griechenland statt östliches Mittelmeer: Der Iran-Krieg verändert das Reiseverhalten vieler Urlauber. Beim Reisekonzern Tui wird die Sommerreise kurzfristiger gebucht.