Incoming-Tourismus: Vorsichtiger Optimismus für Sommersaison nach verhaltenem Start

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Von Januar bis März 2025 wurden nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes 14,6 Millionen internationale Übernachtungen in deutschen Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten registriert – ein Minus von 2,6 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres 2024.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, erklärt dazu: „Der internationale Tourismus hängt derzeit von außerordentlich volatilen Rahmenbedingungen ab. Während der verhaltene Start in das Jahr noch kalendarische Sondereffekte widerspiegelt, verunsichern auch aktuelle Handelskonflikte die Verbraucher und Unternehmen. Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen jedoch, dass das Bedürfnis der Menschen nach Reisen, nach Erholung und Begegnung der Kulturen, aber auch der Geschäftsreiseverkehr als tragende Säule funktionierender Wirtschaftsbeziehungen stärker sind als aktuelle Krisenszenarien."

Hedorfer weiter: "Chancen für den deutschen Incoming-Tourismus eröffnen sich für die kommende Sommersaison vor allem im innereuropäischen Reiseverkehr, wo sich nach jüngsten Analysen der European Travel Commission die Trends zu längeren Aufenthalten und höheren Reisebudgets manifestieren. Deutschlands Position als Kulturreiseziel Nummer 1 der Europäer wird von einer weiter leicht steigenden Affinität zu Städte-, Kultur- und Rundreisen gestärkt. Zentrale Gründe für die Destinationsentscheidung – Preis-Leistungsverhältnis (22 Prozent), Sicherheitsaspekte (18 Prozent) und mildes Klima (14 Prozent) – sprechen ebenfalls für Deutschland als Reiseziel.“

Für die Monate Mai bis Juli 2025 liegen die Vorausbuchungen von internationalen Flügen nach Deutschland laut Angaben von ForwardKeys noch 3,9 Prozent unter den Vergleichswerten des Vorjahres (die angebotene Sitzplatzkapazität im 1. Quartal 2025 liegt 13,9 Prozent unter den Vergleichszahlen des Jahres 2019). Abzüglich der Sondereffekte durch zusätzliche Nachfrage zur UEFA EURO 2024 zeichnen sich für die Hochsaison 2025 nach heutigem Stand stabile Incoming-Zahlen im Flugsektor ab.

Europaweit liegen die Reiseabsichten für die Monate April bis September 2025 im aktuellen Monitoring Sentiment for Intra European Travel (MSIET) laut European Travel Commission mit 72,2 Prozent noch knapp unter den Vergleichswerten des Vorjahres. Zugleich planen jedoch 80 Prozent längere Urlaubsreisen (mehr als vier Nächte), 14 Prozent (plus drei Prozent) wollen sogar für mehr als zwölf Nächte verreisen. 47 Prozent der europäischen Reisenden planen mit einem Urlaubsbudget von mehr als 1.500 Euro pro Person – ein Plus von 13 Prozent gegenüber den Vorjahreszahlen.

Ein Unsicherheitsfaktor für die Entwicklung des Deutschland-Incomings 2025 sind nach Einschätzung der DZT die USA, die 2024 mit 7,2 Millionen Übernachtungen zweitwichtigster Quellmarkt für Deutschland und Wachstumstreiber für das gesamte deutsche Incoming waren. Laut einer aktuellen von der DZT beauftragten ad hoc-Umfrage in den USA zwischen dem 5. und 8. Mai 2025 will sich fast ein Viertel der US-Amerikaner mit internationalen Reiseabsichten durch geopolitische Spannungen in seiner Destinationswahl nicht beeinflussen lassen.

Ein Drittel der Befragten beabsichtigt jedoch, die Reiseplanungen aufgrund finanziell herausfordernder Zeiten zu reduzieren. Ein Viertel will an der Destinationswahl festhalten, plant aber, die Reiseausgaben zu reduzieren. In der gleichen Umfrage wird Deutschland von den US-Amerikanern mit Reiseabsicht als besonders sicheres und attraktives Reiseziel wahrgenommen – ein wichtiger Vorteil im Wettbewerb der Destinationen. Laut Auskunft der DZT-Key Accounts der US-Reiseindustrie zeigen sich diese vorsichtig optimistisch für ihr Deutschland-Business und gehen mehrheitlich davon aus, dass sie die Ergebnisse des Vorjahres halten.


 

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