Köln ist am Mittwoch still und grau in den 11.11. gestartet. «Bisher ist es ruhig», sagte eine Polizeisprecherin. Es gebe keine Feiernden auf der Straße. Zudem begann der Morgen mit Regen. Wegen der Corona-Pandemie sind alle Feiern abgesagt worden, und es gilt im gesamten Stadtgebiet ein Alkoholverbot auf der Straße.
Die Schauspielerin Janine Kunze sagte im WDR, natürlich sei es für sie als gebürtige Kölnerin schwer, an einem solchen Tag auf das Feiern zu verzichten. «Ich hab meine Tränchen auch schon geweint.» Dennoch gebe es dazu keine Alternative. «Es ist ja nicht so, dass man da einfach ein paar Verbote ausspricht, um jetzt den Leuten mal richtig einen reinzuwürgen.»
Das Alkoholverbot diene dem Schutz der Menschen, sagte Kunze. «Wenn man einen Prosecco trinkt, zwei, drei, dann wird man auch leicht enthemmt. Und die Gefahr besteht eben, wenn wir das tun, auch nur zu zweit oder zu dritt und dann noch mit ein bisschen Alkohol dabei, dann kann das entarten. Wenn man das unbedingt will, kann man sich ja mit seinem Partner zuhause hinsetzen.» Dann könne man gemeinsam anstoßen, Krapfen essen und sich eine Karnevalssendung im Fernsehen anschauen.
Hoppeditz nimmt die «Jecken mit dem Aluhut-Kostüm» aufs Korn
Die Düsseldorfer Karnevalsfigur Hoppeditz hat am Mittwoch nach ihrem Erwachen zu Beginn der neuen Karnevalssaison die «Jecken mit dem Aluhut-Kostüm» aufs Korn genommen. «All die, die glauben, sind dabei, datt die Erde 'ne Scheibe sei», reimte er. «Ich Andersdenken prima heiße, doch wird es braun, ist das echt Scheiße.»
Der von Tom Bauer verkörperte Hoppeditz trat dieses Mal wegen Corona unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Ratsaal der Stadt auf. Sein Auftritt wurde jedoch live ins Internet übertragen. Zur US-Wahl reimte Hoppeditz: «Großes Kino, really thrilling - inklusive Fakten-Killing. Happy Ending now is klar: Winning Pennsylvania.» Für die Zukunft wünsche er sich, dass Donald Trump nur noch zwischen Gartencenter, Dildoshop und Krematorium auftreten möge. «Um seine Lügen weiterzuverbreiten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.»
Dem neu gewählten Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) hielt Hoppeditz vor, sich zuvor bei den Kölnern «eingeschleimt» zu haben - er war dort Stadtdirektor. «Hier ruft man übrigens Helau», erinnerte er ihn - der Kölner Karnevalsruf ist Alaaf. Keller, der im Anschluss ebenfalls noch eine Büttenrede hielt, verteidigte sich: «Tatsächlich war es für die Kölner jahrelang ein Graus, dass ich dort Stadtdirektor war - doch niemals ganz zuhaus.» Er habe ja in Düsseldorf gewohnt, weil das die Stadt seines Herzens sei. (dpa)











