Hütten im Corona-Jahr: Schwierige Saison endet, Winteröffnung unklar

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Lockdown im Frühjahr, Beschränkungen im Sommer, im Herbst schlechtes Wetter und erneute Schließungen - für viele Hüttenwirte endet eine schwierige Saison. Vielerorts seien just in den Wandermonaten von September bis Oktober viele Tische und Betten leer geblieben, vor allem auf den Hütten in Österreich, teilte der Deutsche Alpenverein (DAV) am Donnerstag mit. Teile Österreichs, darunter Tirol, wurden vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft, die Folge waren Reisewarnungen des Auswärtigen Amts.

«Seit September haben wir praktisch kaum mehr Betrieb, über 95 Prozent der Buchungen wurden storniert», sagt Raimund Pranger, Wirt der Erfurter Hütte in Tirol. Mancherorts vermiesten ab September viel Regen und ein ungewöhnlich früher Wintereinbruch die Bilanz. «Schlechtes Wetter bedeutet meist auch ein schlechtes Geschäft», sagt Tobias Bachmann vom Spitzsteinhaus in den Chiemgauer Alpen.

Der Sommer sei für zahlreiche Hütten besser gelaufen als befürchtet. Nicht zuletzt kamen viele Tagesgäste. Der Run auf die Berge sorgte für volle Terrassen. Manche Hütten, die nicht für einen Tagesausflug lohnten oder deren Raumstruktur kein Hygienekonzept zuließ, schauen allerdings auf eine verlorene Saison - teils blieben sie komplett zu.

Für den Winter sei unklar, ob die Hütten überhaupt öffnen könnten. «Wir müssen die Entscheidungen der Politik abwarten», sagte DAV-Sprecher Thomas Bucher. Allerdings sei auch nur ein kleiner Teil der 67 bayerischen und 183 österreichischen DAV-Hütten im Winter bewirtschaftet, in Bayern seien es rund 20.

Schon im Sommer waren die Übernachtungskapazitäten durchweg begrenzt, einige Hütten durften Schlaflager und Zimmer von behördlicher Seite mit kaum mehr als 25 Prozent belegen. «Unsere Alpenvereinshütten haben eine wichtige Schutz- und Lenkungsfunktion, die wir unbedingt aufrechterhalten müssen», sagt Roland Stierle, DAV-Vizepräsident. Doch wenn drei von vier Betten leer bleiben müssten, werde der Erhalt der Hütten auf Dauer nicht möglich sein. (dpa)


 

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