Brüssel und die International Air Transport Association (IATA) haben die europäischen Regierungen aufgefordert, alle Reisebeschränkungen für vollständig geimpfte und genesene Personen mit einem gültigen Covid-Zertifikat aufzuheben. Die EU-Staaten hatten sich zuvor druf geeinigt, dass vom 1. Februar an nicht mehr entscheidend sein soll, von wo aus eine Reise startet - sondern, ob ein gültiger Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorliegt (Tageskarte berichtete).
Studien, die in Finnland und Italien durchgeführt wurden, geben nun Einblick in die Entwicklung der europaweiten Politik zur Aufhebung von Beschränkungen. Die nun veröffentlichte Studie bestätige die Gültigkeit des reisezentrierten Ansatzes und unterstreiche die Ineffizienz der jüngsten Reisebeschränkungen, wie der BusinessTraveller berichtete.
Die von Oxera und Edge Health erstellte Analyse zeigt, dass die Testanforderungen vor der Abreise wahrscheinlich unwirksam seien, um die Verbreitung der Omikron-Variante zu stoppen oder einzuschränken. Im Gegensatz dazu führten die Auswirkungen dieser Beschränkungen zu erheblichen und wirtschaftlichen Problemen – nicht nur für die Reise- und Tourismusbranche, sondern für die gesamte europäische Wirtschaft.
Laut Bericht habe die weitere Beibehaltung der Testanforderungen für geimpfte und genesene Reisende vor der Abreise keinerlei Auswirkungen auf die zukünftige Verbreitung der Omikron-Variante. Auch ein früherer Beginn dieser Beschränkungen hätte die Ausbreitung weder gestoppt noch erheblich eingeschränkt. Dies hängt damit zusammen, dass Varianten weit vor dem Zeitpunkt zirkulieren, an dem sie identifiziert werden, weshalb sowohl die WHO als auch das ECDC Reisebeschränkungen im Allgemeinen als unwirksam erachten.