Fraport im Oktober: Passagieraufkommen in Frankfurt weiter auf niedrigem Niveau

| Tourismus Tourismus

Im Oktober zählte der Flughafen Frankfurt rund 1,1 Millionen Passagiere, ein Rückgang um 83,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Kumuliert über die ersten zehn Monate des Jahres sank das Fluggastaufkommen um 71,6 Prozent. Hintergrund der schwachen Entwicklung sind weiterhin die umfassenden Reisebeschränkungen infolge der COVID-19-Pandemie.

Positiv entwickelte sich hingegen das Cargo-Aufkommen, das erstmals seit fünfzehn Monaten wieder über dem Vergleichsmonat des Vorjahres liegt: Das Aufkommen an Luftfracht und Luftpost wuchs um 1,6 Prozent auf 182.061 Tonnen. Die weiterhin fehlenden Kapazitäten aus der Beiladefracht von Passagiermaschinen konnten durch reine Frachtflüge mehr als wettgemacht werden. Ausschlaggebend für die hohe Nachfrage waren der Aufschwung im weltweiten Handel und die solide Entwicklung im Industriesektor der Eurozone.

Mit 17.105 Starts und Landungen ging die Zahl der Flugbewegungen um 62,8 Prozent zurück. Die Summe der Höchststartgewichte war mit rund 1,1 Millionen Tonnen um 59,5 Prozent rückläufig.

An den Flughäfen des internationalen Portfolios entwickelten sich die Passagierzahlen im Oktober erneut sehr unterschiedlich. An einigen Standorten - insbesondere in Griechenland, Brasilien und in Peru - waren die prozentualen Rückgänge deutlich geringer als noch im Vormonat.

Das Passagieraufkommen im slowenischen Ljubljana verringerte sich um 89,1 Prozent auf 10.775 Fluggäste. An den brasilianischen Airports in Fortaleza und Porto Alegre sank das Fluggastaufkommen um 57,5 Prozent auf 569.453 Passagiere. Der Flughafen im peruanischen Lima verzeichnete aufgrund weiterhin starker Reisebeschränkungen für den internationalen Verkehr einen Rückgang um 82,8 Prozent auf 345.315 Fluggäste.

An den 14 griechischen Regionalflughäfen war das Passagieraufkommen um 55,3 Prozent auf rund 1,1 Millionen Fluggäste rückläufig. Die bulgarischen Twin Star-Airports Burgas und Varna verbuchten 56.415 Passagiere, ein Minus von 61,3 Prozent.

Das Fluggastaufkommen am Flughafen Antalya in der Türkei ging um 55,3 Prozent auf rund 1,9 Millionen Fluggäste zurück. Der Flughafen im russischen St. Petersburg verzeichnete einen Rückgang um 33,3 Prozent auf rund 1,1 Millionen Passagiere. Am Flughafen Xi'an in China lag das Fluggastaufkommen bei rund 3,6 Millionen Fluggästen, einem Minus von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für den Wettbewerb „NaturMomente“ von Airbnb und dem Deutschen Tourismusverband sind 521 gültige Bewerbungen eingegangen, mehr als die Hälfte davon aus Ostdeutschland. Insgesamt steht eine Million Euro zur Unterstützung ländlicher Tourismusprojekte bereit.

Ryanair will ab April 2027 alle Bremen-Flüge einstellen und im Winter 2026 sein Sitzplatzangebot in Berlin halbieren. Insgesamt kündigt die Fluggesellschaft für Deutschland 700.000 Sitzplätze weniger als im Vorjahreswinter an.

Tagesgäste trugen 2025 einer dwif-Studie zufolge rund 2,72 Milliarden Euro und damit etwa die Hälfte zum touristischen Bruttoumsatz in Brandenburg bei. Insgesamt erzielte die Tourismus- und Freizeitwirtschaft des Landes 5,46 Milliarden Euro.

Soziale Medien beeinflussen die Reiseplanung der Deutschen zunehmend. Gleichzeitig posten sie seltener beschönigende Beiträge und verzichten im Urlaub häufiger vollständig auf soziale Netzwerke als Reisende in den übrigen untersuchten Ländern.

Reisepässe und Personalausweise haben persönliche Informationen nicht nur aufgedruckt, sondern auch auf einem Chip gespeichert. Manche Reisende machen sich Sorgen, ob genau dieser Chip nicht heimlich ausgelesen werden könnte.

Airbnb hat die Entwicklung der Suchanfragen nach naturnahen Reisezielen in Deutschland für den Herbst 2026 ausgewertet. Besonders stark gestiegen ist das Interesse an Orten im Schwarzwald, in der Eifel und an der Ostseeküste.

Der Flughafen Münster/Osnabrück führt 2026 das deutsche Flughafen-Ranking von Fit Reisen an. Auch im europäischen Vergleich schneiden kleinere Airports vielfach besser ab als große Drehkreuze.

Das Erstarken der AfD nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat Folgen für das Urlaubsland. Das zeigen Rückmeldungen von Gästen. Wie Touristiker darauf reagieren.

Die Nordseeküste meldet stabile Nachfrage, Usedom eine gute bis sehr gute Buchungslage. Im Harz fällt die Nachfrage regional schwächer aus. Nach Angaben der von dpa befragten Touristiker sind weiterhin Unterkünfte verfügbar.

 

Der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen geht in die vierte Runde. Ab sofort können sich Tourismusorganisationen aus Orten, Regionen und Städten in ganz Deutschland bewerben, die an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Destinationsentwicklung arbeiten.