Insolvenzverfahren für deutsche Thomas Cook

| Tourismus Tourismus

Das Amtsgericht Bad Homburg hat das förmliche Insolvenzverfahren für das Reiseunternehmen Thomas Cook eröffnet. Insgesamt sind sechs Gesellschaften des Konzerns betroffen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Für den einst zweitgrößten Anbieter der Branche in Deutschland gibt es als Ganzes mangels Investoren keine Zukunft mehr. Der Geschäftsbetrieb wurde eingestellt. Für Teile der Gruppe gibt es Käufer, dadurch soll gut die Hälfte der einst etwa 2100 Jobs gesichert werden.

So übernimmt beispielsweise der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof 106 der mehr als 120 Reisebüros der Oberurseler. Der türkische Reiseveranstalter Anex Tour erwirbt den Türkeispezialisten Öger Tours und den Last-Minute-Anbieter Bucher Reisen. Die Deals stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörde sowie des Gläubigerausschusses von Thomas Cook.

Das Amtsgericht bestellte am Mittwoch die bislang vorläufigen Insolvenzverwalter um den bekannten Experten Ottmar Hermann zu Insolvenzverwaltern.

Die deutsche Thomas Cook war in den Sog der Pleite der britischen Mutter geraten und hatte am 25. September Insolvenzantrag gestellt. Der Veranstalter sagte alle bereits gebuchten Reisen ab, auch wenn sie ganz oder teilweise bezahlt worden waren.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ende der pauschalen Reisewarnung weckt keine Urlaubsgefühle

Nach fast einem halben Jahr endet die pauschale Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie. Jedes der fast 200 Länder dieser Welt wird nun einzeln bewertet. Für den Urlauber ändert das aber kaum etwas.

 

Disney kündigt wegen Corona-Krise rund 28.000 Mitarbeitern

Die Pandemie hat den US-Unterhaltungsriesen Disney mit voller Wucht getroffen - noch immer sind nicht alle Themenparks wieder geöffnet. Nachdem viele Mitarbeiter zunächst nur beurlaubt worden waren, folgt jetzt der dauerhafte Job-Kahlschlag beim Micky-Maus-Konzern.

Deutsche Reisewarnung stellt Tirol und Vorarlberg vor massive Probleme im Winter

Die österreichischen Bundesländer Vorarlberg und Tirol gelten in Deutschland seit einer knappen Woche als Corona-Risikogebiete. Mit der Reisewarnung hagelte es Abreisen und Stornierungen. Ändert sich nichts, drohen massive Probleme im Winter.

Nach fast zehn Jahren Pleiten, Pech und Pannen: der BER vor dem Start

Manchem wird es fehlen: das Fluchen über den BER ebenso wie das Lachen. Doch der Bau ist jetzt wirklich fertig. Eine Chronologie von peinlichen Pannen, bemerkenswerten Zitaten und explodierenden Kosten.

Corona-Spürhunde am Flughafen von Helsinki

Hunde haben einen außergewöhnlichen Geruchssinn. Das könnte in der Pandemie von Nutzen sein. Am Flughafen von Helsinki sollen speziell trainierte Vierbeiner helfen, infizierte Passagiere zu identifizieren. In Hannover will man erst weiter forschen.

Hälfte der Firmen macht wieder Dienstreisen

Etwa die Hälfte der weltweiten Firmen lassen ihre Mitarbeiter trotz der noch anhaltenden Coronavirus-Pandemie wieder Geschäftsreisen unternehmen. Jedoch gibt es dabei immer noch Einschränkungen, vor allem was die Zahl der Exkursionen angeht.

Möglicher Fehlalarm an Bord der Mein Schiff 6

Die gestern im Rahmen von Routinetests gemeldeten unklaren zwölf positiven COVID19-Tests bei Besatzungsmitgliedern der Mein Schiff 6, wurden mittlerweile durch zwei weitere Tests als negativ identifiziert. Sobald die Freigabe der griechischen Behörden erfolgt, soll die Kreuzfahrt wie geplant fortgesetzt werden.

Deutschland als Risikogebiet

In der Corona-Pandemie gelten für Reisende aus Deutschland vielerorts Beschränkungen. Wegen steigender Infektionszahlen erklärten einige Länder auch Deutschland zum Risikogebiet. Hier ein Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Verbraucherzentrale verklagt Lufthansa

Wegen der schleppenden Ticketerstattung bei stornierten Flügen, hat die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nun die Lufthansa verklagt. Die vom Staat gestützte Lufthansa hatte in der Corona-Krise seit März Millionen Tickets storniert und nicht fristgemäß erstattet.

Positive Corona-Tests auf der «Mein Schiff 6»

Auf dem Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 6» der Reederei Tui Cruises sind zwölf Besatzungsmitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Betroffenen seien an Bord isoliert worden und würden nun erneut getestet. Erste Befunde seien negativ.