Herbstferien 2021: Die Deutschen zieht es in den Süden

| Tourismus Tourismus

Die aktuelle Auswertung des Online-Reisebüros HolidayCheck zeigt: Der eindeutige Gewinner für Reisen im Oktober ist die Türkei mit der Touristenregion türkische Riviera. Aber auch Mallorca und Kreta stehen in der Gunst der Urlaubswilligen ganz weit oben. Deutschland hingegen wird derzeit noch wenig gebucht.

Ein wichtiger Grund für die große Beliebtheit der Türkei: ihr weiterhin sehr günstiges Preisniveau. Im Gegensatz zu anderen Destinationen sind die Preise über die letzten zwei Jahre beinahe unverändert geblieben. Lediglich eine leichte Preissteigerung*** von knapp unter zwei Prozent lässt sich bei der türkischen Riviera beobachten. Daher bleibt die Türkei das bevorzugte Reiseziel für UrlauberInnen, die im Herbst noch einmal Sonne tanken möchten.

Auf Platz zwei der beliebtesten Urlaubsregionen für den Herbst folgt Mallorca. Hier müssen UrlauberInnen jedoch im Schnitt mit einer Preissteigerung von rund zehn Prozent im Vergleich zu 2019 rechnen. Bei den Nachbarinseln Ibiza und Menorca stiegen die Preise sogar um bis zu 15 Prozent. Einen positiven Ausreißer gibt es allerdings auch: Formentera. Hier sind die Durchschnittspreise um rund 15 Prozent gesunken. Aktuell noch nicht abbildbar sind die Auswirkungen des Vulkanausbruchs auf den Kanarischen Inseln. Sollte sich dieser im schlimmsten Fall ausweiten, kann von einem deutlichen Nachfragerückgang bei den direkt benachbarten Inseln ausgegangen werden.

Mit Kreta und Rhodos liegt Griechenland auf Platz drei der beliebtesten Herbstdestinationen. Aber auch hier müssen UrlauberInnen mit einem Preisanstieg von durchschnittlich zehn Prozent rechnen - auf dem Festland sogar mit einem Anstieg zwischen 20 Prozent und 50 Prozent im Vergleich zu 2019.

Deutschland hingegen wird derzeit noch wenig gebucht. Hierbei spielt vor allem das anhaltend schlechte Wetter in diesem Jahr eine Rolle. Viele UrlauberInnen warten zudem die jeweilige Corona-Situation vor Ort ab. Sollten sich sowohl Wetter- als auch Corona-Lage vor den Herbstferien positiv entwickeln, erwartet HolidayCheck eine starke Last-Minute-Nachfrage. Wer Urlaub in Deutschland machen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen. In den beliebten Urlaubsregionen Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Sachsen und Niedersachsen liegt der Preisanstieg für eine Hotelübernachtung teilweise bei über 50 Prozent***.

Die portugiesische Algarve und Madeira sind – trotz Aufhebung des Hochrisikogebiet-Status – aktuell noch wenig gebucht. Beides sind jedoch ideale Destinationen für eine letzte Urlaubsauszeit im Herbst mit moderaten Temperaturen. Allerdings muss hier ebenfalls mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von rund 15 Prozent gerechnet werden. Wer lieber in die Sonne und an den Strand möchte, der findet auf jeden Fall noch ausreichend Kapazitäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier erwartet UrlauberInnen eine jedoch zum Teil deutliche Preissteigerung von bis zu 25 Prozent in Dubai und 13 Prozent in Abu Dhabi.

Geimpften UrlauberInnen steht ab November auch wieder die Welt Richtung Westen offen: Die USA heben das Einreisverbot für vollständig geimpfte Personen auf. Dies spiegelt sich in den Suchanfragen bei HolidayCheck wider, die seit dem 18.09.2021 um rund 130 Prozent gestiegen sind.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.