Flex-Tarif: Tui lässt Pauschalurlauber ab Januar kurzfristig stornieren

| Tourismus Tourismus

Die Tui Deutschland führt für fast alle ihre Pauschalreisen einen Tarif mit einer flexiblen Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeit ein. Vom Januar 2021 an wird es zwei Preise geben: den normalen und einen teureren Flex-Tarif.

Das teilte der Veranstalter bei der Vorstellung des Sommerprogramms 2021 mit. Der Aufpreis im Flex-Tarif soll sich nach der Höhe des Gesamtreisepreises richten. Weitere Details zu dem neuen Angebot und der genaue Einführungstermin wurden nicht bekanntgegeben.

Angesichts der Corona-Pandemie bieten viele Reiseveranstalter aktuell großzügige Stornooptionen an. Bei der Tui gilt derzeit: Wer bis zum Jahresende 2020 bucht, kann Urlaub mit einem geplanten Reiseantritt bis 31. Oktober 2021 noch jeweils bis 14 Tage vor Anreise kostenlos umbuchen oder stornieren. Das Bedürfnis nach Flexibilität wird nach Einschätzung der Tui aber vermutlich dauerhaft bleiben.

Mehrere Tarife mit unterschiedlichen Umbuchungs- und Stornooptionen anzubieten ist in der Luftfahrt und bei der Buchung von Hotels bereits weit verbreitet. Auch die Tui hat rund 6000 Hotels mit Eigenanreise im Programm, in denen sich der Aufenthalt gegen Aufpreis bei der Buchung bis 18.00 Uhr am Anreisetag gebührenfrei stornieren lässt. Bei Pauschalreisen ist dieses abgestufte System aber neu.

Corona-Versicherung wird ausgedehnt

Außerdem wird der Versicherungsschutz «Covid protect» auch bei Sommerreisen 2021 inklusive sein, kündigte Tui an. Bislang war er nur bei Urlaub mit Abreiseterminen bis Ende April 2021 automatisch dabei.

Die Versicherung übernimmt Behandlungskosten im Falle einer Covid-19-Erkrankung während des Urlaubs. Die Übernachtungskosten für eine mögliche Quarantäne im Reiseland und Umbuchungsgebühren sowie die Kosten eines neuen Flugtickets werden erstattet.

Deutschland, Spanien und Griechenland im Trend

Als einen Trend für den Sommer 2021 sieht Tui weiterhin «Urlaub mit Abstand». Die Buchungszahlen bei den Wohnmobilangeboten von Tui Camper zum Beispiel hätten sich vervierfacht. Die beliebtesten Auslandsreiseziele dürften 2021 laut dem Veranstalter Spanien und Griechenland sein. Aber auch Urlaub in Deutschland dürfte wieder hoch im Kurs stehen. Die deutsche Ostseeküste werde 2021 die beliebteste Urlaubsregion innerhalb Deutschlands bleiben, prognostizierte Tui.

Tui setzt darüber hinaus weiterhin auf eigene Hotelmarken. Mit einer neuen Anlage auf Zypern zum Beispiel werde es im Sommer 2021 weltweit insgesamt 26 Robinson-Clubs geben. Hinzu kommen auch sechs neue «Tui-Blue»-Hotels, darunter eines auf den Malediven. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Urlaub in Schleswig-Holstein steht bei vielen Deutschen weiter hoch im Kurs. Doch wegen der höheren Lebenshaltungskosten zögern viele mit einer Buchung. Die Touristiker beobachten das mit Sorge.

Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Veranstaltungen verändern nach Angaben der Initiative Chefsache Business Travel die Planung von Geschäftsreisen. Unternehmen bündeln Reisen stärker und richten sie gezielter auf konkrete geschäftliche Ziele aus.

Mehr als dreimal so viele Touristen wie griechische Einwohner strömten 2025 in das Urlaubsland. Auf Jetset-Inseln wie Santorini oder Mykonos bringt der Rekord-Tourismus die Infrastruktur ans Limit.

Eine aktuelle Auswertung von Fit Reisen analysiert das Suchinteresse für Ayurveda-Angebote in Europa. Dabei zeigt sich eine starke Präferenz für deutsche Regionen sowie eine Verschiebung hin zu mediterranen Zielen infolge der Iran-Krise.

Eine Studie des Technologieunternehmens Amadeus sieht weltweit eine hohe Offenheit vieler Reisender gegenüber künstlicher Intelligenz und digitalen Mobilitätsdiensten. Gleichzeitig bleiben Sprachbarrieren, Zusatzkosten und unzureichende Informationen häufig genannte Probleme im Reiseverkehr.

Fast die Hälfte der Passagierflüge, die auf deutschen Hauptverkehrsflughäfen starten oder landen, sind auf Kurzstrecken unterwegs. Die häufigste Verbindung war 2025 die zwischen Frankfurt/Main und London-Heathrow.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein: Bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern.

Der Plattformbetreiber Airbnb plant den Ausbau zu einem umfassenden Dienstleistungsmarktplatz nach dem Vorbild von Amazon und integriert im Sommer 2026 neben tausenden Boutique-Hotels auch Mietwagen, Gastronomieangebote zur Fußball-Weltmeisterschaft sowie neue KI-Werkzeuge in seine Anwendung.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.

Eine Untersuchung von Urlaubstracker zeigt große regionale Unterschiede bei kostenfreien Attraktionen auf europäischen Inseln. Während Malta die höchste Gesamtdichte an kostenlosen Angeboten aufweist, punkten andere Destinationen mit umfangreichen Strand- oder Wanderwegenetzen.