Fast jeder zweite Fernzug im Juli unpünktlich

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Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs, wie die Bahn mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert. Neben den Hitzetagen in beiden Monaten plagen den bundeseigenen Konzern und seine Fahrgäste weiterhin Probleme mit der Infrastruktur.

Mehr Störungen an Anlagen

«Generell verzeichnet die Deutsche Bahn, seit mehreren Monaten eine kontinuierliche Zunahme von Anlagenstörungen», heißt es bei der Bahn. Hinzu kämen weiterhin zahlreiche Baustellen und die Hitzewellen Ende Juni und Ende Juli. «Temperaturen von zeitweise mehr als 41 Grad belasteten die Verkehrsinfrastruktur erheblich», hieß es. Zugleich könnten Instandhaltungsarbeiten bei großer Hitze teilweise nicht wie geplant durchgeführt und müssten verschoben werden.

Als verspätet geht ein Fernzug bei der Bahn ab sechs Minuten Verzögerung. Im gesamten ersten Halbjahr waren lediglich 58,7 Prozent der Züge pünktlich. Zugausfälle werden dabei nicht berücksichtigt.

Drittniedrigster Wert seit 2024

Sie fließen dafür in die sogenannte Reisendenpünktlichkeit ein. Sie misst den Anteil der Fahrgäste, die in einem bestimmten Zeitraum ihr Ziel pünktlich erreicht haben. Als pünktlich gilt ein Reisender bis zu einer Verspätung von 14 Minuten und 59 Sekunden. Die Quote lag im Juli bei lediglich 55 Prozent. Das ist der drittniedrigste Wert seit die Bahn im Jahr 2024 damit begonnen hat, die Reisendenpünktlichkeit zu veröffentlichen. (dpa)


 

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