Freizeitparks fordern Wiedereröffnung

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Um das Überleben und Zehntausende Arbeitsplätze zu sichern, sollen Freizeitparks nach dem Willen ihres Verbands wieder Schritt für Schritt öffnen. Dies sei mit individuellen Maßnahmen zum Infektionsschutz möglich, heißt es in einer Expertise, die der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) am Donnerstag an politische Entscheider auf Bundes- und Landesebene versandt hat.

So könnten in einem ersten Schritt Outdoor-Einrichtungen auf einem abgeschlossenen Areal mit kontrolliertem Zugang wie Wildgehege und weitläufige Freizeitparks öffnen. Schritt zwei wären demnach Indoor-Einrichtungen mit kontrolliertem Zugang sowie kontakt- und bewegungsarmen Aktivitäten wie Aquarien oder Tierhäusern. Zuletzt sollten Indoor-Spielplätze wie Trampolinparks starten.

«Als Saisonbetriebe im Tourismus blicken zahlreiche der inhabergeführten und mittelständischen Unternehmen mittlerweile auf sechs Monate ohne Einnahmen zurück», machte VDFU-Geschäftsführer Jürgen Gevers deutlich. Rund 20 Prozent der üblichen Jahreseinnahmen seien schon heute verloren. «Rund 150.000 mittelbar und unmittelbar sozialversicherungspflichtige Jobs drohen verloren zu gehen.»

Die Mitglieder des VDFU stünden zu 100 Prozent hinter den von Bund und Ländern getroffenen Schutzmaßnahmen, betonte Gevers. «Sie sind gleichzeitig aber auch dringend darauf angewiesen, dass die Politik ebenso hinter den Freizeitparks steht.»

Die Freizeitparks in Deutschland zählen nach Verbandsangaben eigentlich mehr als 44 Millionen Besucher pro Jahr und rund 4,5 Millionen Übernachtungsgäste. Die Umsatzverluste bis Ende April liegen demnach schon bei über 300 Millionen Euro. Etwa 40 Prozent der VDFU-Mitglieder drohe Insolvenz, wenn sie über den Mai hinaus geschlossen bleiben müssten, hieß es.

(dpa)


 

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