Expedia CEO sieht Zukunft für Reisebüros

| Tourismus Tourismus

Mark Okerstrom, der CEO der Expedia Group, glaubt laut Travel Weekly nach wie vor an die Zukunft der klassischen Reisebüros. Auf der Explore 19-Konferenz des Unternehmens antwortete er demnach auf die Frage eines Reporters: „Ich denke, dass traditionelle Reisebüros einen großartigen Platz für sich gefunden haben. Es gibt immer noch einen Bedarf an Beratern für komplexe Reisen. Also Reisen, die mehrteilig sind und viele verschiedene Stationen beinhalten. Dinge wie Kreuzfahrten."

Wie Travel Weekly weiter berichtet, zeigen Expedia-Forschungen, dass zwei Drittel der Kunden lieber per Chat oder Text mit den Beratern kommunizieren würden, wenn sie Fragen haben. Laut Okerstrom spiegeln solche Ergebnisse jedoch nicht die komplexeren Reiserouten wider.

Expedia besitzt auch die sogenannten Expedia-CruiseShipCenters. Diese verfügen laut Okerstrom über rund 300 Standorte und etwa 7.000 Berater. Diese Infrastruktur sei auch notwendig, da eine Kreuzfahrt ein komplexerer Kauf sein könne als eine einfache Hotel- und Flugbuchung.

"Wir sehen in der Branche, dass die einfachen Dinge bereits online geklärt werden. Und wenn wir unsere Kunden betrachten, die mit uns chatten, sind viele Anfragen auch sehr einfach", sagte Okerstrom. Solche Anfragen beziehen sich demnach oft auf die Durchführung einer Buchung, Änderungen oder Stornierungen. Eine komplexe Reise, also zum Beispiel die zehntägige, länderübergreifende Route mit bereits gebuchten Ausflügen sei für einen Reisenden jedoch schwer online zu erledigen. "Das ist immer noch eine großartige Möglichkeit für Offline-Reisebüros", so der CEO.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Four Seasons hat die Flugrouten der Private Jet Experience für das Jahr 2028 vorgestellt. Die Reisen kombinieren Langstreckenflüge im Privatjet mit Aufenthalten in neuen und bestehenden Hotels von Four Seasons.

Fit Reisen hat europäische Urlaubsorte auf ihre Gräserpollen-Belastung untersucht. Während Tórshavn auf den Färöern und nordische Regionen nahezu pollenfrei sind, verzeichnen das portugiesische Alentejo und Standorte in der Schweiz die höchsten Werte.

Der Deutschland-Tourismus verzeichnete im Winter 2025/2026 mit 117,2 Millionen Übernachtungen das zweitstärkste Ergebnis seiner Geschichte. Trotz steigender Auslastung in der Hotellerie leidet das Gastgewerbe unter einem deutlichen Zuwachs bei den Insolvenzen, während die Konsumzurückhaltung auch den Tagestourismus bremst.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass persönliche Interessen und Empfehlungen aus dem Umfeld die Urlaubsplanung in Deutschland dominieren. Nur fünf Prozent der Befragten lassen sich bei der Auswahl ihrer Reiseziele von Trends aus sozialen Netzwerken leiten.

Die Zahl der Passagiere, die von deutschen Häfen aus eine Hochseekreuzfahrt antreten, ist im Jahr 2025 auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Auch im EU-weiten Vergleich gab es deutliche Zuwächse, wobei Italien und Spanien die Liste anführen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass drei Viertel der Österreicher ihre Urlaubsplanung an die gestiegenen Mobilitätskosten anpassen. Während viele auf nähere Ziele oder das Auto ausweichen, verzichten zwölf Prozent vollständig auf eine Reise.

Sachsen hat unter dem Slogan „Alles auf einen Augenblick“ eine neue Ganzjahreskampagne gestartet. Die Marketingmaßnahmen konzentrieren sich auf die UNESCO-Welterbestätten des Freistaates und umfassen neben dem deutschsprachigen Raum auch internationale Zielmärkte.

Spanien und Griechenland statt östliches Mittelmeer: Der Iran-Krieg verändert das Reiseverhalten vieler Urlauber. Beim Reisekonzern Tui wird die Sommerreise kurzfristiger gebucht.

99,99 Euro für fünf Personen – hin und zurück, egal wohin im Land. Was hinter dem neuen Familienangebot der Bahn steckt. Und wie sich generell beim Reisen auf der Schiene sparen lässt.

Fast jede fünfte Winterreise wird laut Dertour Reisebarometer allein angetreten. Besonders die Generation 50 plus und Langzeiturlauber prägen das Segment. Zu den meistgebuchten Zielen gehörten Spanien, Ägypten und die Türkei.