Massentourismus: Eintrittsgeld in Venedig ab Juli 2020

| Tourismus Tourismus

Die geplante Eintrittsgebühr für Tagestouristen in Venedig soll zum 1. Juli 2020 kommen und bei mindestens drei Euro liegen. Das gab die Stadtregierung bekannt. Die italienische Lagunenstadt ist besonders vom Massentourismus betroffen. Die Gebühr für Tagesgäste und Kreuzfahrtpassagiere war vor einigen Monaten angekündigt, ihre Einführung aber zunächst verschoben worden.

Nach den aktuellen Plänen soll der Eintritt zu Hochzeiten auf sechs bis acht Euro steigen. Ab Januar 2021 soll dann die Standardgebühr sechs Euro betragen. Ist Venedig überfüllt, soll der Preis auf acht bis zehn Euro steigen. An weniger frequentierten Tagen werden drei Euro fällig. Die Zahlungsmethode wird noch ausgearbeitet.

Nach Angaben der Stadt drohen Besuchern 100 bis 450 Euro Bußgeld, wenn sie versuchen sollten, die Gebühr zu umgehen.

Venedig sieht sich seit Jahren einem riesigen Andrang von Touristen konfrontiert. Immer wieder gibt es Ideen, wie die Massen in Schach gehalten werden könnten. Gleichzeitig ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle für die Stadt an der Adria. (dpa)

Zurück

Vielleicht auch interessant

Schlösser, Natur, zweisprachiges Theater: Polnische Touristen haben Brandenburg als Urlaubsregion entdeckt. Welche Orte besonders gefragt sind und was sie dort anzieht.

Die deutsche Fluggesellschaft Condor ist auf der Suche nach neuen Eigentümern. Ihr Chef kann sich auch einen Verkauf an Airlines vom Golf vorstellen.

Mehr als 29.400 Beschwerden in nur sechs Monaten: Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr meldet einen Rekord – vor allem Flugreisende fordern Entschädigung nach Ausfällen und Verspätungen.

Trotz inflationsbedingter Belastungen plant die Mehrheit der Hamburger eine Sommerreise, achtet dabei jedoch verstärkt auf Rabatte und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der klassische Strandurlaub bleibt dabei die beliebteste Urlaubsform.

Mittelgebirge, Städte, Freizeitparks: Sachsen hat im Sommer viel für einen abwechslungsreichen Urlaub zu bieten. Die Tourismusbranche rechnet mit weiteren Buchungen in den kommenden Wochen.

Eine aktuelle Umfrage von SAP Concur zeigt, dass deutsche Geschäftsreisende touristische Hotspots zunehmend meiden. Hohe Kosten, überfüllte Innenstädte und eingeschränkte Verfügbarkeiten beeinflussen demnach die Reiseplanung.

Klinik und Bett statt Strand: Für ein Paar endete der Traumurlaub auf Mauritius schon auf dem Hinflug - mit gebrochenen Wirbeln und Schmerzen. Im Nachgang klagen sie gegen den Reiseveranstalter.

Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber hat eine neue Initiative zur strategischen Neuausrichtung des Tourismus gestartet. Grundlage der kommenden Beratungen sind die Ergebnisse einer branchenweiten Umfrage mit über 1.100 Teilnehmern.

Zum Start der Sommerferien hat ECPAT Deutschland eine Kampagne gegen Kindesmissbrauch im Tourismus gestartet. Gemeinsam mit Behörden und Reiseveranstaltern sollen Reisende für Zivilcourage sensibilisiert werden.

Eine aktuelle Auswertung von Airbnb identifiziert die beliebtesten deutschen Strandorte für den Sommer 2026. Dabei dominieren vor allem Ziele an der Ostseeküste das Ranking der Suchanfragen.